Kommen wir nun zum schweren Gerät das man in BF2 steuern kann:
Bei den Flugzeugen, die in der Demo vorkommen, handelt es sich um eine Mig-29 auf Seiten der MEC und um einen nicht wirklich definierbaren Senkrechtstarter (eine Kreuzung aus F22 und Harrier) beim USMC. Beide sind mit einer Bombenladung ausgestattet um Bodenziele zu vernichten und haben sechs Luft-Luft-Raketen an Bord. Nachdem alle Munition abgeworfen und verschossen wurde müssen die Flugzeuge zurückkehren um wieder ausgerüstet zu werden oder begnügen sich mit dem Bord-Mg.
Auf der Map gibt es drei verschiedene Typen von Hubschraubern. Das USMC wird durch einen Seahawk Truppentransporter und einen Super Cobra Kampfhubschrauber unterstützt. Der Seahawk ist mit zwei Miniguns, je eine auf jeder Seite, ausgestattet und bietet Platz für elf Soldaten. Die Super Cobra wird von zwei Piloten gesteuert, wobei einer die Steuerung und die ungelenkten Raketen übernimmt und der Waffenoffizier den Abschuss des Mgs und der lasergelenkten Hellfire Panzerabwehrraketen. Die MEC setzen auf den Mi-28 Havok Kampfhubschrauber, eine fliegende Waffenplattform. Neben dem MG an der Unterseite, trägt er ungelenkte Raketen, lasergelenkte Panzerabwehrraketen und Luft-Luftraketen bei sich. Die Mi-28 wird wie die Super Corpa besetzt und gesteuert.
Um das Schlachtfeld möglichst schnell zu erkunden setzen beide Seiten FAVs, besser bekannt als „Kampfbuggies“ ein. Die MEC nutzen einen umgebauten Jeep mit einem leichten Mg auf dem Beifahrersitz und einer schweren Variante, die von der Rückbank aus im Stehen bedient wird. Beim USMC wird das Wessex-Saker eingesetzt, das dieselbe Waffenkonfiguration wie der umgebaute Jeep der MEC aufweist.
Bei den Panzern setzt das USMC auf den M1A2 Kampfpanzer, der mit seinem 120mm Geschütz für enorme Feuerkraft sorgt. Gegen Infanterie ist im Turm parallel zum Hauptgeschütz ein schweres Mg eingebaut und an der Einstiegsluke ein leichtes Mg angebracht, das manuell separat von einem Soldaten bedient wird. Der T-90 Kampfpanzer ist bei der MEC die erste Wahl, wenn es um schwere Unterstützung geht. Er ist mit einem 125mm Geschütz und derselben Mg-Ausstattung ausgerüstet wie der M1A2.
Um Truppen sicher an die Front zu bringen, benötigt man gepanzerte Truppentransporter. Der BTR-90 ist mit einer 30mm Kanone, Panzerabwehrraketen und zwei Mgs bewaffnet und sorgt für ausreichend Mobilität der MEC Truppen. Die USMC-Version des M6 Bradley, der LAV-25 auf der anderen Seite, ist als Amphibienfahrzeug mit einer 25mm Kanone und einem turmmontierten Mg ist für Landeoperation an schwierigem Gelände hervorragend geeignet.
Nun kommen wir zu den Neuerungen gegenüber den Vorgängern von BF2. Neben den modernen Fahrzeugen und Waffen hat sich die Kriegsführung entscheidend geändert. Der implementierte „Kommandeur-Modus“ erlaubt es einem der Spieler als Oberbefehlshaber die Schlacht zu führen. Dieser kann dann auf einer taktischen Karte kleinen Teams Befehle erteilen und somit Angriffe koordinieren. Verschiedene zusätzliche, moderne Werkzeuge stehen ihm dabei zur Verfügung. Er kann durch einen einfachen Mausklick einen Satellitenscan des Schlachtfeldes durchführen, somit die Position des Gegners aufdecken und dementsprechend seine Strategie planen und umsetzen. Um seine Truppen zu unterstützen kann er ihnen Artillerieunterstützung, Nachschubspakete oder ein UAV (Unmanned Aerial Vehicle) zukommen lassen. Die Nachschubpakete werden per Luft eingeflogen und segeln an einem Fallschirm auf das Schlachtfeld herab. Ein UAV ist eine Spionagedrohne die in einem festgelegten Radius feindliche Einheiten aufdeckt und den Truppen auf dem Schlachtfeld genau mitteilt wo der Feind sich aufhält.
Nicht nur der Kommandeur kann taktisch aktiv sein. Die Spieler auf dem Schlachtfeld können sich in Squads formieren und dann zusammen Befehle ausführen. Der Teamchef eines Squads hat eine direkte Verbindung zum Oberbefehlshaber und kann bei ihm Artillerieunterstützung, UAVs oder Nachschub anfordern. Die gesamte Kommunikation innerhalb des Spiels kann per mitgeliefertem Voice-over-IP (serverabhängig) oder mit dem einfach zu bedienenden Befehlsmenü geregelt werden. Dieses öffnet sich per Tastendruck und nach einer Mausbewegung ertönen Befehle oder Anfragen. Die Felder sind um das Fadenkreuz herum angeordnet, somit direkt im Blickfeld und dadurch effektiv einsetzbar ohne zeitaufwendiges Raussuchen oder unübersichtliches Belegen von Tasten.
Mein Fazit:
Battlefield 2 schlägt unter den FPS eine neue Richtung ein. Durch das taktische, fast schon strategische Element des Kommandeurs wird das Spiel einzigartig und schlägt eine kleine Brücke zum Genre des RTS. Die Grafik ist überzeugend und die schön gestaltete Map in der Demo macht Lust auf mehr. Am Gameplay wurde, außer der neuen Sprintenfunktion meines Erachtens nach nicht viel verändert. Wer also die Vorgänger BF-1942 und BF-Vietnam schon gespielt hat findet beim ESL BF2 Demo Cup die richtige Herausforderung. Für alle anderen gilt: Runterladen und Ausprobieren!
Hier die Daten des Testrechners:
AMD Athlon XP 2500+
512MB RAM
ATI Radeon 9600 256MB RAM 400MHz
Sonstiges: DSL2000 Anschluß
Das Spiel läuft auf mittleren Detailgrad flüssig und der Ping auf deutschen Servern liegt im Bereich von 50 – 80ms