An diesem Wochenende fand im Rahmen der E 4 All die erste Global Challenge der Intel Extreme Masters außerhalb Europas statt. 16 Counter-Strike- und acht World-of-Warcraft-Teams hatten sich im Los Angeles Convention Center eingefunden, um nach einer Gruppenphase im altbewährten Double-Elimination-Modus den Sieger zu ermitteln. readmore.de zeigt die Tops und Flops des Events, angefangen beim CS-Sieger SK Gaming.
Tops
SK Gaming – Nervenstark!
Bereits während der schwedischen Qualifikationen zu den World Cyber Games musste das Team um walle beweisen, dass sie nicht nur treffsicher sondern auch nervenstark sind. Damals benötigte sein Team ganze sechs Overtimes, bevor man den Kontrahenten lag-blank bezwingen und das Ticket nach Köln lösen konnte. Dieses Mal ging es für die fünf Jungs aus Schweden wieder in die Overtime; wieder war es das Overall-Finale; wieder war es die entscheidende letzte Map. Doch genauso behielt SK Gaming wieder die Nerven und konnte sich bereits in der ersten Verlängerung mit 6:3 (21:18) gegen made in brazil durchsetzen.
mibr – Wiedererstarkt!
Nach dem ganzen Hin und Her im Sommer wurde made in brazil eher belächelt als gefürchtet. Die Spieler konnten sich einfach nicht zwischen der CGS mit Counter-Strike: Source und Counter-Strike 1.6 entscheiden. Vor dem Turnier wurde daher schon darüber spekuliert, wer sich dieses Mal aus dem Team verabschieden müsste, wenn es erneut nicht für einen Erfolg reichen würde. Nach der starken Leistung in L.A., die mit Platz Zwei belohnt wurde, wird das Team sicherlich in dieser Konstellation weiterspielen dürfen.
Die US-Szene – Unerwartet stark!
Auch bei den Amerikanern drehte sich alles um die CGS. Nachdem die TV-Liga die nationale CS1.6-Szene schwer gebeutelt hatte, dauerte es eine Weile, bis neue Teams den Platz von compLexity und Team 3D einnehmen konnten. Nun scheinen allerdings gleich mehrere junge, amerikanische Teams um die Spitzenposition in den Staaten zu kämpfen. Ein großer Fortschritt, schließlich war man noch vor ein paar Monaten sogar begeistert darüber, dass n0thing und sein Team EG beim KODE5 überhaupt Siege einfahren konnte. Nun werden sich auch die europäischen Teams wieder mit den USA beschäftigen müssen.
Videostream – Starke Qualität
Der von der ESL angebotene kostenlose Videostream hielt mehr als er versprochen hatte. Er lief das ganze Wochenende über konstant und durch die Entscheidung, ihn Coverageseiten zur Verfügung zu stellen, war er sogar erreichbar, obwohl die ESL-Seite zwischendurch nicht funktionierte. Auch die neuen Moderatoren bildeten ein super Team. Lediglich die eine oder andere Floskel wurde von den Briten etwas überstrapaziert.
Flops
mTw – Erschreckend schwach
Mit dem Erfolg wachsen die Ansprüche an ein Team. Hatte man einmal soviel Erfolg wie das alte NoA-Team, wiegt ein frühes Ausscheiden doppelt schwer. Insbesondere wenn das Team nicht nur mit viel Pech ausgeschieden ist, sondern weil es einfach dieses Wochenende nicht gut gespielt hat. mTw wirkte in seinen Spielen phasenweise ideen- und motivationslos, ein wirkliches Aufbäumen gegen die beiden Niederlagen konnte man nicht feststellen. Doch man soll den Teufel nicht zu früh an die Wand malen. Bei so vielen Turnieren, wie mTw sie in letzter Zeit gespielt hat, kann auch eine schlechte Leistung ausnahmsweise vorkommen. Dass es tatsächlich eine Ausnahme war, muss das Team nun allerdings beweisen und sich darüber hinaus schnell wieder fangen.
Der Zeitplan – Schwach durchdacht
Man mochte in den vergangenen Wochen und Monaten seinen Augen nicht trauen, als das ein oder andere ESL-Event vor dem eigentlich angedachten Zeitplan zuende ging. Doch die Extreme Masters L.A. haben den Glauben an einen Zeitplan, der nur gemacht wird, damit man zumindest bekannt geben kann, um wie lange sich alles verzögert, wieder gestärkt. Vor allem die Setup-Phasen der Counter-Strike-Teams am ersten Tag waren sehr knapp kalkuliert. Dass die Spieler zusätzlich erst in letzter Minute aufschlugen, half dabei wenig. Die Konsequenz: Team EG werden 12% Preisgeld abgezogen.
fnatic – Schwach angefangen, schwächer zurück gekommen
Nachdem man auf der Dreamhack lediglich an einen Ausrutscher glauben wollte, verfestigt sich der Abwärtstrend bei cArn und Co. Wie konnte das passieren? – Die Marke für Konstanz bricht in Serie ein und die Analyse danach öffnet nur wenige Augen. – Sicher, dass man ohne Wechsel auskommt?