eGames? Was bitte ist eGames?
Dass die Zahl der Online-Gamer wächst, belegen viele Studien und Branchenberichte. Aber ob diese „Onliner“ auch ein Heft kaufen würden um über ihr liebstes Hobby auf der Couch, dem Klo oder im Bus zu lesen – das kann man sicher erst in einigen Monaten sagen. Fakt ist: Ein gedrucktes Magazin ist nun auf dem Markt, richtet sich gezielt an Online-Gamer und stellt gleichzeitig auch den eSport als ein großes Thema in den Vordergrund. Als ein gedrucktes Medium hat es gegenüber den Online-Medien alleine aus dem eSport auf den ersten Blick zwar Nachteile, aber bei genauerem Hinsehen auch viele Vorteile.
Seit fast einem Monat ist das Magazin eGames auf dem Markt, morgen erscheint schon die zweite Ausgabe. Eine Werbekampagne vor dem ersten Verkaufstag hat bereits online und mit Printanzeigen auf die Zeitschrift aufmerksam gemacht. Sogar ein TV-Spot wurde produziert um auf Sendern wie Pro7 zukünftige Leser zu erreichen.
eGames richtet sich speziell an die große Anzahl von Online-Gamern und setzt den inhaltlichen Fokus auf Spieler aus den Bereichen eSport sowie Online- und Multiplayer-Spielen. Das Magazin umfasst 116 Seiten und startet mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren. Ein eigenes eGames-ABC gibt Werbekunden und Gaming-Anfängern einen kurzen und knappen Einstieg in die Welt von Online-Gamern, eSportlern und Co.
eGames ist mit einem Preis von 3,90 Euro für ein Monatsmagazin in einem marktüblichen Rahmen. Zumal es nur fünf Seiten Werbung enthält und damit das gemütliche Lesen nicht durch ewiges Überblättern gestört wird.
Doch, hält eGames was die Ankündigung des Verlags verspricht? readmore.de hat sich einmal die erste Ausgabe genauer angeschaut und eine Woche lang auf Reisetauglichkeit, Layout, Inhalt und Bilder geprüft.
eGames fühlt sich nicht wie ein kleines dünnes billiges Heft an. Das Papier ist das gleiche wie bei vielen anderen Magazinen auch und ja, eGames riecht sogar genau wie viele Zeitschriften. Das Layout ist der jugendlichen Zielgruppe angepasst. Artikel sind mit Bildern aufgelockert und zwischendurch gibt ein Kasten kompakte Zusatz-Informationen über ein Thema. Die Farben sind recht schlicht gewählt und beim Durchblättern gibt es keine Seite, die einem mit grellen Farben direkt auffällt.
Eine klare Rubrikenverteilung zeigt dem Leser auf einen Blick, welche Themen ihn erwarten. Insgesamt gibt es sechs Bereiche. Der größte Bereich nennt sich „Szene“ und präsentiert auf fast 20 Seiten alles aus den Bereichen des eSports: Spielerportraits, Interviews, Event-Reportagen oder professionelle Aspekte.
eSport für unterwegs
In einem Magazin soviel über eSport zu lesen, ist am Anfang sicher gewöhnungsbedürftig. Keine weiterführenden Links auf die man klicken kann. Keine Messenger-Nachricht oder Meldungen aus dem IRC die zwischendurch den Lesefluss unterbrechen könnten, da man ja online ist und vielleicht die ein oder anderen Kommunikationsmittel eingeschaltet hat. Statt scrollen blättert man eine Seite um, wenn man vom Text mal aufschaut sitzt man nicht auf einem Stuhl vor dem PC oder mit einem Laptop auf den Knien auf der Couch. Mit eGames kann man praktisch den eSport überall mit hin nehmen.
Bei Burger King erfährt man als Nicht-WC3-Fan, dass der 4Kings-Spieler Manuel „Grubby“ Schenkhuizen auf Trance, Techno und House steht und es in Sachen WC3 nicht die Perfektion einzelner Bewegungen im Vordergrund steht sondern man viel denken muss.
Und in luftiger Höhe dann, auf einem Flug von München nach Köln, liest man, warum die WCG für manche Spieler eine besondere Bedeutung haben und dass es den Massenmedien nun mal auf mehr ankommt als spannende eSport-Wettkämpfe.
Seite 1: eGames = eSport zum Mitnehmen
Seite 2: Szene-Erfahrung und eSport-Stil auf 116 Seiten
Seite 3: DVD, Fazit, weitere Erscheinungstermine