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Die Jury des Games Mini Video Contest

Videoszenen gab es in den letzten Tagen schon zu genüge, jetzt sollt Ihr auch die Personen hinter dem Begriff „Jury“ kennenlernen. Eine Gruppe an eSport- und Videoexperten, die am Ende zusammen mit Euch entscheiden, welche Videomacher die wertvollen Dell Mini 9 erhalten. Die Jury wird die neun besten Videos pro Spielebereich auswählen und hat im endgültigen Entscheidungsprozess genauso viel Mitspracherecht wie die Community.

Das ist die Jury

Maximilian ‚maxi‚ S. hat in den vergangenen Jahren schon unterschiedlichste Spiele in Videoform gebracht und weiß, wie man dem Zuschauer verzaubert. Durch seine jahrelange Erfahrung bei Projekten wie GameSports, mousesports, ESL und ESWC Germany kann er die Einsendung fachlich einschätzen und detailliert beurteilen,

Hans ‚Shockwave‚ B. hat nach anfänglichen Interesse an Internet-Radios 2007 eine Ausbildung bei GameSports als Mediengestalter begonnen und sich beruflich mit der Qualität von Videoszenen und der Erstellung von ansprechenden Medieninhalten beschäftigt. Sein bisheriges Lieblingsvideo ist „Firestarter“ von Qbiac.

Rene ‚masta-‚ W. ist von Anfang an beim Projekt own3D.tv dabei und das nicht ohne Grund: Er hat schon seit 2000 mit Gaming-Videos zu tun und behauptet selbst jeden relevanten eSport-Film in den letzten Jahre gesehen zu haben. Selbst hat er auch schon Videos erstellt.

Jürgen ‚nAxiD‚ H. ist ein Gaming-Video-Narr und auch wie Rene als Betreiber von own3D.tv immer mit den Videos in direktem Kontakt. Er hat nicht nur durch diese Aufgabe, sondern durch seine Leidenschaft in der Freizeit mit jedem bewegten Bild im eSport zu tun.

Stephan ‚Fusi‚ T. gehört zu der bekannten Video-Seite Planet-Videos.com und ist selbst seit 2002 passionierter Videomacher. Er hat den Game Movie Award 2008 mit seinem Video DYNAMITE HD gewonnen und ist sich sicher in den letzten fünf Jahren keine wichtigen filmischen Werke verpasst zu haben.

Paul ‚napalm‚ K. beschäftigt sich seit fünf Jahren intensiv mit dem Medium Gaming-Movies und hat schon in verschiedenen Spielen wie Counter-Strike und WarCraft 3 Videos erstellt. Ihn interessieren die unterschiedlichen Ideen der Content-Teilnehmer. Auch er ist ein Mitglied von Planet-Videos.com

Daniel ‚BeeemIt‚ J. war schon auf der ersten LAN-Party von „Neo – The One“ von kaLa fasziniert und hat sich in fünf Jahren als eSport-Journalist und Spieler mit vielen unterschiedlichen Videos beschäftigt. Für das Gaming-Printmagazin eGames hat er selbst eSport-Videofeatures erstellt.

Das Fachwissen wird die Jury in den nächsten Wochen aber nicht nur zur Beurteilung der Videos einsetzen, sondern euch außerdem in die Welt der eSport-Movies einladen. In Interviews, Artikeln und Einschätzungen wird beschrieben und erklärt wie aus Spielszenen Demos werden und diese dann in Videoformate umgeformt werden, die am Ende den Zuschauer beeindrucken können.

Wir haben uns heute mit Maximilian ‚maxi‘ S. einen erfahrenen Produzenten solcher Filme geschnappt, der in dem Interview beschreibt, was für ihn ein gutes eSport-Movie ist und wie die Beiträge der Community hinterher zu beurteilen sind. Außerdem erklärt ihr die Unterschiede der verschiedenen Spiele im Dell Mini 9 Video Contest.

Was zeichnet für dich ein gutes eSport-Movie aus?

Maxi: Ein gutes Movie im E-Sport Bereich kann man natürlich nicht mit einem guten Film aus Hollywood vergleichen. Hierbei kommt es vielmehr darauf an, den Geschmack der Community zu treffen. Natürlich kann man es nicht jedem recht machen, vielen kommt es eher auf tolle Effekte an, andere wollen die Frags bewundern. Dennoch spielt die Qualität, meiner Meinung nach die wichtigste Rolle. Somit sollte sich jeder mit einer guten Komprimierung auseinandersetzen und die genauen Settings zum Rendern aus den verschiedenen Programmen beherschen. Natürlich zählt hierzu auch das exportieren des aufgenommenen Materials aus den Spielen heraus. Auch gute Farbsettings sind immer ein Pluspunkt, das Video sollte einfach auf jedem Bildschirm gut aussehen. Zudem kommt man heute fast nicht mehr drum herum, auf Musik zu schneiden. Dies bringt mehr Action und lässt die Frags besser zur Geltung kommen. Wenn man dann noch ein wenig auf einen roten Faden achtet, der sich durch das komplette Video zieht (sei es eine Story, eine Vorstellung verschiedener Spieler, o.Ä.) hat man meiner Meinung nach gute Chancen auf ein Movie, dass der Community gefällt und somit ein gutes eSport-Movie ist.

Was erwartest du denn genau im Umfang von 99 Sekunden?

Maxi: Die 99 Sekunden sind natürlich eine tolle Herausforderung. Hier gilt es nicht nur, genau die Zeit zu treffen, sich also vorher zumindest ein kleines „Drehbuch“ anzufertigen sondern auch nicht zu viel aber vor allem auch nicht zu wenig Material unterzubringen. In 99 Sekunden sollte es gut möglich sein, ein schnellen Schnitt mit actiongeladener Musik und tollen Frags zu kombinieren. Wir erhoffen uns, dass durch die Zeitbegrenzung schnelle Videos entstehen, die Spannung erzeugen und somit die Qualität des jeweiligen Spieles herausstellen.

Worauf muss man denn besonders achten? Sind die eingesetzten Spielszenen am wichtigsten?

Maxi: Nein. Meiner Meinung nach sind die Spielszenen nicht von größter Bedeutung. Man muss sich keine Sorgen machen, wenn man nicht die besten Demos zur Verfügung hat. Vielmehr kommt es hierbei auf die gute Bearbeitung an, auf den Schnitt passend zur Musik, evtl. zusätzliche Soundeffekte. Die 99 Sekunden sollen Action erzeugen – hier muss einfach alles passen.

Wie schafft man es als Videomacher ein bestimmtes Level zu erreichen? Wie bildet man sich weiter?

Maxi: Ich versuche das mal mit Beispielen zu beschreiben. Wir haben damals bei mouz!live den Videobereich im deutschen eSport eröffnet. Uns boten sich daher noch recht viele Möglichkeiten, wir haben tolle Projekte realisiert und konnten so Erfahrungen sammeln. Hierbei hat man tolle Kontakte knüpfen können zu Leuten, die einem immer und überall behilflich sind. Dennoch sollte man natürlich nie auf einem Level stehen bleiben. Kritik von Leuten, die Ahnung haben von dem was sie dir raten hilft dir ungemein. Ich gebe meine Video z.b. vorher gerne ein paar Freunde. Die geben mir noch ein letztes Feedback. Und wenn man sich für das, was man macht interessiert wird man sich automatisch weiterbilden. Hierbei sind die Kontakte wieder von größter Bedeutung aber auch Tutorials im Internet bringen viele Vorteile und man lernt enorm schnell neue Programmoberflächen kennen.. Dennoch, neue Programme bringt man sich am besten durch ausprobieren bei. Kein Seminar und kein Tutorial ersetzten meiner Meinung nach das stupide Ausprobieren. Ich habe mir alles selbst durch Tutorials und Tests beigebracht – und im schlimmsten Fall mal ein paar gute Freunde gefragt.

Mit wie vielen wirklich guten Filmen rechnest du im Wettbewerb?

Maxi: Es gibt sehr viele Moviemaker in Europa und der ganzen Welt. Da es auch auch ganzen Videocrews möglich ist, am Contest teilzunehmen denke ich werden wir viele tolle Movies sehen. Ein guter Film entsteht ja, sobald sich jemand was dabei gedacht hat, und sich Mühe gegeben hat, das auch umzusetzen. Und bei den Preisen, die soweit ich weis bisher einzigartig sind im eSport lohnt es sich doch, ein wenig Arbeit in ein solches Projekt zu stecken. Somit rechne ich mit vielen tollen Filmen die uns und vor Allem der Community gefallen werden. An der Qualität soll es nicht scheitern, da bietet uns own3d.tv natürlich die optimale Grundlage.

Welche Programme braucht man um die besten Ergebnisse zu erzielen?

Maxi: Das ist schwer. Jeder kommt mit andern Programmen zurecht. Viele schwören auf die teuersten und besten Programme wie Final Cut oder Adobe Premiere Pro. Ich zum Beispiel arbeite mit Sony Vegas, aus dem einfachen Grund weil ich es schon immer getan habe und es mir am Anfang einen guten und vor allem einfachen Einstieg ermöglicht hat. Aber auch After Effects von Adobe benutze ich zur Zeit regelmäßig, es bietet einfach tolle Möglichkeiten. Da wären wir wieder bei der . Grundlegend kommt es einfach darauf an, ob man das, was manJWeiterbildung realisieren möchte in dem Programm verwirklichen kann. Wenn das der Fall ist, braucht man nicht die teuerste Software.

Glaubst du, dass die Sieger etablierte Videomacher sind oder auch Neulinge realistische Chancen haben?

Maxi: Wenn man den Begriff Neulinge so auslegt, dass man von diesen Produzenten einfach noch nicht viel gesehen oder gehört hat, dann denke ich durchaus, dass hier viele Sieger dabei sein könnten. Natürlich ist es für Neulinge, die gerade erst mit dem Movie machen beginnen sehr schwer, selbst wenn sie ein gutes Konzept entwickelt haben, dieses dann auch so umzusetzen. Aber genau so lernt man es und am Ende ist es sowieso die Community die entscheidet. Da kann doch alles passieren.

Wie groß sind die Unterschiede zwischen Videos in CS, WC3, CS:S oder Quake?

Maxi: Meiner Meinung nach liegt der einzige Unterschied darin, dass ein Leihe, der keine Ahnung von allen Spielen hat in WarCraft 3 den Frag nicht erkennt, in CS den Frag zwar realisiert aber die Taktik nicht zwingend erkennt und in Quake verwundert ist über die enorme Reaktionszeit des Spielers. Für das ungeübte Auge würde ich also sagen, ist Quake von den Frags her überlegen, da hier meistens Einzelspieler ihr können zeigen und das Spiel enorm schnell ist. Doch, wie schon zuvor angedeutet, kommt es vor allem auf die Bearbeitung an. Hier kann man alles Wett machen und ich würde sagen, da haben alle Spiele die selbe Chance.

Worauf muss man in den Movies der Disziplinen genau achten?

Maxi: Ich glaube nicht, dass es hier spezifische Tips geben kann. Jeder der das Spiel kennt, worüber er das Movie macht weiss, auf was es in dem jeweiligen Spiel ankommt. Natürlich, wie schon erwähnt, kann man in Quake mit einem einfachen Frag viel mehr an Action schaffen als in WarCraft 3. Dennoch kann man all das durch eine gute Bearbeitung vergessen machen. Vielleicht sollte man in WarCraft 3 dann eher die Vielfältigkeit herausstellen, denn da schlägt WarCraft 3 Quake.

Was würdest du der Community raten, worauf sie am Ende besonders achten sollen, wenn sie voten?

Maxi: Da soll jeder nach seinem eigenen Geschmack gehen. Dennoch, ich finde, man kann bei der doch sehr straffen Bearbeitungszeit nicht danach gehen, wer den besten Frag gefunden hat. Hierbei sollte jeder ein Nachsehen haben, aber vorschreiben möchte ich das nicht. Das schwierigste ist es, meiner Meinung nach in 99 Sekunden viel Spannung und dennoch einen roten Faden reinzubringen. Das ist zumindest ein wichtigstes Kriterium von mir.

Vielen Dank für das Interview.

  1. f l e X Q Z #1
    "der leihe" ist hoffentlich ein scherz ;)
    kekskruemel #2
    ein replaypacket wäre vieleicht beim nächsten mal nicht schlecht ;)

    ansonsten recht gute jury. text klingt ziehmlich kompetent :)
    ScoRpy #3
    "Die Jury wird die neun besten Videos pro Spielebereich auswählen und hat im endgültigen Entscheidungsprozess genauso viel Mitspracherecht wie die Community." Was genau darf ich mir darunter vorstellen?
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