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Monopol auf dem Schlachtfeld

Mitreißende Gefechte und realistische Grafik bringt Battlefield 2 als potentieller Multiplayerhit schon mit. Aber selbst ein Spiel mit Potential kann sich nicht ohne Herstellerunterstützung halten. Verantwortlich ist hier Electronic Arts. Zum Einstieg schien EA auch Gutes zu leisten: Ein Rankingsystem, das mit dem battle.net der Blizzardspiele zu vergleichen ist, und Karten, die sich der Spieleranzahl anpassen sind wichtige Elemente neben der realistischen Physikengine und der bombastischen Grafik. Doch wer Schönes darstellen will, muss leiden. Die vor dem Spielstart veröffentlichten Hardwareanforderungen waren für einige Fans eindeutig zu hoch. Nicht viele können sich einen Highend-Rechner holen. Doch dies ist man in der Computerszene schon gewöhnt. Schöne Spiele fordern teure Opfer.

Nein, den größten Schnitzer machte EA bei seinem Rankingsystem. Die Grundidee ist von Americas Army bekannt. Der Spieler spielt online Battlefield 2 und kriegt für seine Aktionen und Siege Punkte angerechnet, die ihn in einem Laddersystem weiterbringen. Ein Ansporn für viele Shooterfans der erste und beste unter dem BF2-Himmel zu sein. Um dieses Ziel zu verwirklichen, möchte man natürlich die besten Reaktionszeiten und auch die besten Pings haben. Also fällt als Deutscher erst einmal die Wahl auf einen deutschen Server.

Doch Überrraschung: EA hat hier ein Abkommen mit der Gameserverfirma K-Play. Wer also nicht auf einem K-Play Server spielt, kann auch keine Punkte im Rankingsystem machen. Das viele Spieler über hohe Preise bei K-Play klagen, ist laut dem Anbieter nicht auf die Monopolstellung zurückzuführen. Man müsse Hardware und Anbindung kalkulieren und man wolle natürlich auch etwas Gewinn machen. Mysteriös ist hier, dass selbst Serverfirmen mit eigenem Rechenzentrum die Preise von K-Play deutlich unterbieten können. Muss man als Battlefield 2 Ranking-Fan nicht nur bei der Hardware zuschlagen, sondern auch beim Server für den eigenen Clan?

Solche Monopolstellungen sind generell nicht erlaubt. Doch die neutrale Zone des Internets wird hier nicht mit einbezogen. Bleibt abzuwarten wie schnell der Gesetzgeber diesmal ist. Fans von Sicherheitskopien haben auch einen Riegel vorgeschoben gekriegt. Ist zu hoffen, dass auch Monopole diesen Riegel zu sehen kriegen.

  1. Rudi #1
    theoretisch müssten andere serverfirmen dort klagen
    dArKc0r3 #2
    Find ich blöd =/ Geldmacherei!
    overkill #3
    was ne scheisse :x ich hatte mir ernsthaft überlegt bf 2 zu spielen, aber ich werd nen scheiss tun und nen k-play server mieten! die dinger sind überteuert :/

    klasse idee, EA :D .. ich als serveranbieter würde da was machen, kann ja wohl nich angehn :/
    bnf #4
    K-Play sind so teuer weil sie einfach die besten Pings liefern.

    Hat schon einen Grund, dass UT2k4 Clans aus ganz Europa nur K-Play Server akzeptieren wenn es um internationale Matches geht.

    "Solche Monopolstellungen sind generell nicht erlaubt."

    So ein Unsinn. Niemand wird am BF2 Spielen gehindert und jeder kann einen Server aufsetzen und anbieten. Eine Klage gegen ein Monopol auf Rankings? Klar, als nächstes verklagen wir Intel dafür, dass sie der einzige Anbieter für Pentium Prozessoren sind.
    bnf #5
    Um das Feature zu nutzen musst du überhaupt nichts bezahlen. Du musst dir ja schließlich keinen eigenen Server kaufen.
    D.Devil #6
    Das ist nicht nur in UT2k4 so, auch in vielen anderen Games ist "K-Play" überragend.
    matrixLe #7
    nein ... die hohen preise kommen nicht von der monopolstellung ... alles klar ...
    dinex #8
    o0...naja, ich denke man kanns wirklich von zwei seiten sehen...zumal ich zugeben muss dass ich von k-play vorher rein garnichts gehört habe :/
    Stedi #9
    LEMON CREW e.V. | matrixLe schrieb am 11.07. - 21:47:

    nein ... die hohen preise kommen nicht von der monopolstellung ... alles klar ...

    die preise sind seit jahren die gleichen... im CS server bereich zahlte man schon seit langem 90 euro für n public... und das hat wohl nichts mit monopol zu tun, in sachen CS hat man ja immer eine andere wahl, aber scheinbar sind diverse deutsche und auch ausländische kunden bereit mehr zu bezahlen, wenn die qualität und auch der support stimmt... und nur weil sie jetzt BF2 ranked server im angebot haben müssen sie ja nicht billiger werden oder?

    Ausserdem ein ebenfalls relativ billiger CS serveranbieter, welcher eine hohe qualität bietet (für ca. 40 euro einen 10 slot private) hat ebenfalls BF2 server im angebot und will für diese ca. 130 euro (sorry, bin zu faul um richtig umzurechnen). Die server stehen in frankfurt, wie viele andere auch und trotzdem 30 euro teurer als die bösen k-play monopolisten...

    clanserver4u: die haben BF2 server noch nicht mal im angebot...

    quado: 79 euro für einen 24 slot BF2 public, sprich 10 euro günstiger als k-play... aber wie ich die qualität von quado kenne würde ich, egal ob ranked oder unranked, k-play bevorzugen...

    pingparadise: 75 euro... aber eben... meine erfahrungen mit PP stehen weiter oben, obwohls ja einen besitzerwechsel gegeben hat...

    was gibts sonst noch für gameserveranbieter? =) bis zu 10 euro differenz mit der gleichen qualität kann man nix sagen von wegen monopol ausnutzen, ab 10 euro muss es qualitativ einen unterschied geben...

    edit:

    der einzige (!!!!) gameserver anbieter in der schweiz, will für einen BF2 server umgerechnet 130 euro... wenn also irgendwas von monopolismus hier aufkommt, dann denkt einfach an die armen schweizer, welche 40% mehr bezahlen müssen für einen gameserver in der schweiz, auf eh keine CWs drauf gespielt werden können, weil die deutschen dort nicht spielen wollen ;)
    Jessy #10
    wer 100¤ für nen 10 slot cs server zahlt ist selber schuld, selbe qualität mit besserem ping gibt es auch für 35¤
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