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Interview mit Antje 'Countess' Unger
22.05.2007 - 16:30
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readmore.de sprach mit Antje 'Countess' Unger über Female-Gaming. Die 26jährige schreibt zurzeit an ihrem Diplom in Wirtschaftsinformatik und spielt seit über sieben Jahren online diverse Shooter. Besonders intensiv spielte sie bis jetzt Battlefield 2 und hat mit ihrem Clan blank an drei EPS-Saisons teilgenommen. Countess war bisher immer in Mixed-Clans und ist nebenher noch Mitglied in einem Fun-Frauenclan. Darüber hinaus ist sie in der Redaktion bei Zockerweibchen.de tätig, einer seit sieben Jahren existierenden Page für Zockerinnen die auch regelmäßig Female-Cups, beispielsweise in Counter-Strike veranstalten.


readmore.de: Wie findest du es, dass Frauen eigene Ligen, Events und sogar Communitys haben?

Antje Unger: Die Zockerweibchen-Community gründete sich (zumindest in Deutschland/EU, in den USA gab es bereits 96/97 Quake-Turniere für Frauen) vor den ersten reinen Frauenligen/Events. Die Idee dahinter war den noch recht seltenen Zockerinnen eine Anlaufstelle zu bieten. Daraufhin entwickelte sich natürlich auch der Wunsch sich zu vergleichen und es gab erste Cups. Die Entwicklung ist mittlerweile allerdings so, dass die Frauenteams nicht in den "normalen" Ligen mitspielen und hin und wieder einen Female-Cup bestreiten, sondern es gibt mittlerweile so viele Girls Only-Angebote, dass die überwiegende Zahl den Frauenclans sich auf diese beschränkt.
Man muss allerdings anmerken, dass es diese Entwicklung ausschließlich in Counter-Strike gibt. In anderen Games gibt es kaum oder gar keine reinen Frauenclans und dementsprechend auch keine Angebote in Form von Female-Cups etc, was denen dort spielenden Frauen aber nicht zu schaden scheint. (lacht)

readmore.de: Warum wollen Frauen in eigenen Ligen spielen? Was sind die Vor- und Nachteile?

Antje Unger: Wenn es keine eigene Liga für Frauen gibt (also derzeit quasi in jedem Spiel abgesehen von CS) hält das die Damen offensichtlich nicht vom Zocken ab. Bei CS geht der Trend bei den Mädels aber, wie schon gesagt, offensichtlich dahin, sich geradezu ausschließlich auf diese zu konzentrieren.

Durch die extreme Überzahl der Männer neigen die Frauen, so es denn geht, zur Grüppchenbildung und wenn sie schon einen Girls-Only Clan/Team gegründet haben erscheint es ja auch irgendwo folgerichtig, an Female-Only-Events teilzunehmen. Außerdem ist die Szene der Frauenteams recht klein und übersichtlich, wenn man sich aber praktisch alle untereinander kennt, entsteht auch der Wunsch sich zu vergleichen. Der Hang dazu sich eher für ein kleines Frauenturnier anzumelden als in einer großen "normalen" Ladder, hat wohl ähnliche Motive. Man kennt sich, hat mehr zu bereden, wird mehr wahrgenommen und ist wichtiger. Auch wenn es da schon mal zu Flamereien kommt, nehmen die Teams anscheinend lieber an den kleineren Events teil, als irgendein Clan auf irgendeinem mittleren Rang in einer riesigen Ladder mit 2000 anderen Teams zu sein. Und ein Erfolg in einer kleinen Liga ist immer noch ein Erfolg, während ein mittlerer Platz in einer großen Ladder nichts Bemerkenswertes ist.

Der Vorwurf die Mädels würden nur deshalb an Female-Only-Events teilnehmen, um Preise abzustauben ist nur zum Teil richtig. Zwar bietet der ESWC ein wirklich gut dotiertes Turnier nur für Frauen an, allerdings gibt es auch viele kleine Cups und Ligen die kaum, oder auch gar keine Preise anbieten und diese werden trotzdem gut angenommen. Vorteil von speziellen Ligen sehe ich drin, dass viele Frauenteams schnell ligaaktiv werden. Viele junge Teams melden sich recht schnell bei Cups und Turnieren an, während Clans die anderen Games zocken, bei denen es keine "Female-Szene" gibt, da oft zurückhaltender sind, was nach eigenen Erfahrungen daran liegt, dass sie sich sozusagen einer männlichen Übermacht konfrontiert sehen, die dann auch gern mit Sprüche à la "nicht schlecht für einen Frauenclan" oder plumper Anmachen nervt.

Nachteil ist, dass sich die Teams aus den "echten" Ligen ausklinken und aufpassen müssten spieltechnisch gesehen nicht den Anschluss zu verlieren. Außerdem überschätzen einige Teams ihren Marktwert nach einem kleinern Erfolg in einem Female-Turnier und spielen damit den Kritikern in die Hände, die Female-Clans für aufmerksamkeitssüchtige Teams halten, die spieltechnisch nicht über ein unteres Niveau hinausreichen und es selber nicht wahrnehmen.

Eine ganz besondere Rolle nimmt das ESWC-Frauenturnier ein. Es ist meiner Meinung nach Fluch und Segen zu gleich. (grinst) Das sehr professionell aufgestellte Turnier mit dem hohen Preisgeld ist grad für gute Teams, die Motivation und das Ziel schlechthin. Das Niveau dort hat sich eindeutig gesteigert und ein unvorbereitetes Team kann es dort zu nichts bringen. Andererseits konzentrieren sich auch sehr gute Frauenteams eigentlich ausschließlich auf diesen Event und verpassen dadurch auch die Gelegenheit auf andere große (Male)Turniere hinzuarbeiten (einzige Ausnahme sind Les Seules, aber mit mäßigem Erfolg). Da es aber NUR den EWSC als Female-Topevent gibt und kein Team sich schon elf Monate vor dem Event auf diesen mit 100% Motivation und Training darauf vorbereiten kann, sind die Frauenteams in der Hinsicht "Saisonarbeiter". Die besten Maleteams hingegen haben alle ein bis zwei Monate einen Topevent zu dem sie fit sein müssen und halten ihr Niveau dadurch kontinuierlich hoch bzw. verbessern sich noch und hängen die Frauenteams dadurch weiter ab.

readmore.de: Warum spielt kein Frauen-Team in der EPS? Haben sie keine Lust oder können sie es einfach nicht?

Antje Unger: Ja und nein. Einem Frauen-Team was jetzt in die EPS vorstoßen würde, wäre ein Riesending und würde dem betreffenden Team viele Türen öffnen. Allerdings kann man nicht mal eben in der EPS spielen und es gibt nur sehr wenig Leute die das Können, den Ehrgeiz und das Team dazu haben, dort mitzuspielen und beobachten man die im Vergleich zur Male-Szene einfach total winzige Female-Szene, wäre das derzeit für ein Frauenteam ein nur schwer lösbare Aufgabe.

Trotzdem gibt es ja viel versprechende Teams. Disja z.B. hat ein starkes Lineup, aber sie sagen selber: wir trainieren moderat und nehmen die ESWC-Quali in Angriff. Die Chancen sind für sie dort recht gut und sie müssen weniger verbissen trainieren als für einen EPS-Einzug. Und wenn es nicht klappen sollte müssen sie sich trotzdem keine abfälligen Kommentare von Jungs hinnehmen, die nur darauf warten, das Team scheitern zu sehen.

Grad der ESWC mit seinem Frauenturnier ist außerordentlich verlockend für ambitionierte Frauenteams. Das Preisgeld ist enorm hoch und es ist alles sehr professionell gestaltet. Auch die Teams dort werden von Jahr zu Jahr besser und man kann das Turnier keinesfalls mal eben so gewinnen… Trotzdem ist das Niveau schon noch von dem des Male-Turniers entfernt und für ein Frauenteam ist es sicher angenehmer dort einen mittleren Platz zu belegen, als beim einem "normalen" Turnier gleich zu Anfang rauszufliegen.

Somit lässt sich die Vermutung "keine Lust" nicht ganz von der Hand weisen. Solange es interessante spezielle Angebote für Frauenclans gibt, werden diese auch wahrgenommen, da sie „mehr für weniger“ bieten.

readmore.de: Sind die Frauen nicht selber schuld, dass man sie nicht ernst nimmt und eher belächelt?

Antje Unger: Ich glaube nicht, dass Frauen in der Gaming-Szene generell belächelt werden, z.B. Crunsher hat viel Anerkennung bekommen und ich fühle mich persönlich auch nicht belächelt.

Trotzdem gibt es ja schon den Vorwurf, der immer dann gerne aufkommt, wenn von einem Frauencup berichtet werden, dass die Teams gar nichts könnten, aber unrechtmäßig viel Sponsoring beziehen würden. Am liebsten wird das von denen ausgesprochen, die selber noch nie etwas Größeres in ihrer Gaming-Karriere erreicht haben. Da spricht doch offensichtlich der Neid und diesen Leuten scheint nicht bewusst, wie das Prinzip des Sponsoring funktioniert…

Außerdem gelten Spielerinnen als zickig und aufmerksamkeitssüchtig. Ich kann nicht abstreiten, dass sich dieser Gedankte teilweise wirklich aufdrängt! Allerdings, wenn man ehrlich ist…besteht da zu den Jungs wirklich ein so großer Unterschied? Nur heißen die Kindergarten- Auseinandersetzungen bei den Jungs dann halt flamen und nicht zicken und Aufmerksamkeitssuche die einige Spielerinnen über teils freizügige Fotos zu finden versuchen, gehen bei Jungs halt über die "ich bin der Größte und kann alles"-Masche.

readmore.de: Interessieren sich die Frauen eher für die Szene an sich und weniger für den spielerischen Erfolg? Ist der Ehrgeiz einfach ein anderer?

Antje Unger: Spielerinnen wollten durchaus erfolgreich sein und haben Ergeiz. Allerdings wollen sie es sich auch nicht unnötig schwerer machen als nötig. Und dazu kommt, dass Männer wohl eher bereit sind für den spielerischen Erfolg viel zu opfern (Freundin/Freunde, Freizeit). Frauen wollen zwar auch erfolgreich sein, aber viele sind nicht bereit dafür soziale Kontakte ect. zu opfern, sondern versuchen lieber beides in Einklang zu bringen, auch wenn es dann vielleicht nicht für den ganz großen Erfolg reichen sollte.

readmore.de: Ist der Begriff "Female-Gaming" überhaupt nötig?

Antje Unger: Der Begriff ist ja nicht genau definiert. Zählt zu Female-Gaming schon eine Frau die eSport-Spiele spielt oder erst ein Frauenclan oder erst spezielle Events für Frauenclans?

Solange es aber noch so wenige Spielerinnen gibt und diese sich in eigenen Ligen etc. organisieren, halte ich den Begriff vielleicht nicht für zwingend nötig, aber auf jeden Fall nicht für falsch.



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Kommentare: 36 drucken


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#1 offline Team Thermaltake | Pretender 22.05.2007 - 16:36
Gogo Counti :)


#2 offline n!faculty e.V. | fezz 22.05.2007 - 17:00
Sehr schöne Artikel-Reihe Bani.


#3 offline a-L | nami 22.05.2007 - 17:32
nice. klare einleuchtende antworten


#4 offline SeReniTy 22.05.2007 - 18:09
Naja ich kann dem "Female-Gaming" trotzdem nix abgewinnen...
editiert von SeReniTy, 22.05. - 18:10


#5 offline hacki 22.05.2007 - 18:15
ist halt wie frauen fussball/handball/basketball/etc... ziemlich langweilig und öde anzuschauen.... wer das gegenteil behauptet soll sich ne rosa schleife umbinden ;)


#6 offline gamE 22.05.2007 - 18:20
"Trotzdem gibt es ja schon den Vorwurf, der immer dann gerne aufkommt, wenn von einem Frauencup berichtet werden, dass die Teams gar nichts könnten, aber unrechtmäßig viel Sponsoring beziehen würden. Am liebsten wird das von denen ausgesprochen, die selber noch nie etwas Größeres in ihrer Gaming-Karriere erreicht haben. Da spricht doch offensichtlich der Neid und diesen Leuten scheint nicht bewusst, wie das Prinzip des Sponsoring funktioniert… "


Erklärst du uns dann vielleicht auch kurz, wie das Prinzip funktioniert?
Wenn einer dieser Spieler, die noch nie etwas größeres erreicht haben, zu mir käme und sagen würde: 'Wäre ich nun aber eine Frau, so könnte ich auch in diesem Team spielen und so ein Sponsoring erhalten, obwohl sich zu meiner vorherigen Situation, in der ich schließlich noch rein gar nichts erreicht habe, nichts ausser dem Umstand geändert hat, dass ich nun ein anderes Geschlecht habe', dann würde ich sagen, der Junge hat wahrscheinlich recht.

Selbstverständlich spielt Neid da eine sehr große Rolle. Viele männliche Spieler sehen eben, dass es für eine Frau sehr viel einfacher ist, das zu erreichen, wovon sie vielleicht schon immer geträumt haben.
Natürlich ist das auch nicht nur in Counterstrike so. Ich würde auch soweit gehen zu behaupten, dass es für eine weibliche Pokerspielerin grundsätzlich einfacher ist, Sponsoren zu finden, aber das ist hier eben nicht das Thema :)


#7 offline Xirus 22.05.2007 - 18:33
Somit lässt sich die Vermutung "keine Lust" nicht ganz von der Hand weisen. Solange es interessante spezielle Angebote für Frauenclans gibt, werden diese auch wahrgenommen, da sie „mehr für weniger“ bieten.


Thats it.


#8 offline readmore.de Fan shoXy 22.05.2007 - 18:56
ich schau mir gern Frauen-beachvolleyball an...


#9 offline Whitelord 22.05.2007 - 18:59
Frauenfussball hat sich auch erst nach knapp 80 Jahren ein bisschen etabliert, also HF!!!


#10 offline Geotrius 22.05.2007 - 19:05
als ob es preisgeld für leistung gibt, das gibts in keinem sport. warum verdient beckham mehr als die halbe bundesliga? du verdienst was man dir bezahlt, so einfach ist das. die welt ist eben so, ihr könnt ja ne revolution anzetteln. ich würd hier auch gern mehr bekommen. ;) wenn es sponsoren für femaleturniere gibt (und die denken sich ja was dabei), dann gibts das preisgeld eben. ist wie wc3-preisgeld mit -cs zu vergleichen. bedeutet ja nicht, dass es genau dieses preisgeld dann bei den männern oben drauf geben würde, wenn der eswc kein female-cs-turnier hätte. da liegt er nämlich begraben der hund.


#11 offline SeReniTy 22.05.2007 - 19:15
Ist es in irgend einem Bereich andersrum, dass Männer also klare Vorteile haben, dann ist es immer direkt Diskriminierung der Frau, aber wenn Frauen Vorteile bekommen dann kommt man mir mit "So ist die Welt".


#12 offline Masti 22.05.2007 - 19:23
Geotrius schrieb am 22.05. - 19:05:

als ob es preisgeld für leistung gibt, das gibts in keinem sport. warum verdient beckham mehr als die halbe bundesliga? du verdienst was man dir bezahlt, so einfach ist das. die welt ist eben so, ihr könnt ja ne revolution anzetteln. ich würd hier auch gern mehr bekommen. ;) wenn es sponsoren für femaleturniere gibt (und die denken sich ja was dabei), dann gibts das preisgeld eben. ist wie wc3-preisgeld mit -cs zu vergleichen. bedeutet ja nicht, dass es genau dieses preisgeld dann bei den männern oben drauf geben würde, wenn der eswc kein female-cs-turnier hätte. da liegt er nämlich begraben der hund.


da hat mal einer den nagel auf den kopf getroffen, die sponsoren entscheiden nunmal darueber, worein sie ihr geld buttern. Pech gehabt, dafuer bekomm ich net die regel und kinder muss ich auch net bekommen :p


#13 offline readmore.de Fan krsch 22.05.2007 - 19:30
Naja ich denke beinahe jeder würde - gesetz dem Fall ihm würde sich die Option bieten - den Erfolg in einer kleineren/schlechteren Liga (zum Teil auch mit Preisgeld) gegenüber einem Mittelfeldplatz in einer riesigen Ladder wählen.
Von daher kann ich Frauen verstehen die die Angebote annehmen. Der Qualität von female-Gaming ist das natürlich nicht besonders zuträglich, was wiederum nicht für Akzeptanz sorgt.

Es wäre mit Sicherheit besser, wenn es ein paar starke (und damit meine ich wirklich starke - klar davon sind alle weit entfernt) Frauen-Teams gäbe. Es würde doch zu deutlich mehr Akzeptanz in der Szene führen. Aber solange Frauen eher auf einem niedrigen Level spielen , Sponsoren haben und Preisgelder einfahren braucht man sich doch nicht wundern wenn einige Männer neidisch sind bzw. die female Szene abschätzig betrachten. Das ist das normalste in der Welt.

Wollt ihr mehr Akzeptanz dann zockt in normalen Ligen, wollt ihr es nicht, dann zockt in female Ligen und habt dort euren Spass.


#14 offline Countess 22.05.2007 - 19:33
TBH | gamE schrieb am 22.05. - 18:20:

Erklärst du uns dann vielleicht auch kurz, wie das Prinzip funktioniert?


Gerne, wobei mir Geotrius das ja im großen und ganzen vor weg genommen hat... Sponsoring hat nichts mit der bezahlung einer leistung im herkömmlichen sinne zu tun. Sponsoren zahlen kein geld weil "jemand so gut ist und es verdient hat", sondern weil sie glauben, dass es, wenn sie mit dem star/spieler/wie auch immer, in verbindung gebracht werden einen positiven effekt auf ihr produkt hat. Dafür fließt das geld, und eben nicht weil der gesponsorte so ein netter mensch ist, ders durch seine leistung verdient hat gesponsort zu werden. Leistung ist bei vielen sponsoren sicher ein wichtiges kriterium, aber lange nicht das einzige, gut sind viele, aber wahrnehmen tut man dann doch die, die aus der masse stechen (zB durch einen verrückten haarschnitt, oder eben dadurch eine frau in einer von männern dominierten szene zu sein).
editiert von Countess, 22.05. - 19:36


#15 offline gamE 22.05.2007 - 19:55
Bevor jemand im männlichen Gaming Bereich gesponsort wird, hat dieser aber in der Regel überdurchschnittliche Leistungen vollbracht (sicherlich immer in Relation zum jeweiligen Umfang des Sponsorings), oder irre ich mich da?


#16 offline readmore.de Fan AEQUITAS 22.05.2007 - 20:10
Antje Unger: Ich glaube nicht, dass Frauen in der Gaming-Szene generell belächelt werden, z.B. Crunsher hat viel Anerkennung bekommen und ich fühle mich persönlich auch nicht belächelt.


ganz ehrlich?
ich glaube, dass dich auch nicht viele kennen :D

aber ansonsten gute antworten!


#17 offline readmore.de Fan AEQUITAS 22.05.2007 - 20:13
Countess schrieb am 22.05. - 19:33:

TBH | gamE schrieb am 22.05. - 18:20:

Erklärst du uns dann vielleicht auch kurz, wie das Prinzip funktioniert?


Gerne, wobei mir Geotrius das ja im großen und ganzen vor weg genommen hat... Sponsoring hat nichts mit der bezahlung einer leistung im herkömmlichen sinne zu tun. Sponsoren zahlen kein geld weil "jemand so gut ist und es verdient hat", sondern weil sie glauben, dass es, wenn sie mit dem star/spieler/wie auch immer, in verbindung gebracht werden einen positiven effekt auf ihr produkt hat. Dafür fließt das geld, und eben nicht weil der gesponsorte so ein netter mensch ist, ders durch seine leistung verdient hat gesponsort zu werden. Leistung ist bei vielen sponsoren sicher ein wichtiges kriterium, aber lange nicht das einzige, gut sind viele, aber wahrnehmen tut man dann doch die, die aus der masse stechen (zB durch einen verrückten haarschnitt, oder eben dadurch eine frau in einer von männern dominierten szene zu sein).


in der "männer-szene" sticht man halt nur mal heraus, wenn man gute leistungen bringt ... oder glaubst du wazap hätte mouz genommen, wenn die nur schlechte teams hätten, auch wenn sie alle total nett wären.

bekannt wird man durch vieles, aber oben bleiben nur die besten!
so ist es überall, ob in anderen sportarten, in der musik- oder filmbranche. türlich war ein daniel kübelböck berühmt, aber jetzt ist er auch wieder unten und ob er überhaupt mal ein positives licht auf ein produkt, wegen seiner komischen matte, geworfen hat, ist auch so eine frage ...

// sry für doppel post!!!
editiert von AEQUITAS, 22.05. - 20:16


#18 offline pfähl3R 22.05.2007 - 20:16
ok dann können wir uns ja darauf einigen dass frauen weiterhin ihre mickeymauslowskill cups / -ligen / -turniere spielen und männer legitimiert sind sie hierfür zu flamen :D


#19 offline Countess 22.05.2007 - 20:44
Aquitas, ich spiele bf... ich glaub auch nicht das ich außerhalb der bf-szene bekannt bin wie ein bunter hund, aber es ist doch so. Lieber unbekannter, aber bei denen die einen kennen normal angenommen werden, als dass einen jeder kennt, aber nur als witzfigur :D

Zu dem "männliche teams wurden/werden nur dann gesponsort wenn sie super gut leistungen bringen". Ja meistens, aber was ist zB mit diesem EAS team das zur CPL singapur gefahren ist (Zyklon hießen sie glaub ich). Klar, schlecht waren die sicher nicht, sind aber auch nicht mit extrem überragenden leistungen herausgestochen. Das ging halt über vitamin b. Oder gmpo, die zu team64 wurden. Waren das wirklich das aller beste team was den deal verdient hatte, oder hat es massud einfach geschafft das team gegenüber dem sponsoren profesionell darzustellen? Und als SK.swe ein jahr mal nicht so doll gerockt haben, sind die sponsoren trotzdem dagelieben, weils halt nicht nur um die leistung ging, sondern sie vertrauen in das profesionelle management und das gute konzept hatten. Sponsoring steht eben nicht nur auf dem pfeiler der leistung.

Klar, ich glaube auch nicht das diese wir-sind-girls schiene dauerhaft als standbein ausreicht, denn das hat sich auch irgendwann abgenutzt und wird dann nicht mehr genügen, aber momentan ist es halt noch so und da hilft kein neid.


#20 offline faculty | visor 22.05.2007 - 21:58
Countless also das mit dem Sponsoring in 2Worten: Sex Sells.


#21 offline skoy 22.05.2007 - 22:12
Countess schrieb am 22.05. - 20:44:

Aquitas, ich spiele bf... ich glaub auch nicht das ich außerhalb der bf-szene bekannt bin wie ein bunter hund...


klar kenn ich dich... =)


#22 offline Masti 22.05.2007 - 23:28
AEQUITAS schrieb am 22.05. - 20:13:

Countess schrieb am 22.05. - 19:33:

TBH | gamE schrieb am 22.05. - 18:20:

Erklärst du uns dann vielleicht auch kurz, wie das Prinzip funktioniert?


Gerne, wobei mir Geotrius das ja im großen und ganzen vor weg genommen hat... Sponsoring hat nichts mit der bezahlung einer leistung im herkömmlichen sinne zu tun. Sponsoren zahlen kein geld weil "jemand so gut ist und es verdient hat", sondern weil sie glauben, dass es, wenn sie mit dem star/spieler/wie auch immer, in verbindung gebracht werden einen positiven effekt auf ihr produkt hat. Dafür fließt das geld, und eben nicht weil der gesponsorte so ein netter mensch ist, ders durch seine leistung verdient hat gesponsort zu werden. Leistung ist bei vielen sponsoren sicher ein wichtiges kriterium, aber lange nicht das einzige, gut sind viele, aber wahrnehmen tut man dann doch die, die aus der masse stechen (zB durch einen verrückten haarschnitt, oder eben dadurch eine frau in einer von männern dominierten szene zu sein).


in der "männer-szene" sticht man halt nur mal heraus, wenn man gute leistungen bringt ... oder glaubst du wazap hätte mouz genommen, wenn die nur schlechte teams hätten, auch wenn sie alle total nett wären.

bekannt wird man durch vieles, aber oben bleiben nur die besten!
so ist es überall, ob in anderen sportarten, in der musik- oder filmbranche. türlich war ein daniel kübelböck berühmt, aber jetzt ist er auch wieder unten und ob er überhaupt mal ein positives licht auf ein produkt, wegen seiner komischen matte, geworfen hat, ist auch so eine frage ...

// sry für doppel post!!!



gut, dass du nichts verstanden hast...
#20 hats fein zusammengefasst, was nicht negativ gemeint ist, so laeuft die welt nunmal.
editiert von Masti, 23.05. - 10:58


#23 offline Dr. Interp 23.05.2007 - 00:22
zykon ned zyklon , des hört sich ja an wie zyklon B :D


#24 offline NgP | AlConnel 23.05.2007 - 00:30
ist halt wie frauen fussball/handball/basketball/etc... ziemlich langweilig und öde anzuschauen.... wer das gegenteil behauptet soll sich ne rosa schleife umbinden ;)


*rosa schleife umbind* ;)
ich finde es macht jetzt nicht so den unterschied, ob man sich ein female oder male cs spiel ansieht. beides hat seinen eigenen reitz. selbst bei fußball/basketball kann ich das nicht so ganz nachvollziehen. ich schau mir regelmäßig die spiele unseren frauen basketballmanschaft vonner bg dorsten inner 1. Bundesliga an. und spannend ist das allemal.


#25 offline INS | aaaRt 23.05.2007 - 01:10
"Trotzdem gibt es ja schon den Vorwurf, der immer dann gerne aufkommt, wenn von einem Frauencup berichtet werden, dass die Teams gar nichts könnten, aber unrechtmäßig viel Sponsoring beziehen würden. Am liebsten wird das von denen ausgesprochen, die selber noch nie etwas Größeres in ihrer Gaming-Karriere erreicht haben. Da spricht doch offensichtlich der Neid und diesen Leuten scheint nicht bewusst, wie das Prinzip des Sponsoring funktioniert"

Wenn man sich rechtfertigt, sollte man auch auf beide Punkte eingehen. Sponsoring ist sicher irgendwo unfair, hat sich die maleszene aber selber zuzuschreiben. Aber bitte: Warum wird über irgendwelche schlechten Teams berichtet, die irgendeinen objektiv schwach besetzten Clans gewonnen haben? Ich würde mich darüber sehr sehr freuen, wenn mal ein fem Team in der Coverage von Os-eSp auftauchen würde, weil sie es durch LEISTUNG weiter nach oben in der EAS geschafft haben. Ich würde auch einem Frauen-Team gönnen, dass sie es soweit bringen, zumal es sehr erfrischend sein kann mal etwas anderen Charaktären zu begegnen. Aber wie kann man verlangen ernst genommen zu werden und sich nicht bemühen auch gute Leistungen gegen namenhafte und offensichtlich starke Teams zu bringen? Ich würds total ausnutzen, wenn ich ein mädel wär und man mir so viele sponsoren anbieten würde. Ich kanns also absolut nachvollziehen und finds logisch, dass die fem teams das machen aber BITTE BITTE, wundert euch nicht, dass ihr keinen Respekt für eure "Leistungen" erhaltet (außer von irgendwelchen Hirnies, die euch vlt daten wollen)


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