Wie schon in Korea mussten sich alle Spieler aufgrund des Resets auch in Europa und Nordamerika neu für die World Championship Series qualifizieren. Sechs Qualifier fanden innerhalb der letzten beiden Wochen statt. Im Kampf um die begehrten 28 Plätze gab es jede Menge Dramen und Überraschungen. readmore.de blickt zurück auf die Qualifier.
NaNiwa ist zurück
NaNiwa im Interview
Fast das ganze Jahr 2014 war es ruhig um Johan 'NaNiwa' Lucchesi. Nach seinem unrühmlichen Abgang bei der IEM World Championship im polnischen Kattowitz bestritt er kein offizielles Spiel mehr. Umso überraschender die Ankündigung, dass er an den Qualifiern teilnehmen wird. Im dritten setzte er sich durch, nachdem er zuvor die ersten beiden noch ausgelassen hatte. Doch wie so oft in der Karriere von NaNiwa geschah sein Weiterkommen nicht ohne Drama. Im entscheidenden Spiel gegen Dmitriy 'Happy' Kostin bezichtigte er Happy des Cheatens und Streamabuses – Grund für einen kleinen Schlagabtausch auf Twitter.
Der dänische Marathon-Mann
Für gleich zwei Geschichten sorgte der dänische Terraner Steffen 'Lillekanin' Hovmand. Im dritten Qualifier traf er auf den ukrainischen Zerg Vitaly 'Minato' Ponomarenko. Im mehr als einstündigen Spiel auf Deadwing formte er mit Scans einen Penis auf die Minimap, wofür er von Blizzard eine Verwarnung erhielt. Eine ähnliche Konstellation ergab sich im fünften Qualifier im Spiel gegen den Finnen Wenlei 'ZhuGeLiang' Dai. Auf Deadwing brachen beide den Rekord für das längste kompetitive Spiel der Starcraft-Geschichte. Über vier Stunden duellierten sich beide. Als Lillekanin am Ende chancenlos war, zerstörte er seine restliche Armee und schrieb „I’m a terrorist. Jihad“. Im Anschluss wurde er deswegen von Bliizard von den restlichen Qualifiern ausgeschlossen.
Deutsche Hoffnung mit Imageschaden
Ähnlich erging es dem deutschen Protoss-Spieler Fabian 'GunGFuBanDa' Mayer. Nachdem er gegen den französischen Protoss Jeremy 'jeysen' Sene verloren hatte, flehte er im Anschluss darum, den Sieg zu bekommen und bot dem Franzosen dafür an für ihn Werbung zu machen. Dieser reagierte zunächst vermeintlich scherzhaft gemeinten Aussage, dass dies 1.000 Dollar koste. Für dieses Fehlverhalten wurden beide Spieler ebenso vom Wettbewerb ausgeschlossen.
Franzosen dominieren, Deutsche enttäuschen
Die meisten Spieler stellt etwas überraschend Frankreich und das obwohl der eigentlich beste Franzose Antoine 'Dayshi' Stievenart bisher nicht das Ticket zur WCS lösen konnte. Mit Paul 'PsiOniC' Daniel und Theo 'PtitDrogo' Freydiere schafften auch zwei bis dato unbekanntere Spieler die Qualifikation. Die Deutschen hingegen stellen nur einen Spieler. Einzig Gabriel 'HeRoMaRinE' Segat war erfolgreich. Dario 'TLO' Wünsch war zwei Mal nah dran, verlor jedoch das entscheidende Spiel. Auch Marvin 'roof' Gebhard musste sich im letzten Qualifier nur knapp geschlagen geben. Nach sechs Qualifiern steht am Ende jedoch die magere Bilanz von einem einzigen Qualifizierten.
Die Qualifizierten
Am morgigen Freitag haben noch die besten 16 Spieler, die sich bisher nicht qualifizieren konnten, eine weitere Chance darauf. Im Last Chance Qualifier werden nochmals vier Plätze in der Challenger League und damit auch mindestens 2.000 Euro vergeben.
Gabriel '
David '
Matic '
Kristoffer '