In den vergangenen Wochen sorgte die ESL für viel Aufregung. Allen voran stand sicherlich die Bekanntgabe der EPS Alpen. Die Gründung dieser Pro Series hatte zur Folge, dass das bekannte österreichische Team plan-B nicht mehr in der deutschen EPS spielen darf. So gelten Österreicher konsequenterweise ab sofort als Ausländer in der deutschen EPS. Die Sonderregelung, dass auch österreichische oder schweizerische Teams in der deutschen EPS teilnehmen dürfen, wurde durch die EPS Alpen aufgehoben.
Sieht man also Schweizer und Österreicher genau wie Schweden oder Polen als Ausländer in der EPS Deutschland an, bekommt der Rekordmeister mousesports für die kommende Saison arge Probleme. So befinden sich bei mousesports mit gore und Papst zwei Österreicher im Team, die nur noch nach alter Sachlage spielberechtigt sind. So lautet die Regel 4.5.1.3 der ESL bezüglich der Teilnahmebedingungen an der ESL Pro Series wie folgt:
Pro Team sind 2 Ausländer erlaubt, wobei pro Match 2 Ausländer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz aber nur ein Ausländer außerhalb der 3 Länder spielen darf. Eine Kombination aus einem Spieler aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz und einem außerhalb dieser 3 Länder ist natürlich auch möglich.
Als ausländische Spieler in deutschen Teams gelten Teilnehmer, die nicht in Deutschland wohnen; entsprechend auch bei Teams aus Österreich und der Schweiz.
Aus der Regel kann man entnehmen, dass ein deutsches Team wie mousesports zwei Spieler aus Österreich und der Schweiz spielen lassen darf, jedoch maximal nur einen ausländischen Spieler. Sollten nun durch die Entstehung der EPS Alpen die Österreicher als Ausländer in der EPS Deutschland angesehen werden, wie es ja auch bei plan-B der Fall ist, so dürfte mousesports lediglich mit gore oder Papst spielen, jedoch nicht mit beiden gleichzeitig.
Im Regelwerk der EPS Alpen findet sich ein interessanter Hinweis auf die mögliche, kommende Regelung in der EPS Deutschland. So stehen in Regel 3.1.1. folgende Teilnahmebeschränkungen für die erste Saison:
– jedes 4on4 / 5on5 Team darf in seinen ESL-Account maximal zwei ausländische Spieler aufnehmen, von diesen zwei ausländischen Spielern darf immer nur einer pro Match spielen.
– Zum Bereich Alpen gehört neben Österreich und der Schweiz auch Liechtenstein! Spieler aus diesem Land fallen somit nicht in das Ausländerkontingent.
Da Deutschland nicht unter den Einzugsbereich der EPS Alpen fällt, sind laut Regelwerk deutsche Spieler auch als Ausländer anzusehen. Wenn man nun diese logische Trennung von Alpenbereich und Deutschland auf die deutsche EPS überträgt, hätte dies zur Folge, dass alle Spieler ohne Wohnsitz in Deutschland, selbst wenn sie aus Österreich kommen, als Ausländer anzusehen sind. Das Regelwerk der EPS Alpen bestätigt darüber hinaus, dass die ESL ihrer Linie bezüglich ausländischer Spieler treu bleibt und lediglich einen spielenden Ausländer pro Team duldet.
Es wird deutlich, dass die ESL entweder die erlaubte Anzahl an spielberechtigten Ausländern ändern oder die Sonderregelung für Österreicher in der EPS Deutschland beibehalten müsste, damit mousesports in der kommenden EPS-Saison mit seinem gewohnten Stammteam antreten darf. Dieser Schritt scheint aber unwahrscheinlich, da lediglich mousesports in der EPS von diesem Problem betroffen ist und die ESL bereits bei plan-B bewiesen hat, dass sie ihre Linie konsequent durchzieht.
Folglich bleibt mousesports nichts anderes übrig, als für die kommende Saison entweder einen neuen deutschen Spieler zu verpflichten oder einen der Österreicher nach Deutschland umziehen zu lassen.