DRITTER IFNG-AUSFALL DER SAISON
26.05.09 11:44
Szene
In einer Pressemitteilung gibt Turtle Entertainment die Absage des Intel Friday Night Games am 5. Juni in Karlsruhe bekannt. Die Veranstaltung war seit Wochen Thema unter den Karlsruher Fraktionen des Gemeinderats; zuletzt beantragte die CDU-Fraktion eine Sondersitzung zur Durchsetzung einer Kündigung des Mietvertrags. Diese war ursprünglich für den heutigen Dienstag um 15:30 Uhr angesetzt, die ESL nahm nun im Voraus Abstand von dem Vertrag.

In Karlsruhe wird
XlorD nicht auftreten.Entgegen der Meinung des Oberbürgermeisters Heinz Fenrich (CDU) stellte sich die CDU-Fraktion in der letzten Woche gegen das Intel Friday Night Game. Sie forderte eine Kündigung des Mietvertrags bis Ende letzter Woche, was jedoch von Heinz Fenrich und der Geschäftsführung des Kongresszentrums, der gewählten Location, abgelehnt wurde. Aufgrunddessen beantragte die CDU, die derzeit 19 von 48 Sitzen im Gemeinderat inne hat, eine Sondersitzung; der Oberbürgermeister terminierte sie auf den heutigen Dienstag um 15:30 Uhr.
Nun verkündet Turtle Entertainment, von sich aus vom Vertrag zurückgetreten zu sein. Man habe sich mit Heinz Fenrich darauf verständigt, das Event abzusagen, so Ralf Reichert in seinem Statement. Offensichtlich erwartete man keinen positiven Ausgang der Beratungen am Nachmittag. Neben der CDU hatten auch die Grünen und Vertreter der Karlsruher Liste (KAL) Bedenken, die sich jedoch auf das Spiel Counter-Strike beschränkten. Die CDU-Fraktion sprach im Zusammenhang mit ihrem Antrag auf die außerordentliche Sitzung von geplanten Spielen mit "gewaltverherrlichenden, menschenverachtenden und brutalen Charakter". Es handelt sich nach den Absagen in Stuttgart und Nürnberg um die dritte in dieser Saison.
Bis zuletzt versuchte Turtle Entertainment das Event trotz des starken politischen Widerstandes stattfinden zu lassen. Erst letzte Woche veranstaltete man zwei Podiumsdiskussionen innerhalb der vom Oberbürgermeister Heinz Fenrich angestossenen Informationsoffensive. Man müsse sich mit dem Thema auseinandersetzen und dürfe juristisch für unbedenklich erklärte Spiele und deren Spieler nicht in die Illegalität verdrängen, sagte Fenrich bereits letzte Woche, der sich ebenfalls für eine Austragung der Spiele am 5. Juni eingesetzt hatte. Kilian 'derleo' Ricken, Geschäftsführer n!faculty e.V., äußerte sich nach den Diskussionen am Mittwoch noch positiv hinsichtlich der Austragung des Events.

Ralf Reichert war für die Podiumsdiskussion nach Karlsruhe gereist.Gewarnt hatte vor allen Dingen die Geschäftsführung der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK) vor einer Kündigung. In einer Stellungnahme gegenüber dem Gemeinderat wies man auf eventuell bevorstehende Schadensersatzansprüche in sechsstelliger Höhe hin. Außerdem sei die rechtliche Grundlage der Kündigungsklausel zweifelhaft; es würden bei einer Kündigung enorme Prozessrisiken entstehen, so die KMK. Derartige Folgen sollte die Absage der Veranstaltung jetzt nicht haben, da die ESL von sich aus vom Vertragsrecht Abstand genommen hat. Unklar bleiben eventuell vereinbarte Abfindungen, die dazu führten.
Auf dem Intel Friday Night Game sollten in Counter-Strike n!faculty und You Don't Know Me? aufeinandertreffen, außerdem XlorD und HLA in Warcraft 3 sowie Speed-Link und Snogard in CS:S. Außerdem war eine Informationsveranstaltung in Form der Eltern-LAN geplant. Eine Ersatzveranstaltung scheint angesichts der Kurzfristigkeit der Entscheidung unwahrscheinlich. Es müsste eine Ausweichlocation am selben Termin gefunden, da bereits am 13. Juni die EPS Finals beginnen. Diesen Freitag gastiert die ESL in Hannover als Ersatz für den Ausfall in Nürnberg. Bei dem Event in Karlsruhe handelte es sich ebenfalls bereits um einen Ersatztermin für das abgesagte IFNG von Stuttgart.
Ralf Reichert, Geschäftsführer Turtle Entertainment, äußerte sich in einer Pressemitteilung zu den Geschehnissen:
In Karlsruhe wird
XlorD nicht auftreten.Entgegen der Meinung des Oberbürgermeisters Heinz Fenrich (CDU) stellte sich die CDU-Fraktion in der letzten Woche gegen das Intel Friday Night Game. Sie forderte eine Kündigung des Mietvertrags bis Ende letzter Woche, was jedoch von Heinz Fenrich und der Geschäftsführung des Kongresszentrums, der gewählten Location, abgelehnt wurde. Aufgrunddessen beantragte die CDU, die derzeit 19 von 48 Sitzen im Gemeinderat inne hat, eine Sondersitzung; der Oberbürgermeister terminierte sie auf den heutigen Dienstag um 15:30 Uhr.
Nun verkündet Turtle Entertainment, von sich aus vom Vertrag zurückgetreten zu sein. Man habe sich mit Heinz Fenrich darauf verständigt, das Event abzusagen, so Ralf Reichert in seinem Statement. Offensichtlich erwartete man keinen positiven Ausgang der Beratungen am Nachmittag. Neben der CDU hatten auch die Grünen und Vertreter der Karlsruher Liste (KAL) Bedenken, die sich jedoch auf das Spiel Counter-Strike beschränkten. Die CDU-Fraktion sprach im Zusammenhang mit ihrem Antrag auf die außerordentliche Sitzung von geplanten Spielen mit "gewaltverherrlichenden, menschenverachtenden und brutalen Charakter". Es handelt sich nach den Absagen in Stuttgart und Nürnberg um die dritte in dieser Saison.
Bis zuletzt versuchte Turtle Entertainment das Event trotz des starken politischen Widerstandes stattfinden zu lassen. Erst letzte Woche veranstaltete man zwei Podiumsdiskussionen innerhalb der vom Oberbürgermeister Heinz Fenrich angestossenen Informationsoffensive. Man müsse sich mit dem Thema auseinandersetzen und dürfe juristisch für unbedenklich erklärte Spiele und deren Spieler nicht in die Illegalität verdrängen, sagte Fenrich bereits letzte Woche, der sich ebenfalls für eine Austragung der Spiele am 5. Juni eingesetzt hatte. Kilian 'derleo' Ricken, Geschäftsführer n!faculty e.V., äußerte sich nach den Diskussionen am Mittwoch noch positiv hinsichtlich der Austragung des Events.
Ralf Reichert war für die Podiumsdiskussion nach Karlsruhe gereist.Gewarnt hatte vor allen Dingen die Geschäftsführung der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK) vor einer Kündigung. In einer Stellungnahme gegenüber dem Gemeinderat wies man auf eventuell bevorstehende Schadensersatzansprüche in sechsstelliger Höhe hin. Außerdem sei die rechtliche Grundlage der Kündigungsklausel zweifelhaft; es würden bei einer Kündigung enorme Prozessrisiken entstehen, so die KMK. Derartige Folgen sollte die Absage der Veranstaltung jetzt nicht haben, da die ESL von sich aus vom Vertragsrecht Abstand genommen hat. Unklar bleiben eventuell vereinbarte Abfindungen, die dazu führten.
Auf dem Intel Friday Night Game sollten in Counter-Strike n!faculty und You Don't Know Me? aufeinandertreffen, außerdem XlorD und HLA in Warcraft 3 sowie Speed-Link und Snogard in CS:S. Außerdem war eine Informationsveranstaltung in Form der Eltern-LAN geplant. Eine Ersatzveranstaltung scheint angesichts der Kurzfristigkeit der Entscheidung unwahrscheinlich. Es müsste eine Ausweichlocation am selben Termin gefunden, da bereits am 13. Juni die EPS Finals beginnen. Diesen Freitag gastiert die ESL in Hannover als Ersatz für den Ausfall in Nürnberg. Bei dem Event in Karlsruhe handelte es sich ebenfalls bereits um einen Ersatztermin für das abgesagte IFNG von Stuttgart.
Ralf Reichert, Geschäftsführer Turtle Entertainment, äußerte sich in einer Pressemitteilung zu den Geschehnissen:
"Wir haben den Eindruck im Karlsruher Kommunalwahlkampf instrumentalisiert zu werden. Mit viel Engagement haben wir den Dialog mit der Karlsruher Politik gesucht und Gespräche geführt. Jeder konstruktiven Diskussion über den Umgang mit Computerspielen und neuen Medien wird allerdings die Grundlage entzogen, wenn von demokratischen Parteien öffentlich die Kündigung rechtsgültiger Verträge angeregt wird. In einem abschließenden Gespräch haben wir uns deshalb gestern mit Oberbürgermeister Heinz Fenrich darauf verständigt, von unserem Vertragsrecht Abstand zu nehmen und die Veranstaltung abzusagen. In der technologiefreundlichen Stadt Karlsruhe, in welcher auch das Bundesverfassungsgericht seinen Sitz hat, hätten wir einen solchen Umgang nicht erwartet. Wir bedauern, dass eine Veranstaltung, die seit Jahren Ausdruck zeitgenössischer Jugendkultur ist, regelmäßig in 16 deutschen Großstädten gastiert und selbstverständlich unter Beachtung des ohnehin europaweit schärfsten deutschen Jugendschutzes durchgeführt wird, die Karlsruher Kommunalpolitik mit anhaltenden Diskussionen bestimmt. Es wird deutlich, dass die große Distanz zu unserer Jugend und den neuen Medien einen schweren Generationskonflikt offen legt."
#1
[RZNBM] | thewordof`C 26.05.2009 - 11:46
War doch klar
let the flame begin - ohne mich
wie erwartet und was einige hier posten ist schwachsinn....
let the flame begin - ohne mich
wie erwartet und was einige hier posten ist schwachsinn....
editiert von C.C., 26.05. - 12:29
#2
pTk Q 26.05.2009 - 11:46
aber nen schönes statement :)
#3
knxv1lle 26.05.2009 - 11:47
FFFFFFUFUFUFUFUFU!
#4
crimo 26.05.2009 - 11:47
CDU - Wir sind Deutschland!
#5
wolfi 26.05.2009 - 11:48
:(
#6
lingerie 26.05.2009 - 11:48
wenn ich das richtig sehe, hätte die ESL jede rechtliche Auseinandersetzung gewonnen. warum also absagen?
#7
knxv1lle 26.05.2009 - 11:48
so bitter ey, und die hoffen jetzt bestimmt auf 10 wählerstimmen mehr - YEHAW! nicht von mir. fags -,-
#8
werbernd 26.05.2009 - 11:49
Eine ekelhafte scheiße ...
#9
beyond fanboi 26.05.2009 - 11:49
jetzt wähle ich die linken -.-
#10
Bans_wanted | THE DOMEL 26.05.2009 - 11:50
Guter Schritt von der ESL. Aber einfach lachhaft von der Politik.
Imo sollte sich der eSport Bund mal nützlich machen und eine Partei werden. Dann würde vllt mal wenigstens ein bisschen was passieren.
Imo sollte sich der eSport Bund mal nützlich machen und eine Partei werden. Dann würde vllt mal wenigstens ein bisschen was passieren.
#11
qngfooharry 26.05.2009 - 11:50
sehr schade.......die spiele müsste man dann wohl ersatzweise online austragen :(
#12
Boo 26.05.2009 - 11:50
Ich wähle sicherlich keine CDU dieses Jahr obwohl ich sie seit 6 Jahren wähle und auch Mitglied bin/war.
#13
sync 26.05.2009 - 11:53
gutes statement^^
#14
Reaper 26.05.2009 - 11:53
haha =)
#15
sneaks0n 26.05.2009 - 11:54
Geschichten wie diese machen mich agressiver, als jedes Computerspiel es jemals getan hat. Das ist einfach nur ein Armutszeugnis für unsere "Demokratie" und den Rechtsstaat.
#16
Clezz | BW | LipToN 26.05.2009 - 11:54
Irgendwo muss man seinem Unmut ja Luft machen ... auch die ESL sollte Ihre Fehler erkennen und diese beheben...! Es geht hier auf Kosten der Gamer und der Fans, also auf deren Kosten die das hier alles möglich machen !!!
#17
najiumi 26.05.2009 - 11:54
e* | Jesus schrieb am 26.05. - 11:49:
jetzt wähle ich die linken -.-
jetzt wähle ich die linken -.-
cool... dann kannst du cs auch gleich vergessen
#18
N1ke 26.05.2009 - 11:55
sehr schönes Statement, Herr Reichert!
zum Rest no comment
zum Rest no comment
#19
Torro 26.05.2009 - 11:56
g-head schrieb am 26.05. - 11:48:
wenn ich das richtig sehe, hätte die ESL jede rechtliche Auseinandersetzung gewonnen. warum also absagen?
wenn ich das richtig sehe, hätte die ESL jede rechtliche Auseinandersetzung gewonnen. warum also absagen?
Ich habe das so verstanden, dass man nicht Teil einer Diskussion sein möchte, in welcher sich eine Partei derart unprofessionell und polemisierend darstellt und eine Hetzkampagne gegen die Veranstaltung beginnt, ohne sich vorher genauer über deren Inhalt zu informieren.
Auf deutsch: Die ESL hat keine Lust auf diesen Kindergarten und hätte sich eine objektive Diskussion ohne Vorurteile gewünscht. Aufgrund der ungerechten Behandlung sagt die ESL "Ihr könnt uns mal".
Für mich leider ein falsches Signal. In der öffentlichen Diskussion wird dieser Rückzug der ESL sicherlich als Sieg der CDU gewertet. Es kommt außerdem so rüber, als hätte die ESL "eingesehen", dass die Auswahl ihrer Spieletitel zu gewaltverherrlichend und jugendgefährden seien (dass die Spieletitel in der Liga und auf anderen IFNGs nicht verändert werden, wird in der öffentlichen Diskussion sicherlich übergangen).
#20
Doso 26.05.2009 - 11:57
CDU/CSU wählen? Nicht mit mir.
Meinte Stimme zählt - und ihr kriegt sie nicht.
Meinte Stimme zählt - und ihr kriegt sie nicht.
editiert von Doso, 26.05. - 11:57
#21
schaKi 26.05.2009 - 11:58
jo...auch wenns eigtl. nur ne kleinigkeit ist, mich wirds in meinem zukünftigen wählerverhalten sehr beeinflussen...
GG CDU
GG CDU
#22
readmore | nylo 26.05.2009 - 11:58
Richtiger Schritt und gutes Statement. Leider werden es die wenigstens lesen.
#23
RacooN 26.05.2009 - 11:58
ich glaub ich kotz
#24
Milfhunter 26.05.2009 - 11:59
lächerlich n/c
#25
Team-Manager | n|faculty.Fifa thorsten 26.05.2009 - 11:59
g-head schrieb am 26.05. - 11:48:
wenn ich das richtig sehe, hätte die ESL jede rechtliche Auseinandersetzung gewonnen. warum also absagen?
wenn ich das richtig sehe, hätte die ESL jede rechtliche Auseinandersetzung gewonnen. warum also absagen?
was bringt ein gewonnener rechtsstreit, wenn der eigentliche spieltag ins hintertreffen kommt?
desweiteren ist ja auch nicht sicher, was die sponsoren evtl. an geld zurückverlangen, wenn man gewissen vertragsrechtliche auflagen zwischen esl und sponsoren nicht erfüllt?
das können also vielerlei dinge sein...
