Die DreamHack Summer ist in vollem Gange und readmore.de berichtet live vor Ort. Neben Bildern, Videos, Artikeln und Interviews, wird dieser Blog ein wenig die Geschehnisse abseits des Gamingfestivals beleuchten und Euch zeigen, was so hinter den Kulissen passiert, sowie die RM-Crew vor Ort so alles erlebt hat.
Los ging es am Freitagmorgen vom wunderschönen, höchstgradig bauanfälligen Flughafen Berlin Tegel. Meine Wenigkeit trudelte als Erster im Abreiseterminal ein und begutachtete erst einmal die Lage. Außer ein paar Touristen und irgendwelchen Flughafenmitarbeitern war aber nicht viel los, bis Lynissea um die Ecke bog. Nachdem sie mich fragte, ob ich ich sei und ich dreist verneinte, setzte sie sich leicht enttäuscht ein paar Plätze weiter weg und begann zu warten. Nach kurzer Zeit des erfolgreichen Trollings, erlöste ich sie dann und so warteten wir beide zusammen auf bumbum. Während wir so laut vor uns hin rätselten, wer von den beiden Herrschaften am Check-In Tom war, kam eine dritte Person auf uns zu und begrüßte uns. Das Trio war vereint!
Nach ein wenig Wartezeit durften wir endlich per Bus Richtung Flugzeug aufbrechen und man merkte Lyn recht schnell an, dass Flugzeuge nicht ihr Ding sind. Wie es sich für die Elite gehört, saßen wir ganz vorne und genossen einen ruhigen Flug nach Kopenhagen. Ich hatte bei der Ankunft so meine Zweifel, ob wir wirklich richtig waren. Der Flughafen ähnelte eher einem Einkaufszentrum, aber diverse Schilder und ein Gepäckband ließen vermuten, dass der Pilot doch richtig geflogen ist und so nahmen wir unser Gepäck entgegen, um es wenig später wieder abzugeben. Zu dem Zeitpunkt konnte von uns noch keiner ahnen, dass Lynisseas Koffer größer als das zweite Flugzeug war, aber dazu später mehr.
Unmittelbar nach Check-In fiel uns allen ein recht stark tätowierter Herr auf, der auf den ersten Blick nicht den Eindruck machte, als sei mit ihm zu spaßen. Fest stand, er saß mit uns im selben Flugzeug und damit begann bei Lyn, die dennoch sehr tapfer war, Phase II der Flugangst. Wieder fuhren wir mit einem Bus über das Rollfeld und bewunderten die größten Flugzeuge, die der Flughafen zu bieten hatte. Lyn schien etwas Hoffnung zu haben, dass einer der Jumbojets unser Flieger sei. Umso größer war ihr Entsetzen, dass das Flugzeug vom Typ Überraschungsei Bausatz und dementsprechend klein war. Phase III war schon längst eingeleitet und Turbulenzen beim Landeanflug gaben ihr den Rest. Aber es sollte noch schlimmer kommen!
Angekommen in Jonköping wurde schnell klar, dass der Flughafen nicht viel größer ist, als das Flugzeug. Zu allem Überfluss gab es weder Stadtpläne noch Schilder, die uns den Weg Richtung Hotel hätten zeigen könne. Also begaben wir uns zur Info und ließen uns von einer jungen attraktiven Schwedin helfen. Während sie mit ihrem Kollegen sprach um eine Lösung für unser Problem (Keine SEK in der Tasche und kein Geldautomat am Flughafen) betrachteten Tom und ich einmal mehr die nette Dame am Schalter. Willkommen in Schweden! Leider konnte uns die Dame auch nicht weiterhelfen, da sie nicht befugt war, Geld für uns zu wechseln und da kam der tätowierte Koloss ins Spiel. Jener bat uns nämlich an, bei ihm und vor allem, auf seine Kosten, mitzufahren.
Während wir auf unser Taxi warteten, ja die gab es auch nicht am Flughafen, erzählte uns Chinglish der Tätowierte von seiner Karriere als CS 1.6-Pro in Australien und seiner aktiven Zeit als WoW-Pro. Letzeres brachte ihm den DreamHack Trip ein, weil er zusammen mit Sodapoppin‘ ein paar Events castet. Mittlerweile war auch das Taxi gekommen und als der Fahrer ausstieg, hatte ich direkt das Gefühl, dass die Fahrt nicht gewöhnlich sein wird. Ich sollte Recht behalten. Zunächst schien alles nach einer normalen Taxifahrt auszusehen, doch als der Fahrer während der Fahrt einfach mal die Tür öffnete, nur um zu gucken, ob er den Waschbären wirklich erwischt hat (hat er übrigens), dachte ich, ich falle vom Glauben ab. Außerdem wechselte uns der Taxifahrer während der Fahrt einen Teil unserer Euros in Kronen um. Er sagte er bräuchte die Euro, wollte uns aber nicht sagen wofür…
Wir konnten es kaum glauben, aber wir kamen heil im Hotel an und bezogen unsere Zimmer. Nichts besonderes, aber völlig ausreichend, lautet unser Fazit. Allzu viel stand auch nicht mehr auf dem Programm. Lynissea schrieb noch eine News, bei der Tom und ich ihr eigentlich helfen wollten, aber unsere Müdigkeit, aufgrund der schlaflosen Nacht zuvor, machten uns einen Strich durch die Rechnung. Schließlich mussten wir noch nach Berlin fahren, während Lyn schon am Donnerstag in Berlin ankam.Zwei Filme (X-Men: First Class und Poseidon), sowie acht Stunden Schlaf später, brach der heutige Tag an und wir machten uns, gemeinsam mit Danil ‚Dendi‘ Ishutin und dem Rest von Na’Vi.DotA ans reichhaltige Frühstücksbuffet. Gestärkt und voller Tatendrang brachen wir Richtung DreamHack auf, wo wir, meiner Meinung nach, einen ordentlichen Start in die Coverage hatten. Morgen folgt dann Teil 2 unseres kleinen Blogs. Mal sehen, was Schweden und die DreamHack noch so für uns bereithält.
