„Für die nächste Saison peilen wir – wenn wie Klasse halten – einen Platz unter den Top8 an.“ So lautet die klaren Zielsetzung des Teams foesport. Doch im Gespräch mit den angeblichen „Freaks on eSport“ lässt sich die angebliche Verrücktheit nur schwer feststellen. Sie präsentieren sich als sympathisches Team, bei dem der soziale Aspekt im Vordergrund steht.
Schon in der letzten Saison ließen sich die damals unter dem Namen masterblasters spielenden „Freaks“ nicht von den vielen negativen Stimmen beeinflussen. Mangelnde EPS-Tauglichkeit war aus weiten Teilen der Community zu hören. Von ihrem Weg ließen sie sich aber nicht abbringen und bewiesen allen Kritikern mit Siegen gegen Teams aus dem Mittelfeld, dass sie nicht umsonst in der Königklasse präsent waren. Gleichzeitig gab es auch immer wieder bittere Niederlagen gegen Abstiegskandidaten. Dadurch lies sich das Team jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende der Saison konnte man sich mit einem Relegationsplatz vor dem drohenden Direktabstieg retten und die folgende Relegation erforderte nur einen Sieg gegen einen Teilnehmer aus der EAS, um auch im nächsten Durchgang der EPS vertreten zu sein.
Dort sind nun mittlerweile schon mehr als die Hälfte der Spiele absolviert worden und die Situation erinnert an die der letzten Saison. Denn wieder macht die fehlende Konstanz den Jungs von foesport zu schaffen. Einer der Gründe könnte sein, dass sie ihr großes Lineup von sieben Spielern ausnutzen mussten und ordentlich durchgemischt haben. Laut Patrick ‚advanced‘ Frenzel lag das vor allem an Prüfungsstress bzw. Hardware-Problemen, mit denen die Spieler zu kämpfen hatten.
Allerdings scheint es mit dem Underdog aufwärts zu gehen. Im letzten Spiel gegen endeffect konnte man den zweiten Saisonsieg aus neun Spielen holen und sich auf den zwölften Platz katapultieren.
Sollte foesport jedoch mit einem zwölften Platz die zehnten Ausgabe der EPS abschließen, stände wieder eine Relegation zwischen ihnen und den Zielen der nächsten Saison. Trotz dieser Unklarheiten plant das Team schon für die nächste Spielzeit. „Wir versuchen ein Lineup auf die Beine zu stellen, welches nicht an vielen Auswechselungen leidet“ Dabei steht bei den Jungs von foesport vor allem der soziale Aspekt im Vordergrund: „Unser Hauptkriterium ist die Form der einzelnen Spieler, wie sie miteinander auskommen und kommunizieren.“ Um den Plänen einer konstanten und gut zusammenspielenden Aufstellung näher zu kommen, plant das Team für die nächste Saison auch verstärkt LAN-Events oder Bootcamps, um aus den einzelnen Spielern ein richtiges Team zu formen. Sollte das funktionieren und das Training stimmen, dann sehen sich die Spieler selbst auf einem der ersten acht Plätzen.
Der Sieg gegen endeffect im letzten Spiel könnte – würde es nach den Spielern gehen – nur der Anfang eines großen Aufschwungs sein, um möglichst relegationsfrei die Ziele in der nächsten Saison verwirklichen zu können. Das Restprogramm der Freaks on eSport weist allerdings noch einige Matches auf, in denen ein Sieg eine Überraschung wäre. So muss sich foesport sich gegen zwei direkten Konkurrenten – GMPO und nGize – aber auch zwei Topteams – aTTaX und mTw – beweisen. Zunächst steht für die Spieler allerdings erst einmal das Match gegen die NetworKingz an, welche nur zwei Plätze und drei Punkte vor foesport in der Tabelle platziert sind. Für dieses Match zog foesport extra die Wildcard, um eine weitere Woche Zeit zu gewinnen sich mit dem Stammlineup vorzubereiten. Auch aus diesem Grund hat der Spieler global eine klare Vorstellung vom Matchverlauf: „Wenn wir solide stehen sollten, wird es nKingz schwer haben, Runden zu holen.“ Vielleicht wird das der Sieg, der einen positiven Aufstieg begründet.