Die ESL ändert das System, nach dem das wegen Strafpunkten einbehaltene Preisgeld verteilt wird. Die neue Regelung soll schon in der laufenden EPS-Saison angewandt werden und gilt für alle EPS-Spiele. Demnach bekommt dasjenige Team den größten Anteil, das auch das meiste Preisgeld in der gesamten Saison (Siegprämien plus Preisgeld für die Abschlussplatzierung) gewonnen hat. Würde mousesports zum Beispiel die Hälfte des gesamten Preisgelds gewinnen, so bekommt es auch die Hälfte des wegen Strafpunkten einbehaltenen Gelds. Nicht einbezogen ist dabei der Teil, den es aufgrund von Regelverstößen selbst „eingezahlt“ hat.
Bislang war es so, dass alle Teams den gleichen Anteil an dem einbehaltenen Preisgeld bekamen, das sie selbst nicht eingezahlt hatten. Die neue Regelung stößt bei den CS-Teams jedoch nicht auf große Zustimmung: Lediglich ein Team sprach sich nach readmore.de-Informationen im internen Forum für die Regeländerung aus, mindestens acht waren dagegen. Auch viele WC3-Spieler stehen der Neuerung skeptisch gegenüber. Die ESL begründet die Änderung dadurch, dass das neue System gerechter sei.
Statement von Carsten ‚Storch‘ Kramer, ESL Tournament Director:
Das neue System zur Verteilung des Preisgeldes, welches Teams oder Spielern für Penalty Points abgezogen wird, mag auf den ersten Blick kompliziert wirken, was dahinter steht ist aber so einfach wie nur möglich: Dieses Geld fließt in den Gesamttopf zurück und wird genauso verteilt wie der Rest des Preisgeldes, nach dem bewährten, leistungsgerechten System der ESL Pro Series.
Einziger Unterschied ist, dass derjenige, der die Strafe bekommen hat, davon nichts erhält.
Es gibt keine zwei Sorten von Preisgeldern, keinen extra Topf für „Strafgeld“, von dieser Sichtweise wollten wir mit der Änderung loskommen. Das einzige, was geschieht, ist, dass ein Teilnehmer weniger Geld bekommt, wenn er Strafpunkte hat, und dass dadurch der gesamte Preisgeldbetrag für alle anderen aufgestockt wird.
Von der anderen Seite her betrachtet sind wir der Meinung, dass in der ESL Pro Series niemand eine Belohnung bekommen soll, nur weil er keine Strafpunkte hat, denn das sehen wir als den Normalzustand an und hoffen, dass sich die Anzahl der Penaltypoints in Zukunft weiter verringert.
Wir denken, dass das neue System wesentlich gerechter ist, jeder wird an seinen Ergebnissen gemessen und erhält dementsprechend Preisgeld, wer Regeln mißachtet, bekommt entsprechend weniger.