Nachdem das readmore.de-Trio auch den zweiten Tag in Jönköping, Schweden, erfolgreich überstanden hat, wird es Zeit auch von den vergangenen 24 Stunden zu berichten. Es gibt wieder einige Geschichten von Hinter-den-Kulissen der DreamHack Summer 2013 zu erzählen.
Nachts, gegen 1 Uhr traten wir also unseren Heimweg an. Beim Haupteingang angekommen, mussten wir feststellen, dass dieser mittlerweile als Schlafzimmer benutzt wird und wir mussten noch einmal durch die ganze Halle laufen, um einen anderen Ausgang zu finden. Vor der Tür wartete auch gleich ein Taxi, in das wir einstiegen. Bumbum sagte dem Taxifahrer, dass wir auf dem Hinweg einen Festpreis von 140 SEK bezahlt hätten und fragte, ob er diesen auch für den Rückweg anwenden könnte. Natürlich verneinte der Herr am Steuer und schon nach wenigen Metern sprang der Taxameter über die 140 SEK-Grenze und am Ende sogar über die 200er-Marke. Abgezockt! Da nutzte dem Taxifahrer auch sein nettes Gerede über Deutsche und deren Freundlichkeit nichts mehr!
Im Hotel angekommen war unser Arbeitstag noch nicht zu Ende. Ich wurde schnell meine Kontaktlinsen los und wanderte mit meinem Laptop bewaffnet wieder in das Zimmer der Jungs. Diesesmal gelang es den beiden sogar, nicht einzuschlafen, solange ich im Raum war. Vom Trash-TV konnte ich sie allerdings wieder nicht abhalten – „aber das ist doch kein Trash-TV, da spielt Reese Witherspoon mit“. Gegen 3 Uhr machte ich mich auf den Weg ins Bett.
Heute Morgen hieß es erst einmal warten, bis die beiden aufgestanden sind. Gemeinsam machten wir uns wieder auf den Weg zum Frühstück. Keine Spur von Dendi. Umso überraschter war ich, als ich plötzlich Vytautas ‚extinkt‘ Melinauskas am Büffet entdeckte. Das beste europäische Amateur-LoL-Team bewohnte also auch unser Hotel! Wie immer zeigten die Jungs kein Verständnis für meine Freude über den Anblick der Heimerdingers Colossi. Auch meine Liebe zu MYM und meine Muttergefühle für manche Spieler bringen mir nur schräge Blicke der beiden ein.Rache ist bekanntlich süß! Vendetta redete sich beim Erklären von LoL-Taktiken so in Rage, dass er mit einer Handbewegung gleich seinen vollen Becher Kakao über den kompletten Tisch vergoss. Hier sei erwähnt, dass er auch am Vortag im Flugzeug die von der Stewardess gereichte Cola über seine Hose schüttete.
Nach dem Frühstück holte ich mein Equipment und ging ins Nebenzimmer, um aufzubrechen. Vendetta und bumbum waren gerade dabei, sich darüber zu beschweren, dass niemand ihre Betten gemacht hatte, während sie beim Frühstück waren. Am Vortag sei dies der Fall gewesen, aber heute – nichts! Ich erwähnte, dass mein Bett – so wie gestern – in der Zwischenzeit gemacht wurde. Daraufhin erzählten die beiden, dass jemand in den frühen Morgenstunden ihre Zimmertür von außen geöffnet und irgendetwas gesagt hatte. Nachdem bumbum nichts verstanden, aber einfach mit „NOOOOOOO“ geantwortet hatte, ging diese Person wieder. Dürfte eventuell damit zusammenhängen..
Als wir dann um kurz nach 10 Uhr im Pressebereich der DreamHack ankamen (Festpreis 140 SEK, gibts nur auf dem Hinweg, NICHT auf dem Rückweg!), war dieser nur sehr spärlich besetzt. Bei uns machten sich kurz Zweifel darüber bemerkbar, ob das Event heute wirklich ausgetragen wird. Jedoch füllte sich die Pressearea nach und nach und auch die Plätze neben uns waren bald nicht mehr leer.Dies gab Vendetta die Gelegenheit, sich in ein Fettnäpfchen zu setzen: Während er über den Dialekt der Österreicher lästerte, erwähnte er, dass nur Schweizer noch schlimmer sprechen würden. Daraufhin brach am Platz neben mir großes Gelächter aus: Der Herr neben mir erzählte, dass sein Kollege, der direkt neben Vendetta sitzt, Schweizer ist. Böse Blicke und Worte waren die Antwort auf die Übersetzung seines Kollegens. Alles nur Spaß!
Nach einem erfolgreichen Arbeitstag neigt sich dieser nunmehr zu Ende. Nachdem wir kurz vor Aufbruch standen, nutzte ich die Gelegenheit, um mir ein Dota2-Game anzugucken. Nach einigen vergangenen Minuten machte ich mir Gedanken darüber, ob die Jungs nicht schon aufbrechen wollen. Dann erblickte ich bumbum im Dota2-Bereich hinter mir – kein Grund schlechtes Gewissen aufkeimen zu lassen. Nach der Map ging ich also zu besagtem bumbum und musste feststellen, dass dieser nicht auf seinen Namen reagiert. Diese Verwechselung kam natürlich nur aufgrund meiner Müdigkeit zustande.
Tag zwei in Jönköping neigt sich somit dem Ende zu. Was der morgige Tag für die readmore.de-Crew vor Ort zu bieten hat, wird im dritten Teil unseres Blogs zu lesen sein.

