Seit letzter Woche sind die kommenden Nerfs bekannt und kontroverse Vermutungen über neue Deckmöglichkeiten sprießen nur so aus dem Boden, erst Recht für den Hunter. Doch es ist noch zu früh, man kann einen Sterbenden noch nicht wiederbeleben. Was man aber weiß ist, dass die sogenannten Control-Decks noch mehr an Bedeutung gewinnen. Einer von diesen Decks ist der Handlock.

Die dynamische Klasse
Der Hexenmeister gehört schon seit dem Release von Hearthstone zu einen der beliebtesten und beständigsten Decks. Durch die zwei Varianten Zoolock oder eben Handlock verfügt man über zwei komplett unterschiedliche Vorgehensweisen. Gegen den aktuellen Hunter zieht der Handlock im Allgemein den Kürzeren – ein weiterer Grund, warum der Zoolock so populär in der Ladder ist. Nimmt man die größte Bedrohung des Handlocks jedoch aus dem Spiel, dann ist der aufkommende Hype natürlich nur eine Frage der Zeit.
Die Stärke eines Control-Decks liegt im Endgame bzw. Fatigue. Wie der Name schon vermuten lässt, kontrolliert man das Spiel solange, bis man eine OTK-Kombo auf der Hand hat, oder einfach die schiere Masse an Giants.
Wer das Board kontrolliert, gewinnt
Viele Taunts wie Sunfury Protector oder Defender of Argus ermöglichen starke Tauntkombos wie z.B. 2x Molten Giant. Dazu kommen Turn 5 Mountain Giants bzw. Twilight Drakes mit anschließenden Taunt, was sie zu sehr manaeffizienten Karten macht. Als Notbremse bzw. Board-Clear hat man Hellfire und Shadowflame. Letzteres hat mehrere Synergie-Möglichkeiten:
Ancient Watcher + Shadowflame 
Earthen Ring Farseer + Shadowflame
Leeroy + Shadowflame
Dies sind nur drei sehr beliebte Kombinationen. Ob man lieber zwei Hellfire oder Shadowflame nutzt, liegt im Geschmack des Betrachters.
Der Hexenmeister hat neben dem Krieger die wohl beste Klassenfähigkeit für Control-Decks. Zwei Mana und zwei Lebenspunkte für eine Karte. Für viele oft ein Fluch, synergiert gerade der Lifetap mit den Molten Giants viel zu gut. Wer clever verteidigt und es bis Runde neun oder höher schafft, der hat mit Alexstrasza bzw. Lord Jaraxxus auch zwei Alternativen für mehr bzw. neues Leben.
Siphon Soul kann in manchen Situationen auch das Überleben sichern, jedoch sind die drei Lebenspunkte nicht so essentiell, wie dass Vernichten einer Kreatur. Sunwalker und 6+ Legendarys sind natürlich ideale Ziele.
Ein niedriger Mulligan ist ein Muss
Zur Zeit sind noch viele Matchups gegen Hunter, Zoolocks und andere Aggro/Face-Decks. Auch wenn Letzteres eher schlechte Chancen gegen Control-Decks hat, so sind gerade Hunter und Zoolocks oft ein Problem. Hellfire ist nicht nur bedeutsamer, sondern auch sinnvoller als Shadowflame, einfach weil es keinen Diener auf dem Feld benötigt.
Ansonsten ist Earthen Ring Farseer und Ancient Watcher immer wertvoll für Board-Control und Präsenz, gerade zu Beginn.
Geduld ist eine Tugend
Durch die schon hohe Manakurve braucht der Handlock wesentlich mehr Zeit als andere Decks. Neben vier Giants gibt es aber weitere Möglichkeiten für hohe Schadenssummen. Ein beliebter One-Turn-Kill kostet zwar zehn Mana, hat aber dafür auch 20 Schaden. Die Kombination aus Leeroy + Power Overwhelming für fünf Mana sind schon stark, spielt man bzw. besitzt man dann noch einen Faceless Manipulator ist das Spiel schon entschieden. Diese Kombination findet allerdings mit dem neuen fünf Mana Leeroy sein Ende.