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pod zu hoorai: Wem hilft’s?

Was hatte man nicht alles versprochen vor der 12. Saison der deutschen Königsklasse. Die deutsche Nummer drei wollte man werden – sich gleich hinter den Favoriten mousesports und Alternate platzieren. Nachdem Hoorai einige Erfolge mit einem finnischen Team, dem heutigen roccat, feiern konnte, war die Rückkehr nach Deutschland in der 11. Saison noch kein voller Erfolg. Man hatte einiges gutzumachen und setzte auf große Namen. Das ehemalige ID-Gaming um Blizzard und silver, durch fleks verstärkt, klang äußerst vielversprechend. Wenn das Team schon bei schlechtem Support den dritten Platz erreicht, was muss dann erst bei gutem möglich sein? Genützt hat es am Ende wenig; das Team hatte nach anfänglich starken Spielen urplötzlich stark abgebaut. Im Gegenzug dazu hat ein anderes Team durch schiere Konstanz die Finals erreicht und als überlegen eingeschätzte Konkurrenten hinter sich gelassen – offenbar Grund genug für hoorai die Einkaufspolitik zu reformieren und das komplette Team von pod zu übernehmen.

Von Helden, die den Absprung verpasst haben

Ursprünglich war es geplant ein Team mit Blizzard, fleks, mason und zwei jungen Spielern aus der EAS auf die EPS loszulassen. Dies scheiterte offenbar an überzogenen Gehaltsforderungen der beiden Topspieler. Man entschloss sich daher, vom kompletten Team Abschied zu nehmen; der einzige, der bleibt, ist Teammanager Adam ‚Scottbull‘ Grzesik, welcher nun dem neuen Team unter die Arme greift. „Seit wir letzte Saison zu hoorai gewechselt sind, bin ich mir sicher, dass ich mein Zuhause gefunden habe, und so kommt irgendwann der Schritt, dass Spieler und Manager getrennte Wege gehen, auch wenn der Schritt nicht einfach war“, begründet er sein Abweichen von der Regel, dass der Teammanager mit dem Team wechselt. Über den Verbleib der anderen Spieler möchte Scottbull keine Angaben machen, ist sich aber sicher, „dass jeder ein neues Zuhause findet.“ Gerade im Fall von Blizzard scheint der Wunsch nach einem neuen Team allerdings wenig ausgeprägt zu sein. Das erinnert aber wiederum stark an Roman R., bei dem auch alles nach einem Karriereende aussah, bevor seine Erfahrung auf einmal bei Team Alternate dringend gewünscht wurde.

Kann man auch Konstanz kaufen?

hoorai hingegen verzichtet bewusst auf große Namen und lernt aus der Erfahrung, dass Counter-Strike nicht auf dem Papier gespielt wird. Stattdessen versucht man nun Konstanz zu kaufen; man geht tatsächlich mit der Übernahme des Teams ein äußerst geringes Risiko ein. Die Spieler harmonieren miteinander seit der zehnten Saison, wo man sensationell Dritter wurde. Außerdem konnten immer wieder alle Lücken geschlossen werden, die von Spielern gerissen wurden, welche dem Ruf des Geldes zu anderen Teams folgten. Besonderer Ausdruck der Konstanz: Das Team gilt als Traum eines jeden Tippers bei readmore.de. Gegen schwächere Teams leistete man sich in der Vergangenheit genauso wenig Ausfälle wie Siege gegen direkte Konkurrenten. Diese Leistungen reichten bisher für Platzierungen um den vierten Platz. Ein Desaster – wie den achten Rang des alten Teams – wird hoorai den Sponsoren am Ende dieser Saison nicht erklären müssen.

Für das Team um Benjamin ‚MuKuH‘ Barth ist dieser Wechsel eine schon lange fällige Würdigung ihrer Leistungen. Häufig als „langweilig“ und „lanschwach“ verschrieen, hat das Team aus den begrenzten Möglichkeiten ihres Clans immer einiges herausgeholt. Nun hofft man, den besseren Support und die höheren Gehälter mit einer Leistungssteigerung zurückzahlen zu können. Scottbull freut sich auf die Zusammenarbeit mit seinen neuen Schützlingen: „Direkt zusammengearbeitet haben wir noch nicht, aber man kennt sich über die Jahre hinweg und ich hatte das Vergnügen das Team auf der Summit ’08 besser kennenzulernen.“ Außerdem geht er immer noch von der nationalen Nummer drei als längerfristiges Ziel aus.

Warum pod zum Glücksgriff werden kann – aber nicht muss

Ob dieses Ziel realistisch ist, ist noch nicht abzusehen; selbst der Platz auf den Finals der 13. Saison ist nicht sicher. Zwar lässt sich das Leistungsvermögen des neuen Teams recht gut einschätzen, aber in der Vergangenheit war man allzu oft von den Leistungen der unmittelbaren Konkurrenten abhängig. Diese wurden eher selten in den direkten Duellen geschlagen, sodass man darauf hoffen musste, dass diese bei kleineren Teams Punkte lassen würden. So hätte letzte Saison Competo durch einen Sieg gegen Team Hardware4u noch vorbeiziehen und auf die Finals kommen können. Diese Saison sollten Siege gegen direkte Konkurrenten bei gleichzeitigem Halten der Konstanz gegen kleine Teams das Hauptziel für hoorai sein. Ideal wäre insofern ein frühes Aufeinandertreffen mit TBH.eSports und mTw, da gerade diese Teams Anwärter auf den vierten Qualifikationsplatz für die Finals sein dürften. Neben den üblichen zwei Verdächtigen dürfte dieses Mal mit n!faculty noch ein weiterer Platz in Köln feststehen.

Sollten das bayerische und das Hamburger Experiment funktionieren und die beiden Teams jeweils gegen ungefährlichere Mannschaften weniger Schwächen zeigen als bisher, dürfte hoorai in diesem Jahr die Finals nicht erreichen; die individuelle Qualität mTws und TBHs erscheint höher. Trotzdem könnten jedoch am Anfang der Saison Chancen im direkten Duell existieren, da die Konkurrenz unter Umständen als Team noch nicht eingespielt genug sein mag. Beim alten Clan pod wünscht man jedenfalls alles Gute: „Das Team hat einen Schritt gemacht, den sie für die zukünftige Karriere als positiv empfinden, und da haben emotionale oder frustrierte Äußerungen nichts verloren. Das Team hat eine lange Zeit konstant und vor allem gut für pod.hama gespielt und dafür sind wir dankbar. Genauso wünschen wir den Jungs aber alles Gute für den weiteren Weg“, formuliert es Dominik ‚archY‘ Frisch, Sportdirektor bei pod.

Hat pod das Zeug zum Phoenix?

Dort steht man jetzt vor einem Scherbenhaufen und kompletten Neuanfang. Trotz der Erfolge des alten Counter-Strike Teams ist man nicht in die Liga der reichen Clans der EPS aufgestiegen. Dennoch heißt es von archY: „Fakt ist, dass wir in der kommenden EPS Saison sowohl ein Team von hoorai, als auch eines von pod sehen werden. Man darf gespannt sein!“ Die Befürchtung, dass sich das Management zu einem voreiligen Schnellschuss in Richtung Söldnerteam hinreißen lässt, ist aber unbegründet. „Vergangene Experimente in diese Richtung haben ja gezeigt, dass es schwer ist mit einem zusammengekauften Team zu punkten. Wir werden auf jeden Fall ein Team vorstellen, dass sowohl vom Motivationsfaktor als auch vom Teamgeist her zusammenpasst. Wer weiß, eventuell geben wir ja wieder „Newcomern“ eine Chance, beim alten Team war es ja damals nicht anders.“

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  1. Trudx #2
    naja vielleicht einige zykon spieler wie madferret und foolish zu pod wer weiss
    NorwayGER #4
    LeeT SkILLz OF dArKNez schrieb am 14.07. - 16:16:

    blizzard,xsicht,headstyle,xektor und sebi.de zu pod

    xDDD
    Sporty #5
    aus dem ex hoorai und dem auf der rele gescheiterten id team sollte sich schon was machen lassen;)
    WATCH3R #6
    SoA zu pod
    nvrrr #7
    so ist das halt, wenn man nich in der lage is, sich ein gutes team zusammenzustellen, kauft man es anderen halt weg...
    i_love_esports #8
    zet, jagaern, niko, rwa und ScreaM zu pod
    clickclickdead #9
    Get_Right spielt überall. Einfach mal anfragen.
    HettA #10
    =D

    Blizzard , fleks , mason , pred & ?? zu gamed.de
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