Freitag 20:00 Uhr. Viele planen ihren Abend zu dieser Zeit und ich sitze im Auto gen Maastricht/Aachen-Airport. Der Flieger soll um 21:30 Uhr den Flughafen verlassen, doch das zeitliche Abfahren von Zuhause sollte sich bezahlt machen: Der kleine Flughafen war mehr als dürftig ausgeschildert und nur über dubiose Wege zu erreichen, doch letzten Endes konnte ich den Weg zum Gate 4 antreten. Dort sollte mein Flieger in einigen Minuten eintreffen.
Zuvor musste jedoch noch eine Hürde genommen werden: Die Sicherheitskontrolle. Hier galt vor allem dem Metalldetektor einige Aufmerksamkeit, denn mein kleines Metallstück an meinem Rock am Ring-Bändchen könnte doch als „Waffe“ gezählt werden; jedenfalls in den Vereinigten Staaten. Nachdem ich heil durch den Metalldetektor kam und selbst in meinen Kopfhörern keine Waffen versteckt waren, konnte ich mich in den Warteraum begeben.
„Zuerst Erwachsene mit ihren Kindern, danach Alte Menschen und dann Personen welche in Klasse A reisen.“ Nur zu gut, dass ich ein Klasse D-Ticket hatte. Aber nach einiger Wartezeit konnte ich schließlich auch den Flieger betreten und es mir neben einer Frau mit ihrem Sohn gemütlich machen.
Nach wenigen Minuten über den Wolken Deutschlands kam die erste Ansage des Pilots. In gebrochenem deutsch mit einem indischen Akzent sprach er teilnahmslos: „Wir befinden uns nun auf 29.000 Fuß und erreichen gleich Hannover. In Berlin sind 12°C, Gewitter und es könnten leichte Turbulenzen bei der Landung auftreten.“
Gelangweilt schaute ich aus dem Fenster und konnte ein Unbehagen bei meiner Nachbarin feststellen, als ihr Sohn sie fragte was denn „Turbulenzen“ seien.
Doch weder Gewitter noch Turbulenzen begrüßten unsere Maschine in Berlin. Ich verließ nun den Flughafen so schnell wie nur möglich, doch bereits nach kurzer Zeit an der „frischen“ Luft wurde mir wieder klar, wie sehr ich Großstädte hasse.
Die Suche nach der richtigen S-Bahn-Station zog sich in die Länge, doch ein netter Kioskbesitzer konnte mir in dieser Hinsicht ein wenig helfen. Ich stieg also in die S-Bahn ein und machte mich auf meine 60-minütige Reise gefasst: Musik an und abschalten. Bahnhof nach Bahnhof, Minuten nach Minuten…die Fahrt zog sich enorm in die Länge. Dann konnte ich jedoch aufatmen, als meine Station in der Anzeige auftauchte und ich machte mich bereit die Großstadt weiter zu verfluchen.
Denn Busse kamen um die Uhrzeit (00:03 Uhr) nicht mehr an dieser Haltestelle, also musste ich laufen; bzw. ich versuchte es. Denn bereits nach einigen Metern fand der Bürgersteig sein Ende und eine große Straße sollte der einzige Weg sein in Richtung Hotel. Verzweifelt nach einem Weg suchend gab ich schließlich bereits nach wenigen Minuten die Hoffnung auf und winkte einem netten Mann in einem gelben Mercedes zu. Die Fahrt sollte bereits nach einigen hundert Metern enden und im Eingangsbereich konnte ich gleich die beiden Spieler Grubby und Tak3r, sowie den Orga MBrodo und meinen Kollegen Capo sehen. Hier war ich richtig! Noch schnell eingecheckt und meine Tasche auf das Zimmer deponiert, dann ging es mit einigen Leuten in eine Mexikanische Bar…