Startseite/Artikel/Mason: hoorai kann noch einiges lernen

Mason: hoorai kann noch einiges lernen

Mason mit hoorai

Mason mit hoorai

Gestern wurde es offiziell bekannt gegeben: Nach nur einer Saison entlässt hoorai.XQ sein Counter-Strike Team. Trotz mittelmäßiger Leistungen und dem verpassten Ziel, das Erreichen der Finals, eine kleine Überraschung. readmore.de sprach mit einem der Führungsspieler im Team, Tim ‚Mason‘ Kleeman.

readmore.de: Legen wir das Augenmerk zunächst auf eure „Entlassung“ bei hoorai. Gab es vorher Gespräche mit euch, ob es eine gemeinsame Zukunft geben kann, oder wurdet ihr vor vollendete Tatsachen gestellt?

Tim ‚Mason‘ Kleeman: Also eigentlich bin ich nach der letzten Woche fest davon ausgegangen, auch in der neuen Saison bei hoorai zu spielen. Ich habe mich davor zwar kurzfristig bei anderen Teams erkundigt, allerdings hatte das nichts konkretes. Somit standen wir dann gestern vor vollendeten Tatsachen.

readmore.de: Also wolltet ihr eigentlich weiterhin für hoorai spielen?

Mason: Selbstverstaendlich, davon bin ich – wie gesagt – nach der letzten Woche voll ausgegangen.

readmore.de: Im Interview mit uns sagte Manager Fladdy, dass es bereits seit Monaten Gespräche gab, dass nach der Saison etwas im Team verändert werden müsse. Wurde darüber auch mit dir gesprochen?

Mason: Klar, wir hatten ja bereits seit längerer Zeit unser neues Lineup. Trotzdem war mir durchgehend bewusst, dass pod zu hoorai gehen könnte, auch wenn das stets verneint wurde.

readmore.de: Du hast das ehemalige Team von pod in einem Kommentar indirekt als „inet“ bezeichnet. Denkst du, dass ihr bei einem Aufeinandertreffen auf einem Offline-Event gewonnen hättet?

Mason: Ich habe noch nie ein Spiel gegen das neue hoorai im Lan verloren und werde es wohl auch in Zukunft nicht, hoffe ich.

readmore.de: Wie schätzt du die Chancen des neuen hoorais in der kommenden Saison ein?

Mason: Die Chancen stehen natürlich wieder gut, auf die Finals zu kommen. Seitenhiebe verkneife ich mir heute wegen meiner guten Laune ‚mal – zum Beispiel hinsichtlich der Anzahl der iFNGs, wobei TBH, Alternate, mouz und faculty da auch ein Wort mitzureden haben. Weiterhin bin ich gespannt, ob sie mich im LAN eines Besseren belehren können, was bis jetzt definitiv nicht der Fall war.

readmore.de: Steht denn schon fest, wo und mit wem du die nächste Saison spielen wirst?

Mason: Nein.

readmore.de: Würdest du gerne weiterhin mit dem Team spielen?

Mason: Schon, aber das wird nicht passieren.

readmore.de: Wieso nicht?

Mason: Weil es aus finanzieller Sicht für keinen anderen Clan, der noch ein Team sucht, möglich ist, dieses Team zu verpflichten.

readmore.de: Auch dein ehemaliges Team, Competo, stand am Ende der Saison vor euch in der Tabelle und bezwang euch sogar in der Qualifikation zum ESWC. Bereust du den Wechsel und gehst vielleicht sogar dorthin zurück?

Mason: Im Nachhinein ist man immer klüger. Max und Arni meinten auch, mit mir wären wir auf den Finals gewesen, und ich schließe mich dieser Meinung an, da ich mit Sicherheit keine schlechte Saison gespielt habe. Zu einer zukünftigen Entwicklung kann und werde ich noch nichts sagen; ich habe aber wieder einmal gelernt, dass ein Wort im eSport nicht viel zählt. Dass ich das erste Mal mein eigenes Wort vor der Saison gebrochen habe, bereue ich natürlich. Nichtsdestotrotz war die Zeit bei hoorai sehr lustig und wir hatten viel Spaß zusammen, Erfolg hin oder her. Ich bin dankbar für diese Zeit.

readmore.de: Jérome ’shiddy‘ Tóth von n!faculty sagte nach einem Spiel von euch: „In dem Team hat keiner Respekt vor seinen Mitspielern.“ War diese Aussage unzutreffend?

Mason: Selbstverständlich, ein Außenstehender kann das absolut nicht beurteilen. Es ging um eine einzige Szene auf dem ESWC-Qualifier, mehr nicht.

readmore.de: Wenn du die vergangene Saison Revue passieren lässt, was waren die Knackpunkte, warum ihr das gesteckte Ziel, eine Platzierung unter den Top 3, nicht erreichen konntet?

Mason: Mangelnde Motivation zum Trainieren und, daraus resultierend, mangelndes Training. Jeder hat einfach zu wenig gespielt. Ich selber hatte maximal 30 Stunden CS in 2 Wochen, bei Competo waren es fast 50. Ohne viel zu spielen, kann kein Team auf Dauer erfolgreich sein; da wir am Anfang nur leichte Gegner hatten, war das leider nicht jedem bewusst.

readmore.de: Auf unsere Frage, ob du nicht vielleicht eine gute Ergänzung wärst für das neue hoorai-Team sagte Manager Scottbull, dass es keinen Sinn gemacht hätte, ein so gut laufendes Team auseinanderzuzerren nur um „Namen zu platzieren“. Siehst du das genauso oder würdest du sagen, dass du das Team weiter nach vorne bringen würdest?

Mason: Ich hätte ganz ehrlich auch keine Lust gehabt, in dem Team zu spielen. Davon abgesehen sollte man ein bestehendes Team auch nicht ohne Grund verändern. Klar wäre das Angebot verlockend gewesen aus finanzieller Sicht, aber das ist absolut nicht alles. CS macht mir wieder sehr viel Spass, dank einer bestimmten Person, obwohl diese momentan noch nicht gut genug ist. Das wird sich jedoch ändern. (lacht)

readmore.de: Eine bestimmte Person?

Mason: Ja richtig, für mich war es immer wichtig, Spaß am Spiel zu haben. Ich weiß nicht, ob das bei dem neuen hoorai Team gegeben wäre, da sie mich ja auch immer noch nicht im LAN überzeugt haben. Es würde die Basis meines Flamens verloren gehen. (grinst frech)

readmore.de: Wie lief sonst die Zusammenarbeit mit der Führungsetage von hoorai während der letzten Saison?

Mason: Also ich hatte mit niemandem ein Problem, finde aber auch, dass sie noch einiges lernen können. Es hat einfach der Druck gefehlt. Man hätte dem Team ‚mal richtig Feuer unter’m Hintern machen müssen, was für das erhaltene Geld absolut gerechtfertigt gewesen wäre. Überall im Sport ist das gang und gäbe. Aber ich bin sicher, dass sie das in der neuen Saison besser hinbekommen werden, und wünsche ihnen viel Glück. Mein Ziel wird es sein vor ihnen zu landen.

readmore.de: Man hört immer wieder, dass vereinbarte Gehälter nur unregelmäßig oder gar nicht gezahlt werden. War dies bei hoorai anders?

Mason: Die wurden immer gezahlt, zwar nicht immer pünktlich, aber das war nicht weiter schlimm, zumindest für mich nicht.

readmore.de: Was kannst du uns über die Zukunft deiner ehemaligen Mitspieler verraten?

Mason: Soweit ich weiß, möchte Blizzard sich auf sein Studium konzentrieren, was ich absolut nachvollziehen kann und trotzdem schade finde. pred wird einem anderen Team beitreten. bullseye wird mit dem Team „abchecken“ die MR12-Ladder unsicher machen. Was fleks macht weiß er, glaube ich, selber noch nicht so genau. Und ich habe auch noch keine konkreten Pläne.

readmore.de: Danke für das Interview.

Links

  1. cYa #1
    "Trotz mittelmäßiger Leistungen und dem verpassten Ziel, das Erreichen der Finals, eine kleine Überraschung. "

    Ich denke mal gerade deshalb
    aaaRt #2
    aaaRt: "Mason kann noch einiges lernen."
    tak #4
    mason für r.r. zu atx :)
    aeri #5
    Die pod ist Inet Antwort nervt ;)
    dmx #6
    jaja der mason:D
    bumbum #7
    vll geht er ja zum neuen pod team mit fleks :D:D
    tibuga.de | das kleine hottehue #8
    Mmh hat der nicht vor der Saison gesagt, wenn er diese Season nichts mit seinem Team reißt will er es gut sein lassen?

    Find den persönlich nicht sonderlich sympathisch...
    LORD #9
    mason is der geilste:D
    meru890 #10
    Es hat einfach der Druck gefehlt. Man hätte dem Team 'mal richtig Feuer unter'm Hintern machen müssen, was für das erhaltene Geld absolut gerechtfertigt gewesen wäre. Überall im Sport ist das gang und gäbe.

    Das man so einen Spieler überhaupt verpflichtet, hat keine Daseinsberechtigung im kompetitiven eSports.

    Wer sich nichtmal selbst motivieren kann und schlecht spielt und dann noch andere dafür verantwortlich macht, dass diese ihn nicht richtig motivieren, hat nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Nur registrierte und eingeloggte Mitglieder können Kommmentare abgeben.