In letzter Zeit gab es eine neue Welle an Schamanendecks. Oft ausschlaggebend sind natürlich die Decks, welche von Profis auf den Turnieren gespielt werden und für viel Aufregung sorgen. Bei dem Versuch, gerade solche Decks zu kopieren (Beispiel Control Warri), haben Casual Spieler meist das Problem, dass genau diese spaßigen Decks sehr teuer sind.
Gutes hat seinen Preis
Auch der Schamane ist meist etwas teurer, bedingt durch die Abhängigkeit und Anzahl der Must-Have Klassenkarten. Wenn man nicht die 6.000 Dust und mehr braucht wie der Warri z.B., so liegt man bei knappen 4.000 für dieses Deck doch über dem Durchschnitt. Das zählt aber auch für den Spaß. Großartige Synergien und die Möglichkeiten hohe Schadensspitzen zu erzielen machen dieses Deck zu einem der attraktivsten.
Die ausgewogene Manakurve mit starken Turn 1 Karten wie z.B. Lightning Bolt und Zombie Chow ermöglicht einen ausgeglichenen Kampf gegen Zoo- bzw. Facedecks. Haunted Creepers mit Flametongue Totems bzw. Rockbiter Weapon sind auch großartige Karten für Board-Control. Ab Turn 3 gibt es im optimalen Fall Feral Spirit, welches in den seltensten Fällen im Gegenzug gecleared werden kann (2 * 2/3), bzw. falls doch, kann man davon ausgehen dass der Trade ineffizient war.
Die Macht der Klassenkarten
Ab dem Mid-Game heißt es dann, „Time to Shine“: Durch die z.Z. stärksten Karten, Sludge Belcher und Fire Elemental hat man gleich günstige Board-Control und starke Removals. Gnomish Inventor ist hier der Lückenfüller, bewusst gewählt, denn zusammen mit Totems bildet sie eine solide Turn 4 Phase und gleichzeitig Card-Daw.
Alternativ kann man auch mit einem Mana Tide Totem arbeiten, muss aber dafür ordentlich Stats einbüßen und erhält seine achte 3-Mana Karte. Optimal fängt man ab Runde 4-5 an Schaden primär auf den gegnerischen Helden zu lenken um seinen Al’Akir bzw. Doomhammer OTK vorzubereiten. Fire Elemental und Sylvanas helfen in dieser Phase weiter großen Druck aufzubauen. Auch die Hero Ability ist immer in betracht zu ziehen: Stoneclaw- und Wrath of Air Totem sind fast immer Gold wert.
Die Wahl der Waffen
Eine wichtige Entscheidung betrifft Doomhammer. Zurzeit herrscht ein regelrechter Boom mit Harrison Jones, auch hier ist die Nutzung in Turnieren der Grund. Für erfahrene Spieler ist es dennoch ein Muss, wenn man weiß, wie man um Harrison Jones herumspielt. Der Schaden, gerade mit Rockbiter Weapon, ist zu wichtig, als dass man diesen weglassen sollte. Auch profitiert das Unbound Elemental vom Overload. Wer möchte kann noch zusätzlich eine Haunted Creepers für eine Harvest Golem tauschen, aber das ist reine Geschmackssache.

Die möglichen Alternativen
Der richtige Mulligan ist so eine Sache. Spielt man z.B. gegen einen Hexenmeister muss man sich schon entscheiden, ob man auf einen Zoo oder einen Handlock trifft. Letzteres freut sich immer über einen fehlenden Earth Shock, der Zoo dagegen schafft es selten gegen eine Feral Spirit und Haunted Creepers Kombo. Erst recht wenn man noch einen Rockbiter Weapon bzw. Flametongue Totems hat. Gegen einen Handlock helfen fast immer nur Minions, denn sobald ich das Board verliere, gewinnt der Hexer immer dank Giants. Ein Unbound im Mulligan kann aber Wunder wirken. Zombie Chow und Feral Spirit sind allgemein eine gute Wahl. Danach folgen Haunted Creepers, Rockbiter Weapon und Unbound Elemental.