Games Convention als „Spiegel“ der Branche
Als ein Spiegel der Branche kann man für Deutschland sicher die Games Convention nennen. Inzwischen ist sie Europas größte Computerspiele-Messe und lockt von Jahr zu Jahr mehr Besucher, Aussteller und auch Pressevertreter nach Leipzig. Startete man im Jahr 2002 mit 80.000 Besuchern, so besuchten im fünften Jahr der Messe inzwischen 183.000 Gaming-Interessierte die viertägige Ausstellung. Zum Vergleich: die CeBIT 2006 hatte mit 450.000 Besuchern in sieben Tagen als größte IT-Messe der Welt gerade etwas mehr als doppelt so viele Besucher. Die Games Convention vereint Fachmesse und Konsumentenshow und wird bei vielen Branchen-Kennern schon als E3-Nachfolger bezeichnet. Die US-Messe Electronic Entertainment Expo (E3) galt bisher als der größte Konkurrent für die Games Convention. Die E3 richtet sich jedoch in erster Linie nur an Fachbesucher. Nach einem massiven Rückgang der Besucherzahlen überdachte man zwar das Konzept der E3, wollte sich jedoch trotzdem nicht für das allgemeine Publikum öffnen. Statt dessen dürfen Besucher aus den Bereichen Handel und Presse nur auf Einladung der Aussteller die Messe besuchen, aufwändige und laute Messestände, „Messebabes“ und Parties wird es nicht mehr geben. In einem Interview auf gamesmarkt.de gab Marc Rein, Vice President bei Epic Games, an, dass die Games Convention die besten Chancen habe, internationale Leitmesse für die Unterhaltungssoftwarebranche zu werden.eSport auf der Games Convention
Der elektronische Sport war auf der Games Convention mehr als deutlich vertreten. So war GIGA beispielsweise offizieller Medienpartner und stellte den größten Stand auf der Messe. Fast zehn Stunden täglich berichtete der Sender live aus Leipzig. Firmen wie die ESL, Freaks4U und der Deutsche eSport Bund präsentierten sich auf der Messe, aber auch wichtige nationale und internationale eSport-Ligen nutzten die Games Convention als Austragungsort für ihre Final-Spiele. Durch die NGL one und das Finale der Europameisterschaft (ENC) waren auch viele international bekannte eSportler vor Ort. Vielen Fans war das Zusehen bei den Wettkämpfen nicht genug, sie nutzten die Nähe der Spieler um Autogramme ihrer Stars zu bekommen.Trendsport eSport
Das Branchen-Wachstum und immer mehr Gaming-Begeisterte helfen dem eSport in Deutschland. Aber auch wenn Firmen wie AOL oder Intel über ein Sponsoring den sportlichen Wettkampf in der Spielebranche unterstützen, die Presse darüber berichtet und manch einer sogar inzwischen durch eSport seinen Lebensunterhalt verdient: eSport ist gegenwärtig bestenfalls eine Trendsportart und wird dies wahrscheinlich auch lange Zeit bleiben. Die Hauptsache ist schließlich, es macht Spaß.
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