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SteelSecurity: Der nächste Schritt?

Seit Jahr und Tag muss sich der Benutzer der Oberfläche des Computers, der Software und den Webseiten anpassen. Es wird langsam mal Zeit, dass diese Dinge sich uns, dem Benutzer, anpassen.

So oder so ähnlich schloss ein Professor vor einer Weile eine Vorlesung in Sachen Onlinejournalismus. Irgendwie ist diese Aussage sehr interessant. Vor allem, weil kurze Zeit später mit SteelSecurity das erste Antivirus- und Firewall-Paket für Gamer angekündigt wurde. Auch wenn viele Menschen in der Community dem Mauspad-Hersteller nicht unbedingt die Sicherheit ihres Rechners zutrauen, ist es wohl ein Programm, welches man im Auge behalten sollte. Die Basis kommt aus dem Hause BullGuard und ist damit ein Rundum-Schutzprogramm, welches sich wohl schon über eine gewisse Zeit weiterentwickelt und bewährt hat. Grund genug an der Beta-Phase teilzunehmen und das Programm einem vorgezogenen Test zu unterziehen.

Die Idee:
SteelSeries schlagen hier in eine Marktlücke. Von Monitoren über Peripherie bis hin zu Mauspads und anderen Spielereien gibt es mittlerweile einen großen Markt für Gamer. Doch Software für den Gamer mit Spendierhosen gab es bisher noch nicht. Da jeder Spieler spätestens dann um die Sicherheit seines Rechners besorgt ist, wenn das erste Mal eine Virus-Attacke diesen lahm gelegt hat, greift man nun genau diesen Markt an. Antivirus-Programm und Firewall sind hier die Normalausstattung um den Computer vor feindlichen Angriffen zu schützen, welche SteelSecurity ebenfalls enthält. Doch warum sollte man Geld für etwas bezahlen, was man entweder schon erworben hat oder kostenlos bekommen kann?

Die Umsetzung:
Auf den ersten Blick erkennt man sofort die eingeschlagene Richtung des Programms. Erster Unterpunkt nach der Übersicht über die Aktualität der Version, vorgeschlagene Scans und Stand der einzelnen Komponenten ist das GamePlugin. Dieses Herzstück von SteelSecurity gibt dem ganzen seine Daseinsberechtigung. Diese Schaltzentrale regelt die Scans, Firewall und die allgemeinen Programmfunktionen je nach dem, ob man grade in Windows ist oder ein beliebiges Spiel gestartet hat. In der Beta-Version ist hierbei lediglich Counter-Strike als Profil vordefiniert. Dieses Profil passt nach dem Start von CS die Antivirus-Komponente so an, dass keine Updates geladen werden und keine Meldungen angezeigt werden. Zusätzlich reduziert sich die Speicherbelastung durch SteelSecurity immens (im Falle meines Tests von 50 auf ca. 1,5MB). In der Vollversion, welche im 3. Quartal erwartet wird, sollen alle gängigen eSport-Titel vordefiniert sein und somit jedem Spieler ohne große Einstellungen vollen Spielspaß bei optimalem Schutz bieten.

Zusätzlich ist auch die Firewall mit Spiel-spezifischen Regeln zu versehen. So kann man beispielsweise für Warcraft III den entsprechenden Port zum Hosten von Spielen freigeben, der dann allerdings außerhalb vom Spiel keine Gefahr darstellt, weil er jeweils nur beim Öffnen des Programms freigegeben wird. Dieses Feature wird wohl in der endgültigen Fassung ebenfalls für alle gängigen Titel vordefiniert sein. Allerdings ist es auch möglich, diese Funktion für andere Programme einzustellen. So kann man auch beim Start von FTP-Programmen oder ähnlichen Dingen, die eben bestimmte Ports benötigen, diese öffnen lassen. Somit eröffnet sich nicht nur der Nutzen für Otto Normalspieler.

Lediglich das Taskleisten-Icon könnte noch je nach Status verändert werden, damit man ohne Öffnen des Programms sieht, in welchem Status man sich gerade befindet. Wenn der Gaming-Mode mal nicht will oder man auch nach dem Spielen weiterhin in diesem bleibt, könnte das ungewollte Konsequenzen haben.

Die „weiteren“ Funktionen:
Sowohl die Antivirus- als auch die Firewall-Funktionen überraschen nicht in ihrem Auftreten. Über die Schutzeinstellungen, die Scan-Optionen und die Quarantäne beim AV und die Übersicht, die Regeln und generellen Einstellungen bei der FW sind die Möglichkeiten im von anderen Programmen gewohnten Stil gehalten. Andere gängige Funktionen, wie E-Mail und direktes Scannen von Dateien und Ordnern sind ebenfalls enthalten und ermöglichen so einen relativ schmerzfreies Umsteigen von anderen Programmen. Die Effektivität der Funktionen lies sich im Test direkt dadurch sehen, dass fünf Viren gefunden wurden, die der Vorgänger, ein kostenloses Tool, nicht groß beachtet hat. Auch wenn es nur ein kleiner Teil ist, zeigt sich eben doch, dass hier mehr auf die Sicherheit geachtet wird, da der User eben auch für sein Geld etwas bekommen soll.

Die Backup Funktion war in der Beta noch nicht verfügbar. Allerdings lässt das Angebot von einem Gigabyte kostenlosem Speicher für Demos, Configs oder andere Dinge, welche von überall via Login verfügbar gemacht werden, das Paket schon eine Überlegung wert werden. Dieser soll dann zusätzlich auf bis zu 5 Gigabyte erweiterbar sein. Bei BullGuard wäre dafür allerdings direkt wieder ein neues Abo fällig, welches sich momentan auf drei Preiskategorien aufteilt.

Das Fazit:
Alles in allem erscheint das Programm sehr solide. Die Antivirus-Komponente zeigt sich im Test eindeutig effektiver, als vergleichbare Freeware. Bei der Firewall kann vor allem die Onlinedatenbank überzeugen. So werden nach der Beta-Phase wohl alle Programme, die die Zielgruppe verwendet, bekannt sein und keine Probleme hervorrufen. Allerdings zeigt sich im momentanen Status der Entwicklung doch noch die ein oder andere Macke. Vor allem die Verzögerung bei Programmstarts, die wohl durch den Scan der jeweiligen Dateien verursacht wird, ist momentan wirklich ein größeres Manko. Die geplanten Verbesserungen an der Stabilität und Stromlinienförmigkeit des Programms stehen momentan noch im Fokus der Entwickler. Bis zur Veröffentlichung im dritten Quartal 2006 sollte wohl noch genug Zeit sein, diese Fehler zu beheben. Somit kann man ein sehr rundes Programm für jeden Gamer erwarten.

Ein großes Fragezeichen steht noch hinter den Kaufmodalitäten. Wenn SteelSecurity im Rahmen von BullGuard’s Software bleibt, wird sich der User wohl mit Preisen von 60 bis 160 Euro (für 1 – 3 Gigabyte Backup-Speicher) arrangieren müssen. Mit 60 Tagen Testzeit lässt sich bestimmt aber der ein oder andere auch noch von den Qualitäten überzeugen oder zumindest in die Gewohnheit locken, dass man nach dieser Zeit nicht mehr auf ein anderes Programm umsteigen will.

Für einen ersten Schritt auf dem Weg zu sich anpassenden Programmen ist SteelSecurity wohl eher nur ein kleiner. Doch es ist vielleicht auch eben der wichtige erste Schritt, der anderen Firmen zeigt, mit was für Funktionen sich eine zumindest von der Software-Front bisher noch nicht angesprochene Zielgruppe einfangen lässt. In diesem Bereich ist sicher noch einiges möglich.

  1. pin #1
    avast! ftw =)
    #2
    interessant
    micky #3
    schöner artikel, über den sinn des programms darf freilich diskutiert werden, aber was mich mal interessieren würde: kann man z.b. die firewall komplett ausschalten? die brauch ich echt überhaupt nich...
    Soodi #4
    Klar. Geht natürlich

    Siehe FW Screenshot: "Turn it OFF" :)
    #5
    ahjo... da gibt es wahrlich bessere programme/dinge. bullguard gehört nicht wirklich zu der elite bei diesen programmen.

    router (firewall) und kaspersky (antivirus) = perfekter schutz.
    Zecco #6
    Knecht schrieb am 25.06. - 14:44:

    ahjo... da gibt es wahrlich bessere programme/dinge. bullguard gehört nicht wirklich zu der elite bei diesen programmen.

    router (firewall) und kaspersky (antivirus) = perfekter schutz.

    Nein, der perfekte Schutz ist brain 1.1+

    und das besitzen die Wenigsten =]
    saiNt_4415 #7
    pin schrieb am 25.06. - 14:31:

    avast! ftw =)
    florian #8
    ich bin gespannt, wie das programm ankommt.

    was mich aber noch interessiert ist, ob ihr den artikel angeboten bekommen habt oder selber die initiative ergriffen habt ?
    matrixLe #9
    also die router firewall reicht meistens nicht aus :) da braucht man schon noch was zusätzliches
    blackice #10
    LEMON CREW e.V. | matrixLe schrieb am 25.06. - 14:49:

    also die router firewall reicht meistens nicht aus :) da braucht man schon noch was zusätzliches

    dann kannst du definitiv nicht mit einer router firewall umgehen, wenn du noch ne software firewall brauchst.
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