Mittlerweile sind sechs Wochen vergangen und das ständig wechselnde Meta beruhigt sich. Was bleibt ist eine riesige Flut an Huntern und der Zoolock 2.0, wobei 2.0 für 2 Nerubian Eggs steht. Da viele Leute aber nicht gerne mit der Masse schwimmen, präsentiert readmore.de den sogenannten Secret-Mage, ein Tempo-Deck mit vielen interessanten Möglichkeiten.
Sieben Möglichkeiten, den Gegner zu verwirren
Mit Naxxramas bekam der Mage ein neues Secret als Klassenkarte: Duplicate. Damit steigt die beeindruckende Anzahl auf sieben an. Duplicate wurde anfangs noch als relativ „nutzlos“ eingestuft, was sich aber im Laufe der Wochen schnell änderte. Insgesamt werden aber nur vier Secrets gespielt und das auch nicht ohne Grund: Würde man mehr als vier nehmen, verliert das Deck stark an Geschwindigkeit. Zusätzlich wäre der Mana Wyrm die einzige Karte, welche wirklich von noch mehr Spells profitiert. Bei weniger als drei unterschiedlichen Secrets, verliert der Mad Scientist wiederum seinen Sinn.

„Das sind nicht die Secrets, die ihr sucht.“
Durch die enorme Anzahl ist es sehr schwer vorherzusagen, welcher Spieler wann welches Secret spielt. Genau hier setzt dieses Deck an: Mindgames. Die Kontrahenten haben mit mindestens einem Mirror Entity zu rechnen, deswegen spielt man es einfach nicht. Stattdessen lässt man seinen Gegenüber im Ungewissen, ob das gespielte Secret genau diese Karte ist. Man nötigt ihn quasi dazu, ein Low-Cost-Minion zu spielen. Richtig eingesetzt kann man so zum Beispiel die Strategie eines Jägers komplett über den Haufen werfen.
Counterspell ist mit Abstand das stärkste Secret im Repertoire des Magiers. Es kontert AOE Spells, Unleash the hounds und verhindert sogar den Nutzen einer Flare. Duplicate dagegen ist ziemlich Situativ, aber essentiell durch die hohe Anzahl an Low-Cost-Minions. Schafft man es einen Sludge Belcher oder eine Sylvanas zu duplizieren, wird aus einem Tempo-Deck auch schnell ein Control-Deck mit mehr Möglichkeiten im Late-Game.
Vaporize ist die logische Konsequenz wenn man kein Mirror Entity spielt. Man hofft natürlich, dass der Runde zwei Scientist ein Vaporize beschwört, um so noch mehr Tempo aufzubauen. Ansonsten ist es eine fantastische Möglichkeit, den Gegner im Ungewissen zu lassen, ob man Mirror Entity bzw. Counterspell spielt.
Der richtige Start bestimmt das Spiel
Wie bei quasi jedem Deck ist der Mulligan sehr entscheidend. Secrets werden grundsätzlich verworfen, einzige Ausnahme ist die Kombination mit dem Kirin Tor Mage. Ansonsten sollte die Priorität wie folgt lauten: Mad Scientist, Mana Wyrm, Undertaker. Von Runde eins an sollte die Priorität auf Schaden liegen, der Gegner wird gezwungen so ineffizient wie möglich zu tauschen. Ist man nicht in der Lage, genug Tempo aufzubauen, wird es spätestens ab Runde sechs sehr ungemütlich. Loatheb und Sylvanas sind beides keine starken Late-Game-Karten. Schafft man es hingegen, einen von den zwei zu duplizieren, sieht die Situation schon wieder anders aus.
Hat man einen Mana Wyrm mit der Kombination Frostbolt als Mulligan, kann man schnell innerhalb von zwei bis drei Runden 10 Schaden und mehr verursachen. Gegen Krieger braucht man sich nicht zu scheuen, einen Frostbolt in Runde zwei blind auf den Helden zu zaubern. Die Chance, dass dieser eine Fiery War Axe auf der Hand hat, ist generell sehr hoch und erlaubt eine zusätzliche Runde Schaden und Boardcontrol.
AAAARRRRRRRRRRRRRRRRRRR!
Seit gestern ist die fünfte Saison von Hearthstone online. Als Belohnung gibt es wie gewohnt einen neuen Kartenrücken für diejenigen, die Rang 20 und besser erreichen. Das Thema ist dieses mal Piraten – ob dies ein Hinweis auf künftige Karten ist oder einfach nur ein Gag, wird sich in Zukunft zeigen. Alle Informationen über die neue Saison findet ihr natürlich auch bei Blizzard. Eine gute Gelegenheit, das gezeigte Magedeck auszutesten.

Yo-Ho Piraten haben’s gut!