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TryDying – Wenn eine Map entscheidet

Vor ungefähr einem Jahr hatte sich der raptor-Spieler Daniel ‚TryDying‘ Zuzanski als Erics Nachrücker für die ESL Pro Series qualifiziert. Lange Zeit sah es danach aus, dass er in seiner ersten Spielzeit gleich auf die Finals nach Köln fahren könne. Sichtlich groß war dementsprechend die Enttäuschung am Ende der Saison: Der Orc-Spieler stand auf dem unglücklichen fünften Rang, die Endspiele hatte er knapp verpasst. Nun, in der aktuellen Saison, stellte sich ein ähnliches Szenario dar: Obwohl TryDying lange nur im Mittelfeld platziert war, hatte er dann am Ende eine gute Ausgangsposition, sich eventuell in Köln beweisen zu dürfen. Doch auch in der zwölften Saison hatte es nicht sollen sein; TryDying belegt wieder nur den fünften Tabellenplatz. Der Traum von der Finalsteilnahme ist abermals im letzten Augenblick geplatzt.

TryDying auf der Relegation zur EPS XI

TryDying auf der Relegation zur EPS XI

Dabei fällt die vermeintliche Schuld nicht einmal komplett auf TryDying selbst zurück. Natürlich muss er die Verantwortung dafür tragen, dass er in so manchem Spiel vielleicht gerade die Map abgeben musste, die ihm letztendlich dann einen Platz unter den besten Vier vereitelte. Denn nur diese eine Map war es, die iNSoLeNCE auf der anderen Seite die Finalsteilnahme sicherte. In der vorangegangenen Saison wäre bei den gleichen Ergebnissen allerdings noch etwas ganz anderes herausgekommen. Erst zu Beginn der zwölften Spielzeit änderte die ESL das Wertungssystem; von nun an sollte das Mapverhältnis eine höhere Gewichtung als der direkte Vergleich haben. Diese Regeländerung brach TryDying letzten Endes das Genick. Im direkten Vergleich hat der 18-Jährige aus Laatzen die Nase vorn. Er konnte seinen Rassen- und Teamkollegen am vierten Spieltag mit einem 2:1-Sieg in die Schranken weisen. Allerdings gelten natürlich die aktuellen Regeln und so wird iNSoLeNCE am kommenden Wochenende in Köln zu finden sein.

Daniel selbst sieht seine Platzierung nicht so eng: „Es ist halt ein bisschen unglücklich gelaufen, aber sowas kommt vor. Es war diese Saison so unglaublich knapp.“ Etwas deprimiert und enttäuscht ist er aber dennoch. Vor allem da er die entscheidende Map um die EPS-Finals an AkkiS abgegeben hat, dessen einziger Mapgewinn dies auch während der gesamten Saison bleiben sollte. „Irgendwie komisch“, weiß der junge raptor-Spieler nur darauf zu sagen. Damals habe er „nicht sonderlich viel auf das Spiel hin trainiert“ und auch nicht speziell „auf diese Map geachtet“, denn zu dieser Zeit sah er sich noch abgeschlagen in der Top10 der Rangliste. „Naja, ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, dass ich am Ende wieder so weit oben stehe. Ich wollte eigentlich nur so viele Spiele gewinnen, wie es geht. Um die Maps habe ich mich eigentlich nie direkt gekümmert.“, gibt Daniel zu. Eine Einstellung, die ihm letztendlich die Fahrt nach Köln kostete.

TryDying auf dem IFNG in Berlin

TryDying auf dem IFNG in Berlin

Dennoch kann er mit zehn Siegen aus 15 Spielen auch in dieser Saison wieder eine gute Bilanz vorweisen. Mit dem fünften Platz ist TryDying „hochzufrieden“. Für ihn ist es laut eigener Aussage auf jeden Fall wieder eine „optimale Saison“ gewesen. Verloren hat er in dieser nur gegen die drei Finalsteilnehmer miou, XlorD und HLA sowie die beiden Alternate-Spieler dArk und yAwS. Keineswegs Gegner also, gegen die es eine Schande ist zu verlieren. Schwerer wiegen jedoch die nur knappen 2:1-Siege gegen corugnoll und AkkiS, die beide für lange Zeit zusammen das Schlusslicht der Rangliste darstellten. Dagegen konnte er sich gegen Spieler wie Protois, hanf und HasuObs, die schon des Öfteren einmal auf den Finals waren, beweisen und hier wichtige Siege einfahren.

Erst am vergangenen Sonntag stellte TryDying sein Können ein weiteres Mal wieder souverän unter Beweis: Im Clanwar der NGL TWO setzte er sich zuerst gegen corugnoll durch und schaffte dann die vermeintlich große Überraschung, indem er auch yAwS und XlorD zu Boden zwang. Zum All-Kill reichte es allerdings nicht; Daniel wurde von dArk im Orc-Mirror-Match trotz einer sehr guten Leistung ausgebremst. Sicherlich wäre auch TryDying ein ausgezeichneter Spieler für die EPS-Finals gewesen, doch sein Teamkollege wird die orc’sche Rasse würdig in Köln vertreten. Ob TryDying die bessere Wahl gewesen wäre, sei dahingestellt. Wenn es allerdings nur ein bisschen besser in der nächsten Saison läuft und nicht wieder an einer Map in vermeintlich unwichtigen Spielen scheitert, gelingt es ihm vielleicht beim dritten Anlauf den Sprung unter die besten Vier zu schaffen. Vergönnen würde es dem sympatischen Spieler sicherlich niemand.

  1. Grzer #1
    Sympathischer Bengel.
    TDog #2
    next season 4 orcs pls.
    insideman_ #3
    symphatischer kerl der TD
    Pain_14422 #4
    sehr sympahtisch der Typ und ein sehr guter WC3'ler...... beim nächsten mal klappt es bestimmt.
    C.C. #5
    passiert
    extasyinseln #6
    agree #1

    schade, wegen einer map :/
    S.o.K.o.L #7
    trydying best ger orc
    AceR` #8
    wieso sollte jemande, der die saison laut regeln besser abgeschnitten hat als trydying, der wahrscheinlich schlechtere spieler sein?
    new #9
    netter kerl!
    #10
    Man schaue auch mal nach unten rm.de Imapct muss wegen einer map direkt absteigen....

    aber das ist ja wayne hauptsache viel erzählen wobei eig jedem das ganze bekannt sein sollte der sich mit der EPS beschäftigt.

    Dagegen konnte er sich gegen Spieler wie Protois, hanf und HasuObs, die schon des Öfteren einmal auf den Finals waren, beweisen und hier wichtige Siege einfahren.

    Toll darauf kann er stolz sein *g* weils ihm am ende nicht viel gebracht hat und er genauso wie die andern 3 zuhause bleiben muss.
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