An diesem Wochenende fand auf der LAN Dreamhack in Schweden die nationale ESWC-Qualifikation statt, bei deren CS-Turnier auch das Team 1911 zum ersten Mal in Erscheinung trat. Während viele sofort das mögliche, neue SK-Team in 1911 erkannten, zogen sich die Spieler Christian „vilden“ Lidström, Abdisamad „SpaWn“ Mohamad, Michael „ahl“ Korduner, Mathias „Snajdan“ Andersen und Christer „fisker“ Eriksson nach nur drei (erfolgreichen) Spielen ihre Teilnahme wieder zurück.
Nachdem man zunächst nur über mögliche Gründe spekulieren konnte, gibt es jetzt erste Stellungnahmen, welche Licht in die schwedische Dunkelheit bringen. Demnach liegt das Hin und Zurück von 1911 an den Verträgen, welche die Spieler vilden, SpawN und ahl mit NiP-Gaming geschlossen haben.
Laut dieser Verträge konnten die Spieler zwar ihren Vertrag kündigen, durften dann aber einen Monat lang nicht in einem anderen Clan an Turnieren teilnehmen. An diese Klausel erinnerte das Management von NiP-Gaming die betreffenden Spieler und drohte gleichzeitig mit einer Klage, falls vilden, SpawN und ahl dennoch weiterhin am Turnier teilnehmen würden.
Christian Lidström, Abdisamad Mohamed and Michael Korduner had one month’s period of notice since the day they decided to resign (Their contracts will expire June 25’th). Of course, under the period of notice, they are not allowed to work with other teams. Victor „Zidane“ Lindqvist, Ninjas in Pyjamas
Warum aber nahmen die betroffenen Spieler überhaupt am Turnier teil? Auch diese Frage ist mittlerweile geklärt: Sie dachten, dass NiP-Gaming seinerseits die Verträge mit den Spielern gebrochen hat, indem es ihnen kein Gehalt auszahlte. Doch wie Zidane feststellte, musste NiP-Gaming dieses Gehalt nur dann zahlen, wenn die Spieler die vertraglich festgeschriebenen Stunden an Training absolvierten.
The way I understood it ahl, SpawN and vilden was still under contract (period of notice) with NiP but NiP had broken the contract previously when they clearly stated that they wouldn’t pay any salary during the period of notice. The players then interpreted it as if they no longer had any obligations towards NiP, and that they had gotten fired from the organisation. Mathias „Snajdan“ Andersen
During the period of notice Christian Lidström, Abdisamad Mohamed and Michael Korduner of course have to continue their usual work(the time per week/day provided in the contract) in order to receive their compensation. Victor „Zidane“ Lindqvist, Ninjas in Pyjamas
Diese rechtlich nicht unkomplizierte Situation war also der Grund, warum 1911 die Teilnahme am ESWC-Qualifier abbrach. Dass die Spieler mit dem Geschehen ganz und gar nicht zufrieden sind, zeigte Snajdan im Interview sehr deutlich. „Wenn ich ehrlich bin: Ich denke, Heaton hatte etwas mit dem Ganzen zu tun, da er Angst hatte, gegen uns zu spielen.“
I think that it was a quite unsportsmanlike behaviour by NiP, but I guess I’ll wish them good luck in Paris, they’ll need it. Mathias „Snajdan“ Andersen
Kommentar von Rudi zum Thema
Interview mit Snajdan auf www.fragbite.se (engl.)