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GIGA Allstars: Im Zweifel gegen den Angeklagten

Ein wenig Verwunderung trat schon auf, als man pro-Gaming weder in der Gesetztenliste noch in der Qualifikationsrunde für die GIGA Allstars wiederfand. Der erste Verdacht für den Grund war schnell gefasst: pro-Gaming wurde nicht eingeladen aufgrund des umstrittenen Rufes. Aber kann es sein, dass eine mehr oder weniger professionelle Liga wirklich ein Team wegen der Unklarheiten über das wahre Können der Spieler missachtet? Wird nach unserem Gerechtigkeits- verständis im Zweifel nicht immer für den Angeklagten entschieden?

Scheinbar nicht. In einem Interview mit rushed erklärte der Leiter der Allstarliga, Sput, dass man sich gegen die Einladung von pro-Gaming entschied, weil das Team derzeit umstritten ist und dessen Teilnahme am Turnier wahrscheinlich nur schädlich sein würde. So befürchtet man wohl die Verweigerung einiger qualifizierter Teams, gegen pro-Gaming anzutreten. Jedoch betont Sput, dass sich pro-Gaming mittels der 5on5-Ladder in ein weiteres Qualifikationsturnier für die Liga reinspielen kann. Um seine Aussagen etwas überspitzt deutlicher zu machen: „Wir wollen pro-Gaming nicht in unserer Liga, weil wir Angst davor haben, dass sich die anderen weigern, gegen das Team zu spielen. Wir können leider pro-Gaming nicht vollständig ausschließen, deshalb lassen wir ihnen eine Hintertür offen, obwohl wir sie eigentlich gar nicht in unserer Liga wollen.“

Zur Verteidigung Sputs muss man sagen, dass eine Boykottierung pro-Gamings durchaus realistisch ist. Schon seit rund ein, zwei Wochen kursieren Gerüchte über einen möglichen Zusammenschluss verschiedener EPS-Teams, jegliche Spiele gegen pro-Gaming im Internet abzulehnen. Bislang ist es bei unbestätigten Gerüchten geblieben, die Gefahr besteht bei dem zunehmenden Ärger der Teams jedoch sicherlich, gerade bei einer Liga, die sich erst in der Szene etablieren muss.

Dennoch bringt sich GIGA dadurch in eine schwierige Lage. Nicht umsonst vermeidet die ESL jegliche Diskussionen mit den EPS-Teams über pro-Gaming auf Basis von Gerüchten oder Einschätzungen der Spieler, vor allem in der Öffentlichkeit. Der Grund dafür ist einfach aber bedeutend. Wenn die ESL sich von den Teams beeinflussen lässt, wie man mit pro-Gaming umgeht, verliert die Ligaleitung eine gute Portion ihrer Autorität. Die Spitzenteams haben nun bemerkt, dass sie die Administration der GIGA Allstars beeinflussen können und das schadet unweigerlich dem Ansehen. Eine Liga kann nicht professionell sein, wenn nicht die Liga selbst, sondern die Teilnehmer die Rahmenbedingungen bestimmen.

Es obliegt natürlich der Leitung einer Liga, welche Teams man einladen möchte oder nicht. Aber die Art, wie man mit dem Problemkind pro-Gaming und den indirekten Drohungen der Spitzenteams versucht umzugehen, zeugt nur von Hilflosigkeit und fehlender Souveränität.

  1. Fabs #1
    Schön geschrieben :D
    D.Devil #2
    Naja, guter Artikel, stimmt schon irgendwie... ich finde die Entscheidung aber gerechtfertigt.

    Denn -unberüchsichtigt, ob pG wirklich unsauber ist oder nicht-, sie sorgen in der Tat für sehr große Diskussionen. Ein Ausschluß von ihnen ist nur eine Folge der vielen Statements, die durch das Internet kursieren. Es wäre ebenso schlecht, das alles zu ignorieren und pG wie jedes andere Team zu behandeln.

    Und auch hier schreibe ich es nochmal: pro-Gaming, bitte tut etwas! Sonst bringen euch noch soviele EPS-Titel nichts.
    #3
    Ich finde nicht das sich GIGA da beeinflussen läßt. Sie müssen halt Dinge auch vor Zuschauern und Partnern rechtfertigen können. Da möchte ich nur mal das hier von Sputnick zitieren:

    "Das AllStars Turnier sehr gutes Material für die eSports TV Show und dadurch auch einfach interessant für die Teams und deren Sponsoren - nirgend wo sonst gibt es ein so großes Publikum zu erreichen. Jede Woche haben 2 der Teams bei uns die Möglichkeit ihre Sponsoren gratis der Öffentlichkeit zu präsentieren und Fans zu sammeln. ... Die ESL hat da mit der EPS hat da sicher andere Ziele,..."

    Ich kann den Ausschluss ehrlich gesagt gut verstehen.
    Nasty_1364 #4
    schöner Artikel :D
    a-L Janosch #5
    wenn das verhalten von giga nicht professionell ist, was ist dann das verhalten von pG, wenn sie wirklich cheaten?!...find das geht ok...und ausserdem haben sie ja ne qualifikationschance...
    fortangebannt #6
    unprofessionell, sich auf grund von gerüchten und indizien auf so etwas ein zulassen!
    BlindGuardian #7
    Aber die Art, wie man mit dem Problemkind pro-Gaming und den indirekten Drohungen der Spitzenteams versucht umzugehen, zeugt nur von Hilflosigkeit und fehlender Souveränität.

    Das gilt auch für so manche eSports-Seite und die Community. Das die ESL öffentlich nichts dazu sagt, stimmt auch nicht. Hi @ Moderatoren auf dem iFNG in München :)

    Giga bringt sich überhaupt nicht in eine schwierige Lage. pG ist in einem Einladungsturnier nicht eingeladen. Gut ist. Das kommt in ähnlich gelagerten Fällen in allen Sportarten vor.
    ZorroB_1737 #8
    "Das Problem der ESL"

    www.readmore.de/index.p...s&id=617&page=1

    rudi, stamm das etwa doch nicht von dir?

    oder fragen wir so: "warum haben schlangen eine gespaltene zunge?"
    Rudi #9
    "Das Problem der ESL" wäre nicht damit gelöst, dass die pro-Gaming ausschließen würden, wie es die GIGA-Liga indirekt tut. Wer aufmerksam liest, wird dies auch aus dieser Meinung entnehmen. Vielmehr geht es darum, dass man einen Weg findet, mit diesem "Problem" angemessen und professionell umzugehen, wozu auch mögliche Vorschläge gegeben worden sind. Dass man aufgrund von Gerüchten ein Team die Qualifikation erschwert, damit es vielleicht nicht in die eigene Liga kommt und somit ein vermeintlicher Aufstand anderer Teams vermieden wird, auf die man scheinbar angewiesen ist, gehört sicherlich nicht zu dieser Kategorie.
    chokan #10
    naja, was solln sie sonst machen???

    pG spielen lassen, ihnen lauter Defwins schenken, weil die anderen nicht gg sie

    spielen wollen? GIGA kann sich nicht leisten, die Sympathie von großen Clans wie

    OCRANA, mTw oder mouz zu verlieren
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