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GIGA Talk – eSports an die Öffentlichkeit

Quelle: http://www.giga.de/tv/esports/00136191_der_talk_am_dienstag_esports/
  1. Napol3on #1
    Sehr interessant. Ich erinner mich an eine Talkrunde bei Sabine Christiansen, bei der kein Pressesprecher von Turtle Entertainment oder dem ESB dabei war. Sowas würde eine mediale Wirkung verbreiten, welche zeigt, dass die Computerspieler eine ernst zu nehmende Lobby haben.

    Anstatt professionelle Vertreter der Szene zu solchen Veranstaltungen zu schicken werden Spieler, die weder eine Ausbildung oder Studium in diesem Bereich Öffentlichkeits- und Pressearbeit vorweisen können, hingeschickt um auseinandergenommen zu werden. Witzigerweise saß das Management - welches eigentlich Stellung beziehen sollte - daneben.

    Da bringt so eine Talkrunde wenig. Es muss einfach einen bzw. zwei Ansprechpartner für die Medien geben, welche zu solchen Veranstaltungen eingeladen werden und die Computerspielerebene sprachlich und fachlich kompetent vertreten können.
    affentod #2
    Ist halt die Frage, ob gewisse Medien überhaupt ein Interesse an ausgewogener Berichterstattung und kompetenten Gesprächspartnern haben.
    cocor #3
    Richtig affentod! Es geht doch bei den großen Redaktionen eh nur darum, ein Thema möglichst brisant darzustellen, um Zuschauer, Zuhörer oder Leser zu gewinnen. Dass zum Beispiel beim Thema Emsdetten vom eigentlichen Problem total abgewichen wird, interessiert doch von denen keinen.
    Napol3on #4
    Ich bin mir ziemlich sicher das Formate wie Sabine Christiansen daran interesse haben. Wenn allerdings die Anfrage an ein Unternehmen dazu genutzt wird sich selbst zu promoten, anstatt darauf zu bestehen, dass der Verband dazu Stellung nimmt.

    Soweit ich weiss kann man auch gegen Medien gerichtlich vorgehen - was eigentlich der ESB könnte - um Falschdarstellungen nachträglich richtig darzustellen oder in Zukunft zu verhindern. Ich finde es ein schwaches Argument die Schuld an die Medien weiterzureichen, anstatt die Ursachen in der Szene zu suchen, die es bis heute nicht geschafft hat, einen von allen Beteiligten akzeptierten Verband zu etablieren.

    Cocor, denkt mal darüber nach wieso das immer wieder passiert. Ich glaube nicht, dass die Medien vom Verband der eSportler gerichtlich abgemahnt werden wegen Falschdarstellung oder gezwungen werden Richtigstellungen zu publizieren. Sollte das irgendwann mal die Regel werden, dann könnte es passieren das man sich zuerst an den ESB wendet, bevor man einfach Sachen aus der Luft greift oder direkt ins Gespräch miteinbezieht.

    Abgesehen davon, wo bleibt die Eigeninitiative? Nach dem Vorfall in Emdstetten hätte ich mich als Pressesprecher sofort mit allen gängigen Medien in Kontakt gesetzt und mich als qualifizierter und fachlich kompetenter Ansprechparter angeboten.
    Amb3 #5
    ist zwar scho asbach aber: mich nervt immernoch das jemand wie ralf möller darüber spricht das man seine zeit verschwendet wenn man sie an sowas wie pcs verbringt :o
    Bani #6

    Napol3on schrieb am 30.01. - 13:36:

    Soweit ich weiss kann man auch gegen Medien gerichtlich vorgehen - was eigentlich der ESB könnte - um Falschdarstellungen nachträglich richtig darzustellen oder in Zukunft zu verhindern. Ich finde es ein schwaches Argument die Schuld an die Medien weiterzureichen, anstatt die Ursachen in der Szene zu suchen, die es bis heute nicht geschafft hat, einen von allen Beteiligten akzeptierten Verband zu etablieren.


    Kann man nur bis zu einem gewissen Grad, da die Medien mit der Meinungsfreiheit arbeiten und diese verfassungsrechtlich geschützt ist. So einfach ist ein Gerichtsverfahren daher nicht.

    Die Medien haben keine direkte Schuld. Du musst aber nun mal bei den Medien auch immer beachten, welche Zielgruppe sie haben und wie diese angesprochen wird. Eine Lokalzeitung muss ganz andere Worte und Themen wählen als ein Fachmagazin mit einer klareren Leserschaft von beispielsweise IT-Interessierten.

    Man kann sich auch den Medien als Ansprechpartner anbieten. Mach ich zB auch, sogar täglich in meinem Job. Aber wenn sie dich nicht wollen, was willst du da machen? Wenn der Umgang mit den Medien so einfach wäre, müssten PR-Leute nicht so viel Erfahrung haben und wären auch nicht so teuer ;).
    edshirt #7
    a: Man kann sich nicht einfach bei der ARD anmelden, wenn man zu Wort kommen will. Die Diskussionsteilnehmer bestimmen die Sendungen selber. Plasberg hat sich ja zum Beispiel entschuldigt, dass er das Thema mal sehr einseitig aufgearbeitet hat. Da kann ich David nur recht geben.

    b: Die Definition einer Falschdarstellung ist sehr wage. Wo fängt eine falsche Darstellung und wo endet eine Meinung.

    Und einfach wild rumzuklagen ist wohl auch keine Lösung.

    c: Wir haben doch nach einigen Ansätzen mitlerweile einen anerkannter Verband, der für die Interessen es eSport einsteht. Das Lobbyarbeit nicht in der Öffentlichkeit stattfindet sollte jedem klar sein.
    Bani #8
    Ach und schaut euch mal die Artikel nach Erfurt (2002) an und jetzt nach Emsdetten. Die Medien berichten durchaus auch zu genüge vernünftig über Gaming.

    Man hat immer welche dazwischen die das Thema aus unserer Sicht zu oberflächlich behandeln. Aber meist kann man bisher sagen, dass man auf diese Medien auch verzichten kann. Mir ist es zB viel wichtiger, im SPIEGEL, FAZ, Süddeutsche, WDR, RTL oder Pro7 mit Gaming gut weg zu kommen als in irgend einer Randgruppenzeitung oder Sendung die keiner liest oder sieht, bzw in einer Lokalzeitung, die eh über ihre Stadt hinaus niemand kennt.

    Klingt vlt hart, aber so seh ich das halt.
    x3ro #9
    der talk kam aber auch schon zu ner 'besseren' zeit :x
    cab_ts #10
    kann man sich irgendwo aufzeichnungen der talks runterladen, OHNE premium oder platinum user bei giga 2 zu sein?
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