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Kommentar zu HTC & Co.: Geld ist nicht alles

HTC, Amazon, WME|IMG: Der eSport lockt verstärkt Global Player an. Eine Entwicklung, die Hoffnung macht – und Sorge bereitet.

Läuft für den eSport, möchte man spontan sagen: Technologiekonzern HTC sponsert drei amerikanische Topclans, Amazon kauft die Streaming-Plattform Twitch für eine sagenhafte Summe und die Agentur WME|IMG, Marktführer in den Sparten Entertainment und Medien, hat sich mit der Firma Global eSports Management eine der ersten Agenturen speziell für wettbewerbsorientierte Videospieler gesichert.

Die Entwicklung ist eindeutig: Immer mehr Global Player interessieren sich für den eSport. Sie sind gewillt, teilweise immense Summen in das Phänomen zu investieren. Überraschend ist das nicht: Das enorme Potential der Szene zeigt sich allmählich auch in Zahlen, der eSport tritt aus seiner Nische heraus und etabliert sich als eigene Marke im Multimilliardenmarkt Gaming. Das Marktforschungsunternehmen Newzoo rechnet 2017 mit weltweit 145 Millionen eSport-Begeisterten – sage und schreibe 60 Prozent mehr als 2014. Damit gehört die Szene zu den am schnellsten wachsenden Märkten der digitalen Welt.

Quelle: http://www.entania.com/games/news/2149-kommerzialisierung-des-esport-geld-ist-nicht-alles/
  1. hrb #1
    Einfach den Teaser einzubinden hätte ich jetzt sinnvoller gefunden, sagt mehr über die Gesamtaussage des Textes aus als die ersten beiden Absätze.

    €: Sollte vielleicht dazu sagen, dass ich das nicht so eingeschickt habe.
    buffy #2
    Kann ehrlich gesagt nicht viel mit dem Text anfangen. Zum Einen werden Theorien aufgestellt, die erst einmal zu beweisen wären, aber hier mehr oder weniger als Fakten präsentiert werden. Details im Spoiler
    Spoiler: 
    z.b.: "Große Sprünge oder einfach nur stabiles, nachhaltiges Wirtschaften sind vielen eSport-Organisationen dennoch weiterhin nicht möglich."

    Es ist natürlich nur den Organisationen möglich, die entweder erfolgreich sind in Turnieren oder durch Streaming/Events etc. Das ist jetzt nicht unbedingt etwas E-Sport typisches, sondern auch in anderen Sportbereichen üblich.

    "Die Schere zu den kleineren Clans, Veranstaltern und Studios wird immer größer. Wenn sich, finanziell gesehen, die Spreu vom Weizen im eSport trennt, werden viele auf der Strecke bleiben"

    Ist das wirklich so? Ein besonderes Merkmal des Esports ist doch, dass jeder mit einem halbwegs normalen Computer teilnehmen kann. Es wird kein extra-Equipment, keine teure Mitgliedschaft etc benötigt.

    Nur durch bessere Finanzierung gewinnen Teams auch nicht mehr. Das zeigte sich allein bei EGs Sc2 Haus, aber ebenso beim EG-TL Korea Haus usw. Natürlich hilft es Spielern, wenn sie genug Geld haben um sich keine Sorgen machen zu müssen, wenn sie gut unterstützt werden etc, aber der wichtigste Faktor ist dies keineswegs, was wieder und wieder bewiesen wird. Viel wichtiger ist der absolute Willen zum Sieg, das Training, die Hingabe und natürlich das Talent.



    Zum Anderen stört mich der Schlussatz doch sehr: "Geld ist nicht alles – und manchmal eher das Problem als die Lösung."

    Ich bin bei weitem kein blinder Fan eines durchkommerzialisierten Sportes, doch Fakt ist, dass ein hohes Preisgeld für viele neue Spieler zum einen den Wettbewerb zum Zuschauen interessanter macht, zum anderen aber vor allem eine Möglichkeit in Aussicht stellt. Junge Spieler, die sowieso schon viel spielen und auf hohem Niveau trainieren bekommen auf einmal einen Anreiz, ein Ziel. Hätten wir bei Sc2 jemals Life oder Taeja auf hohem Niveau spielen sehen, wenn ihnen nicht zig tausend Dollar gewunken hätten? Ich würde sagen nein. Je höher der Gewinn, desto höher natürlich auch der Einsatz. Das muss man nicht unbedingt wollen, aber es als Problem zu betrachten finde ich seltsam.
    PaulWalker #3
    Der Text scheint mir nicht ganz rund zu sein. In der Einleitung und anhand der aufgestellten Theorien möchte er unglaublich viel nimmt dann aber eine Abkürzung, umreißt kurz ein paar Gedanken, und kommt dann zum Fazit.

    Vieles bleibt unbeleuchtet oder wird nur sehr oberflächlich angerissen. Auch wie Buffy schon sagt bleibt der Beweis zur Theorie aus und diese werden einfach als Fakten hingenommen.

    Die Schere zu den kleineren Clans, Veranstaltern und Studios wird immer größer. Wenn sich, finanziell gesehen, die Spreu vom Weizen im eSport trennt, werden viele auf der Strecke bleiben.

    Konsolidierung ist das Stichwort – und zwar kein gutes. Am Ende könnten nur die größten Organisationen mit dem meisten Geld und den stärksten Partnern übrig bleiben. In einer Szene, die vor allem wegen ihrer Vielfalt und ihres entsprechend hohen kreativen Potentials so spannend ist, kann man sich über so eine Nachricht nicht freuen.


    Das halte ich für Unfug. Jeder kann ohne große Mittel teilnehmen. Natürlich nicht am TI, Dreamhack oder ähnliches aber die Einstiegshürden waren doch schon immer gering und sind heute noch niedriger. Die neuen Strukturen in den Spielen (LoL, Dota) setzten ja nicht mal mehr einen eigenen Server oder eine bezahlte Lizenz des Spiels voraus.

    Zu viel gewollt, zu wenig belegt und am Ende bleibt nicht viel. So wie du das Thema aufgriffen hast ist es sehr komplex und vielschichtig und kann kaum in den paar Sätzen ernsthaft abgehandelt werden.
    Halolo #4
    Johannes dann nimm mal 'Stellung' dazu ;-)
    hrb #5
    Später. Muss ausnüchtern :D Ich schau mir die Kommentare am Nachmittag nochmal genauer an, bin mir aber ziemlich sicher, dass Kritik an einigen Stellen berechtigt ist. Vielleicht kannt ich auf ein paar Punkte nochmal konkreter eingehen.
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