Gegen 6 Uhr morgens kam Capo im Zimmer an und packte sich nach kurzem Besuch im Bad sofort ins Bett. Rund anderthalb Stunden später stand ich wieder auf, um ihn durch das Duschen wieder zu wecken. Ich bot ihm an, weiter zu pennen, aber Kleinmicha erwies sich als eisern und stand auf.
Auf Seiten von rushed gab es bereits die ersten Verluste. Nachdem die Beiden verpennt hatten, musste Diego ovi im Zimmer zurücklassen. Er kam erst rund eine Stunde später in der Location an. Genau wie gestern erwies er sich auch heute als ein ziemlich verplanter Kerl. Er hat erst am Louvre gemerkt, dass er seinen Mediaausweis vergessen hatte und musste daher wieder zurückfahren.
Etwas später brachte uns ein Russe, ich glaub sein Nick war Polosatiy, ein russisches eSport-Magazin. Es war die erste Ausgabe und obwohl wir am „Pro Press Table“ abgesehen von LeXx kein Wort verstanden, war das Magazin sehr interessant. So führte man die Spieler in die wichtigsten eSport-Spiele ein, zeigte ein paar Grundtaktiken, interviewte einige bekannte Gesichter und zeigte ein paar interessante Mädels, wobei mir nicht richtig klar wurde, dass die drin zu suchen hatten. Laut Aussagen des Russens rechnen sie mit 10000 bis 15000 verkauften Ausgaben in diesem Monat.
Gegen Mittag traf ich bei einer Rundtour SK|wHimp, der kurz zuvor mit seinem Team das Halbfinale erreicht hatte. Er erklärte sich zu seinem ausführlich Interview bereit, dass wir außerhalb der Location in der Vorhalle führten. Es war wieder ein Gespräch gewesen, das mich selbst sehr interessierte, zumal ich glaube, darin eine interessante Geschichte gefunden zu haben. Mein Gespür erwies sich auch als richtig, denn am Nachmittag schlug SK Gaming auch mousesports und gelangte somit sehr überraschend in das Finale.
Im Pressebereich war es wieder marauDEr gewesen, der für Unterhaltung sorgte. So entwarf er ein ganz besonderes Schild, um unseren „Pro Press Table“ besser zu kennzeichnen. Man muss sagen, dass ihm das nicht schlecht gelungen ist. Das Schild sorgte auch für einige Aufregung im Pressebereich. So wurden von dem Schild rund zehn Fotos gemacht. Anschließend machte Diego noch ein Interview mit marauDEr, das ich jedem wärmstens empfehlen kann, da er dort ausführlich über Female-Gaming philosophiert.
Als nächstes tauchte eckomonster im Pressebereich auf, der mittlerweile für das Marketing bei Four Kings zuständig ist. Er erzählte mir, dass im Wesentlichen eine Agentur bei Four Kings für die Sponsoren und Finanzen sorgt und das es wohl im CS-Team bald leider einige Veränderungen geben wird. Wie das genau aussehen würde, konnte er aber noch nicht sagen.
Bevor wir zum Abendessen die Location kurz verließen, sorgte marauDEr wiederholt für Action. So kontaktierte er ein Mädel aus Argentinien über MSN, um sie vor der Webcam strippen zu lassen. Sie sah nicht unbedingt schlecht aus, war aber auch nicht der Megabringer. Jedenfalls bekam unser „Italien-Stallion“ sie dazu, die Webcam anzuschalten, jedoch weigerte sie sich strikt, ihr Top auszuziehen oder die Kamera zu küssen. Ein wenig verlor dabei marauDEr an Glanz, aber wirklich nur ein wenig.
Am Abend versuchte der „Pro Press Table“ noch ein internes Duell im eSport durchzuführen. Zuerst gingen wir dazu in den leeren WC3-Bereich, um dort die Mäuse und Tastaturen zu grabschen, sie anzuschließen und die Computer wieder hochzufahren. Das Ganze war eigentlich eine ziemlich dreiste Aktion, aber am Samstagabend um 21 Uhr sahen wir den ESWC weitaus lockerer. Leider gab es immer wieder einen Critical Error bei UT2004 und Quake 3, wenn wir einen Server aufmachen wollten.
Also gingen wir in wieder zurück in den Pressebereich, um dort zu spielen. Gerade in dem Moment, wo unserer UT2004 Team-Deathmatch beginnen konnte, sprachen uns die Admins an, dass wir nicht hier spielen dürften. Es war ein wenig lächerlich, weil wir niemanden störten und viele Leute tagsüber bereits schon spielten. Also gingen wir wieder in den Spielerbereich, um dort mit Hilfe eines Dedicated-Servers noch einmal einen Versuch zu starten. Wir wurden dort relativ schnell von dem Chef von Medion (einer der Sponsoren des ESWCs) angesprochen und aus dem Spielerbereich ein wenig ruppig wieder rausgeschmissen.
Wir schauten uns dann noch das Quake3-Finale auf der Hauptbühne an, welches Cooller für sich entscheiden konnte. Man merkte deutlich, wie das Publikum seinen Teil zum Sieg des Russen beitrug, da es ihn mehr favorisierte als den Amerikaner czm. Gegen 23 Uhr ging es zurück zum Hotel, wo Diego und ich blieben, während Capo und ovi mit den Gamersnet-Leuten noch ins Restaurant und anschließend in die Disco gingen.