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Interview mit manomax von BetPlayer

Zusammen mit seinem Partner Eugen ‚Brat[WuRsT]‘ Ederle realisierte Roman ‚manomax‘ Zoch seit letztem Jahr BetPlayer und gründete eine Firma. Dort kann man in den gebräuchlichen eSport-Disziplinen Duelle erstellen und Geld setzen. Um dieses und das des Gegner wird anschließend gespielt. Im August dieses Jahres schaffte das Projekt den Sprung in den offenen Betatest. Vor kurzem startete BetPlayer nun offiziell.

readmore.de: Wie entstand die Idee von BetPlayer, von welchen anderen Projekten habt ihr euch beeinflussen lassen?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Bereits 1999, als ich anfing BroodWar online zu spielen, suchte ich nach einer Möglichkeit, an Online-Turnieren mit Gewinnmöglichkeit teilzunehmen. Doch zum damaligen Zeitpunkt gab es dazu keine Möglichkeit im Internet.
Zunächst blieb es bei dem Gedanken, Turniere mit Gewinnmöglichkeit zu veranstalten. Bis ich 2004 Eugen, meinen jetzigen Partner, kennenlernte. Er hatte eine ähnliche Idee gehabt: Es sollte aber keine übliche Form von Turnieren mit Preisgeld werden, sondern ein Angebot für jedermann – egal ob gut oder schlecht – um Geld zu fighten. Eugen nannte das Geld-Duelle.
Seitdem begannen wir, in diese Richtung zu arbeiten. Bei der Entwicklung haben wir uns nicht direkt von anderen Portalen beeinflussen lassen. Sicherlich orientierten wir uns aber an verschiedenen Mitbewerbern, besonders an Systemen, die ähnliche Dienstleistungen im Bereich „Flash Games“ anbieten.

readmore.de: Ist der Markt mit Angeboten wie FragBet oder SharkWaters nicht bereits gesättigt?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Sicherlich nicht. Der Markt, von dem wir sprechen, umfasste im Jahr 2003 alleine in Deutschland mehr als 1,5 Mio. aktive eSportler. Heute dürfte die Zahl mindestens dreimal so hoch sein. Daher sprechen wir hier von einem riesigen Markt mit stetigem Wachstum.

readmore.de: Wie waren die bisherigen Reaktionen der Community, nachdem ihr im August 2006 das Projekt online gestellt habt?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Die Reaktionen sind – wie immer bei neuen Produkten – gemischt. Wir sind aber sehr zufrieden, da ca. 50 Prozent der eSportler positiv auf das Angebot reagierten. Die andere Hälfte hat noch Bedenken, was jedoch bei einer neuen Dienstleistung und einem jungen Unternehmen ganz normal ist. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, einerseits die bereits angemeldeten eSportler zu begeistern und andererseits das Vertrauen der heutigen Bedenkenträger zu gewinnen. Beides sind Prozesse, die einige Zeit in Anspruch nehmen.

readmore.de: Wettportale wie BetOG, welche eSportwetten auf Topbegegnungen anbieten, werden kaum genutzt. Denkt ihr, euer System reizt die User mehr?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Die Zahlen von BetOG kenne ich nicht – daher kann ich keine Aussage zum Erfolg der Dienstleistung treffen. Wir bieten mit BetPlayer eine völlig andere Dienstleistung an, die nicht dazu animiert, auf Top-Spieler zu setzen, sondern auf sich selbst. Das heißt, auf unserem Portal kann jeder Spieler – egal wie gut er ist – um Geld zocken. Die Gegner kann er sich natürlich selbst auswählen. Es können Bekannte, Verbündete, Clanmitglieder oder auch unbekannte Spieler sein. Wir denken, dass BetPlayer deswegen die User zum Spielen anreizt, weil sie ihren Erfolg durch ihren Skill und ihre Erfahrung beeinflussen können. Ihr Gewinn hängt nicht vom Zufall oder Glück ab, sondern ganz alleine von der Geschicklichkeit. Durch einen kleinen Einsatz kann beispielsweise ein Warcraft-Match viel spannender werden, weil man nicht um Ruhm und Ehre spielt, sondern um „etwas Greifbares“. Diese Möglichkeit war bisher nur den Profis vorbehalten – dank BetPlayer kann jeder um „etwas Greifbares“ spielen.

readmore.de: Mit mymTw habt ihr einen bekannten Partner in der eSport-Szene gefunden. Warum gerade mymTw und was erhofft ihr euch von dieser Zusammenarbeit?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Zunächst freuen wir uns sehr über die frische Kooperation mit einer der erfolgreichsten Gaming-Communities im deutschsprachigen Internet. Gerade von dieser Zusammenarbeit erhoffen wir uns die Steigerung des Bekanntheitsgrades und damit in Verbindung stehend den Gewinn neuer User und Community-Mitglieder. Außerdem kooperieren wir u.a. mit ingame.de und Ihrhove-eSport. Natürlich ist man immer auf der Suche nach weiteren interessanten Partnern.

readmore.de: Gab es Versuche mit etablierten Ligen, wie der ESL, zusammenzuarbeiten?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Wir stehen in Kontakt mit der ESL – bisher jedoch ist noch keine konkrete Zusammenarbeit in Planung.

readmore.de: Womit erzielt ihr euren Gewinn bei diesem Portal oder handelt es sich um ein Non-Profit-Projekt?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Wie die Mehrheit der Clans und Ligen im eSport, sind auch wir ein wirtschaftliches Unternehmen. Dabei finanziert sich BetPlayer nicht durch Platzierung von Werbebannern, sondern durch eine Provision auf die getätigten Spieleinsätze. Diese Einnahmen werden für die Verwaltung, Programmierung, Pflege und Bereitstellung der Technik verwendet.

readmore.de: Muss der Gewinn, den man sich als User erspielt, versteuert werden bzw. werden von BetPlayer bestimmte Abzüge einbehalten?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Nein, vom Gewinn werden keine Steuern und Abzüge einbehalten. Alles, was sich der Spieler erspielt, gehört ihm!

readmore.de: Als Mindestalter sind 18 Jahre vorgeschrieben. Wie könnt ihr garantieren, dass auch wirklich jeder User so alt ist und ob hinter dem Benutzernamen auch wirklich die jeweilige Person und kein Fakeaccount steht?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Jeder BetPlayer hat mit der Registrierung unsere AGB akzeptiert. Daraus geht hervor, dass BetPlayer.net sich das Recht auf die Durchführung eines Altersverifikationsverfahrens vorbehält. Somit ist BetPlayer.net jederzeit berechtigt, bei unrichtigen Angaben den Benutzer von der Teilnahme am Angebot auszuschließen und die Auszahlung eines Gewinns bzw. des Kontoguthabens zu verweigern. Das wird sicherlich davor bewahren, falsche Angaben zu tätigen. Mit anderen Worten: Wir sind dazu verpflichtet, die User zu überprüfen und das machen wir auch.

readmore.de: Selbst in anderen Ligen, in denen es nur um Ruhm und Ehre geht, wird viel gecheatet. Was bietet ihr euern Usern um sie vor solchen Betrug zu schützen?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Zunächst sollte erwähnt werden, dass im Gegensatz zu anderen Ligen die Teilnehmer bei uns ihre persönlichen Daten hinterlassen müssen. Durch geeignete Verifikationsmaßnahmen werden diese Daten überprüft.
Sollte es dennoch zu einem begründeten Protestfall mit Hacking-Verdacht kommen, wird diese Angelegenheit durch unser erfahrenes Administratoren-Team untersucht und über den Fall entschieden. Im Falle der Uneinigkeit wird das betroffene Duell storniert, so dass jeder seinen Einsatz zurückbekommt.
Grundsätzlich gilt: „Jegliche Form des Betrügens auf dem BetPlayer.net-Portal ist absolut verboten. Im Falle des Missbrauchs oder Betruges durch den Benutzer kann BetPlayer.net dessen Teilnahmemöglichkeit beschränken, Accounts auflösen, den Zugang sperren, gewonnene Geldbeträge einbehalten und für den entstandenen Aufwand eine Entschädigung verlangen.“ Außerdem kann die Firma BetPlayer rechtliche Schritte gegen die Betrüger einleiten.
Darüber hinaus sollten die User unser Bewertungssystem nutzen und ihre Gegner nach jedem Duell beurteilen. Damit wird eine Transparenz ähnlich wie bei eBay geschaffen, so dass jeder Spieler vor dem Duell schon weiß, mit wem er zu tun hat. Wir können zwar die Cheater nicht ausschließen, sie werden aber rasch entlarvt und bestraft.

readmore.de: Zusammen mit einer Testperson konnte ich mich ohne Probleme mit teils erfundenen Daten anmelden, auch ein frei erfundener Gameaccount stellte kein Hindernis dar. Ein anschließendes Testspiel wurde durch Screenhots aus dem Internet bestätigt und das Spiel wurde abgeschlossen. Wann greifen die Sicherheitsmechanismen ein, wenn nicht an dieser Stelle?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Sie haben bisher nur über kritische Punkte gesprochen. Man sollte aber nicht vergessen, dass dieses Portal entwickelt wurde um den Unterhaltungsgrad und Nervenkitzel beim Spielen zu steigern. Ehrlichen Spielern geben wir die Möglichkeit, echtes Geld zu erspielen. Spieler, die sich unter falschem Namen anmelden und unser Portal missbrauchen, werden wir aufspüren und mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zur Rechenschaft ziehen, wie es in unseren Geschäftsbedingungen festgehalten ist.

readmore.de: Welche Ziele habt ihr mit diesem Projekt, was für eine Kapazität wollt ihr erreichen?

Roman ‚manomax‚ Zoch: Unser Ziel ist es, BetPlayer auf dem Markt zu etablieren und eine aktive Community aufzubauen. Wir möchten den Spielspaß, den Unterhaltungswert, den Nervenkitzel der Spieler steigern und gleichzeitig eine Gelegenheit bieten, echtes Geld zu gewinnen. Dabei geht es ja nicht nur um den Gewinn, der sich aus dem Einsatz der beiden Spieler ergibt, sondern auch jede Woche um Jackpots und Geldgewinne bei Sonderaktionen. Die eSportler sollten an BetPlayer denken, wenn es um Duelle und Turniere mit Gewinnmöglichkeit geht.

readmore.de: Vielen Dank für das Interview.

Links

  1. sL1De #1
    schönes interview
    buffy #2
    Interview mit manomax von BetPlayer 16.11. - 18:46

    krafti nach 2 Minuten hast du also den kompletten Text gelesen und dir eine Meinung gebildet? ich könnt dich jetzt nerd nennen aber ich lass es ;)
    xpl #3
    nerd
    meru890 #4
    Er hat die Gabe, Texte in extrem kurzer Zeit zu überfliegen und sich dann ein Urteil darüber zu bilden, was er mit "son scheis" anschliessend der Community mitteilt. :P

    Gutes Interview, vor allem die Frage mit dem Fakeaccount.
    lg #5
    seit wann muss man gewinn nicht versteuern? na wenn das das finanzamt hört... gibt sicherlich cracks, die sich da 1000er erspielen, wenn das erstma gut angelaufen is Oo

    und die statsfaker werden kommen und bestrafen kann man die ja nicht, ohne beweise...
    s v N #6
    "Sollte es dennoch zu einem begründeten Protestfall mit Hacking-Verdacht kommen, wird diese Angelegenheit durch unser erfahrenes Administratoren-Team untersucht und über den Fall entschieden"

    so erfahren wie das admin-team der ESL oder wie ?! ... lol

    hoert sich aber trotzdem ganz spannend an
    Kia #7
    ich finds gut
    steph #8
    wie lange brauchst du denn um den text zu lesen ? Oo
    j0nnZ #9
    Gute Grundidee, aber im eSport kaum umzusetzen.

    Also ich würde da kein Geld für riskieren.
    spookY #10
    schade das er auf die vorletzte frage so ausweichend geantwortet hat, bzw. ihr/du net nochn bisschen weiter gebohrt habt. aber an sonsten gutes/informatives iview und an sich auch ne gute idee, die hinter dem konzept steht..
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