Nachdem vor einigen Wochen durch die ESL bekannt gegeben wurde, dass in der nahen Zukunft eine eigene ESL Pro Series für die beiden Alpenländer Schweiz und Österreich eingeführt wird und alle Teams, in denen vorrangig österreichische und schweizerische Spieler spielen, in dieser EPS teilzunehmen haben, ging ein Raunen durch die CS-Szene. Grund dafür war der österreichische Top-Clan plan-B, welcher nach dieser neuen Regel nicht mehr in der deutschen EPS die siebte Saison hätte bestreiten dürfen.
Die Stimmen, die sich gegen dieses Vorgehen der ESL erhoben, waren zahlreich. Und zwar aus drei Gründen: Zum einen spielt plan-B in seiner ersten Saison nach dem EPS-Aufstieg um den Sieg mit und konnte sogar die Qualifikation zum Saisonfinale mit dem ersten Platz abschließen. Aus dieser Sicht wäre die „Verbannung“ plan-Bs in eine Alpen-EPS ein großer Verlust im Hinblick auf die Leistungsstärke der deutschen Eliteliga. Zum anderen aber hat plan-B nicht an Qualifikations-Turnieren teilgenommen, die eine Voraussetzung für die Teilnahme an der ersten Saison sind. Zuletzt darf außerdem bezweifelt werden, dass plan-B in einer Alpen-EPS nicht unterfordert wäre, womit weder dem Team selbst, noch der ganzen Liga geholfen wäre.
Die ESL hat nun eine Entscheidung in dieser Problematik veröffentlicht: Gewinnt plan-B das Finale der sechsten Pro Series, so dürfen sie in der nächsten Saison auch mit österreichischen Spielern versuchen, ihren Titel zu verteidigen. Schafft das Team es allerdings nicht, so muss der Clan ein neues Team aufstellen, in dem hauptsächlich deutsche Spieler spielen. Diese Regelung, so die ESL, sei auch im europäischen Fußball nichts Ungewöhnliches.