Mit den EPS-Finals nächstes Wochenende steht nicht nur ein spannender Abschluss der EPS Season 6 bevor, sondern auch das Ende der „heißen Phase“ in der Qualifikation für die kommende EPS Saison. Nachdem am Wochenende der Betrugsfall und damit Ausschluss von GSG9 große Aufregung in der Szene verursachte, bietet die Einführung bzw. Änderung einer Regel um den EPS Aufstieg nochmals deutlich mehr Sprengstoff.
Ursache:
Gestern Abend wurde das in der EAS 1st Division spielende CS-Team von pod virtual Gaming vor ihrem EAS-Spiel darauf hingewiesen, dass lediglich ein Team pro Clan an der EPS-Relegation teilnehmen darf, was bis dahin auch stets der Fall war und damit kein großes Problem darstellte (weil es der Realität entsprach) und auch so von pod per E-Mail der ESL mitgeteilt wurde.
Kurz darauf erhielt das Team jedoch erneut Post. Diesmal wurde pod darauf hingewiesen, dass ihr Team binnen 12 Stunden aus der EAS entfernt werden würde. Grund dafür ist der Verstoß gegen die Regel 4.5.13.1. Auszug dieser Regel aus dem EPS-Regelwerk nachstehend:
Sollte ein Clan direkt oder nach der Relegation aus der ESL Pro Series absteigen, so ist es ihm nicht gestattet, ein anderes Team, bzw. einen für die Teilnahme an der folgenden EPS Saison berechtigten EPS Slot, Direktaufsteiger aus der EAS oder Gewinner der Relegation, zu übernehmen oder unter dem Namen des abgestiegenen Clans spielen zu lassen. Sollte die Ligaleitung einen Teamwechsel vermuten, der dazu durchgeführt wird diese Regel zu umgehen, können für einen Slot auch mehrere Clans (der alte und der neues des später abgestiegenen Teams) für die nächste Saison gesperrt werden.
altes und neues pod-Team?
Streitpunkt ist die Thematik, welche Teams pod zu welchem Zeitpunkt hatte, zur Aufklärung folgende Informationen:
Das ehemalige pod-Team, dass auch für pod die gesamte EPS gespielt hat, wurde am 26.05.2005 entlassen. Zum selben Zeitpunkt gab man die Verpflichtung des Teams „no way out“ bekannt, die zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgreich in der EAS vertreten waren.
Erwähnenswert bleibt, dass der „EPS Slot“ per Lizenz (Regel) nicht an pod, sondern an das ehemalige Team gebunden war.
Auswirkung
Heute früh um 06:00 Uhr kam es zum so genannten „Laddershot“, d.h. die Punkte die ein Team zu diesem Zeitpunkt hat, sind entscheidend für den Direktaufstieg in die EPS bzw. die Teilnahme an der EPS-Relegation. Aufgrund der Niederlage des pod-Teams gestern Abend, befinden sie sich derzeit auf dem dritten Platz und sind damit für die Teilnahme an der Relegation berechtigt.
Damit diese Qualifizierung in Anspruch genommen werden kann, muss das CS-Team jedoch den Clan verlassen, damit Eingangs erwähnte Regel 4.5.13.1 nicht gebrochen wird. Ein Blick auf die Homepage von pod und das ESL-Ranking zeigt, dass dies bereits umgesetzt wurde.
Interessant und wohl auch meist diskutiert bleibt der Punkt, dass die Regel erst auf den letzten Drücker in der Form eingebaut wurde und das Team auch nicht deutlich früher darauf hingewiesen wurde.
Reaktion der Beteiligten
Nachfolgend Aussagen der Beteiligten. Dies sind Leader des Clans pod virtual gaming sowie cYpress von no way out. Seitens der ESL gibt es bisher kein offizielles Statement.
nwo|cYpress Die neue Regelung der ESL, die anscheinend extra für uns entwickelt wurde, trifft uns natürlich hart. Das CS-Team, was noch vor kurzer Zeit unter der Flagge von pod spielte, ist nun bis auf weiteres wieder clanlos. Trotzdem hoffen wir noch darauf wieder zu pod zurückkehren zu dürfen, wie wissen wir selbst jedoch noch nicht. Sicherlich werden wir nicht tatenlos herumsitzen, sondern werden alles versuchen. In pod hatten wir einen Partner und Clan gefunden, der mehr als nur unseren Vorstellungen entsprach.
pod-pumpnC: Zuerst konnte ich nicht glauben, was die ESL gestern entschied und danach machte sich einfach nur noch Unfassbarkeit breit. So mussten wir gleich doppelt schlucken, und zwar als die ESL feststellte, dass die zuerst zitierte Regel nicht auf uns zutraf, man daraufhin ganz schnell eine neue entwarf und diese natürlich rückwirkend geltend machte.
Zwar ist gegen die neue Regel nichts einzuwenden, doch die Art der Einführung bescheinigt den für die EPS zuständigen EPS-Admins einmal mehr inkompetentes Verhalten sowie fehlendes Fingerspitzengefühl. Wir wurden direkt mit der neuen Situation konfrontiert und bekamen als Bonus sogar noch ein Ultimatum von 12 Stunden uns von den Jungs zu trennen, da diesen ansonsten die Teilnahme an der Relegation verwährt geblieben wäre. Nun frag ich mich, wie man bei so einer Entscheidung noch richtig planen soll, denn unser Team spielte nicht erst seit gestern unter pod in der EAS, sondern schon knapp einem Monat. Doch den ESL-Admins ist natürlich erst am letzten Tag eingefallen, dass wir in ihren Augen angeblich nicht konforme Dinge machen. So bezog man sich auf den noch existierenden EPS-Account, welcher aber zu keinen Zeitpunkt uns gehört, und dessen Spieler dort drin auch schon seit längerer Zeit nicht mehr bei pod virtual Gaming spielen (lediglich der Account hieß noch pod virtual Gaming, da laut ESL Regelwerk dieser während der Saison nicht umbenannt werden darf). So nehmen wir laut ESL-Aussagen an der Relegation teil, nur frage ich mich mit welchem Team?
Ich möchte allerdings noch einmal abschließend klarstellen, dass wir uns von unserem CS-Team trennen mussten, damit diese an der Relegation teilnehmen dürfen und nicht weil sie den Direktaufstieg verpasst haben. Allerdings sind wir immer noch bemüht eine Einigung mit der ESL zu erzielen und hoffen auf einen positiven Ausgang dieser Geschichte.