Das erste iFNG der Extreme Masters in Hamburg war für die ESL ein voller Erfolg. Mindestens 800 Leute haben bei zwei tollen Matches mit deutscher Beteiligung gejubelt, gezittert und am Ende auch gefeiert. „Danke Intel“ war auch fast bis vor das CCH zuhören.
Das iFNG in Stockholm ist da ein ganz anderes Kaliber. Die ESL hat in Schweden bisher keine EPS, nur wenige schwedische eSportler auf ihrer Seite und das Problem, dass fast alles hier Neuland ist. Offiziell sind 200 Zuschauer am Abend ein voller Erfolg, intern hofft man sogar auf bis zu 400 Leute. Die Location wäre zumindest für so eine Menge an Leuten geschaffen.
Vor einigen Jahren hat die Geschichte der iFNGs im Futurepoint mit acht Zuschauern begonnen und man könnte hierzu auch vor dem Event in Stockholm Parallelen ziehen. Das iFNG ist erstmal nur ein Prestigeprojekt, was zu einem gewissen Teil einfach zeigen soll, wozu die ESL jetzt fähig ist und was den eSport im nächsten Jahr von dem Unternehmen aus Köln erwarten kann.
Spielerisch wird auf den Kampf von Lokalmatadoren gegen aus der Vergangenheit bekannte starke Konkurrenten gesetzt. So sollte es Elakeduck mit DIDI8 zu tun bekommen, der jedoch kurzfristig durch den zweiten Schweden Sjow ersetzt werden musste, nachdem sein Flug nach Stockholm gestrichen werden musste. Im Anschluss an die Showmatches der beiden tritt SK Gaming, deren Stamm-Internetcafe „Inferno Online“ auch in Stockholm beheimatet ist, gegen die Dänen von NoA an, die am Samstag in Berlin schon gegen mousesports spielen werden. Inwieweit die beiden schwedischen Teilnehmer die Zuschauerzahlen in die Höhe treiben, wird man heute Abend sehen können. Die ESL hat zumindest in der Sparte alle Register gezogen.
Die Leute, die in Stockholm zum jetzigen Zeitpunkt vor Ort sind, kommen jemandem, der vor einer Woche auf den EPS-Finals war, alle bekannt vor. Vom Team her setzt die ESL auf die bekannte Event-Crew und kam mit Sack und Pack in der Nacht auf Freitag mit zwei LKW und einem Ü-Wagen hoch nach Schweden. Nur einen Tag gab sich das Team um die Location iFNG-fertig zu machen. „Zeitlich sehr knapp bemessen, aber am Ende klappt es schon“, sagte ein Mitarbeiter der Event-Crew. Die Location sei zwar allen unbekannt, aber mit der Erfahrung der letzten Jahre sollte das alles kein Problem sein.
Heute Abend können wir alle also sehen, ob das Konzept iFNG auch außerhalb Deutschlands Zukunft hat. Ich bin gespannt.