Am heutigen Samstag Nachmittag startet die diesjährige Sommerausgabe der DreamHack 2013. Insgesamt 16 Teams werden im CS:GO-Turnier um umgerechnet rund 23.000 Euro spielen. Tom ‚bumbum‘ Gürke blickt auf das Topevent und liefert zehn gute Gründe, das Wochenende lieber zu Hause zu bleiben.
Grund Nr. 1: Die MapsDie DreamHack Summer 2013 wird womöglich das letzte Turnier sein, welches mit dem – mittlerweile veralteteten – Mappool, bestehend aus fünf Maps, ausgetragen wird. Auf Dust2, Inferno, Nuke, Train und mirage_ce geben sich die anwesenden Teams die Ehre und kämpfen um Bomben und Entschärfungen. Niemand muss sich also auf einer Jahreszeitenkarte oder zwischen Lagerhallen herumtreiben. Noch nicht. Auf der DreamHack bewegt man sich auf jeden Fall in gewohnten Gefilden.
Grund Nr. 2: Erstklassiges Teilnehmerfeld
Mappool hin oder her, das, was wirklich zählt, sind die Namen im Scoreboard. Mit NiP, ESC, Virtus.pro, LDLC, den Copenhagen sowie Western Wolves ist alles, was die europäische Elite vorzuweisen hat, vertreten. Zumindest jene, die eine Reise nach Jönköping überhaupt antreten konnten. Zwar fehlen Natus Vincere, Team VeryGames und z.B. Anexis, doch das ändert wenig am hochkarätigen Teilnehmerfeld des Mega-Events. Spannende Spiele sind damit quasi vorprogrammiert.
Grund Nr. 3: BYOC-ZufallZwei Plätze sind noch zu vergeben für die sogenannte SteelSeries CS:GO Championship. Diese bestimmen sich aus den beiden bestplatzierten Teams des BYOC-Turniers (Bring Your Own Computer). Auch wenn die Teilnehmerliste mit Lemondogs und Druidz nur mit wenigen namhaften Teams aufwartet, so sollte man die teils lokalen Mannschaften keinesfalls unterschätzen. Das mussten zuletzt auch Epsilon und Lemondogs bitter zu spüren bekommen, als beide im schwedischen DreamHack Qualifier gegen das Mixteam von ESG! den Kürzeren zogen. Außerdem mit von der Partie sind die beiden Frauenmannschaften von Epsilon und Druidz. Ob die Mädels am Ende mit dem vermeintlich stärkeren Geschlecht mithalten können, zeigt sich ab heute Nachmittag.
Grund Nr. 4: Gute Caster
Topteams müssen natürlich auch von Top-Kommentatoren begleitet werden. Mit zwei Streams deckt die DreamHack dabei alles ab, was auf den Servern passiert. Auf dem Hauptstream bringt NiPGamingTV-Moderator Anders Blume gemeinsam mit ex-CS 1.6-Profi Tomi ‚lurppis‘ Kovanen das Spielgeschehen dem Zuschauer näher. Der zweite Stream wird kommentiert von fnaticTV Gesicht Niels Henning ‚rizc‘ Top und dem ehemaligen Curse.eu-Akteur Joona ’natu‘ Leppänen. Damit ist nicht nur für alle Spiele die Übertragung auf Englisch gesichert, auch die fachliche Kompetenz ist gegeben. Hinzukommen natürlich noch allerhand anderssprachige Streams. Deutsche Fans werden wie immer von Matthias ‚Knochen‘ Remmert beschallt.
Grund Nr. 5: Professionalität
Wenn es eines gibt, was die DreamHack seit Jahren auszeichnet, dann ist es die Professionalität der Veranstalter, die notwendig ist, um ein solches Event zu stemmen. Nicht umsonst genießt die halbjährliche Veranstaltung ein hohes Ansehen in Profikreisen. So sind Spiele zu humanen Uhrzeiten dabei genauso Pflicht, wie das ganze Umfeld, in dem die Profis ihrem Handwerk nachgehen.
Grund Nr. 6: Deutsches Hoffnungsteam
Seit langer Zeit keimt Hoffnung unter deutschen CS:GO-Fans auf. Mit /10/ entstand vor wenigen Wochen ein Team, welches bis dato vielversprechende Ergebnisse erzielte. Zu den größten Erfolgen zählen dabei der Sieg gegen ESC Gaming im Techlabs Cup Minsk, aber auch die geglückte Qualifikation für die SLTV StarSeries VI Playoffs. Jetzt gilt es für strux1 & Co. diese Leistung auch offline zu bestätigen. Eine leichte Aufgabe steht den Deutschen mit Curse.us, Epsilon und CPH Wolves in Gruppe B aber nicht bevor, welche in vielen Augen die bestbesetzte Gruppe darstellt. Dennoch braucht sich /10/ vor keinem Team auf dem Event zu verstecken. Sollte man die Gruppe überstehen und ihnen das Losglück hold sein, ist das Halbfinale in greifbarer Nähe und die Freude unter den Fans groß.
Grund Nr. 7: readmore vor Ort
Einige Events mussten wir passen, doch jetzt ist readmore wieder dort, wo es hingehört: Am Ort, wo sich die gesamte eSport-Welt trifft. An den vollen drei Tagen berichten Lynissea, Vendetta und bumbum live aus Schweden, um euch das bestmögliche DreamHack-Erlebnis zu bieten. Mit Interviews, Bildern und Videos versuchen wir euch die DreamHack zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen.
Grund Nr. 8: Stimmung
Die weltweit größte Lanparty ist nicht nur Spitzenreiter, wenn es um Teilnehmerzahlen geht. Die Stimmung in der DreamArena, wo die wichtigsten Partien des Events ausgetragen werden, ist oft ebenfalls rekordverdächtig. Wenn dann noch schwedische Spieler im Finale einer Disziplin stehen, ist oft die Hölle los.
Grund Nr. 9: NiPs VerwundbarkeitNoch nie schien der Platzhirsch Nummer 1 – NiP – so verwundbar wie dieser Tage. Die jüngste Vergangenheit offenbarte uns eines: Die Ninjas sind schlagbar. Das mag seit dem 4:0 Sieg nach Maps von Virtus.pro auf den SLTV StarSeries V Finals nicht weiter verwunderlich sein. Und doch zeigte sich zuletzt, dass auch f0rest & Co. keine Halbgötter sind. Satte vier Maps respektive drei Niederlagen kassierten die Schweden am vergangenen Mittwoch. Besonderes Schmankerl dabei: Alle NiP-Bezwinger befinden sich auch auf der DreamHack, namentlich fnatic, Team X und Team-LDLC. Erleben wir also die zweite Turnierniederlage seit Kiew?
Grund Nr. 10: Die Community
Keine eSport-Disziplin wäre etwas ohne die dahinterstehende Community. Auch wenn es der deutschen CS:GO-Szene oft an Respekt fehlt, so blitzt sie hier und da in einer geschlossene Einheit auf. Dieses Gemeinschaftsgefühl brauchen sowohl /10/ als auch Team Alternate hier in Jönköping, um zur Höchstform aufzulaufen. Jeder sollte an diesem Wochenende seine Antipathien beiseite legen und beide Daumen für ein gutes Abschneiden der Deutschen drücken. In diesem Sinne: Auf eine fantastische DreamHack Summer 2013!


