Anfang Februar war das Matchfixing in der koreanischen StarCraft II-Szene noch ein brisantes Thema und eigentlich gab es keinen Anlass, die Diskussion verstummen zu lassen. Gestern äußerte sich die KeSPA zur Situation, nachdem ein koreanischer Bericht die vermeintliche Involvierung von Kim 'Soulkey' Min Chul meldete.
Was wir wissen ist, dass verschiedene Vermittler für Investoren auf Spieler zugehen und versuchen, diese zur Kooperation beim Wettbetrug einzuladen. Nachdem in den vergangenen Monaten mehrere Spiele dadurch auffielen, unerwatete Resultate zu liefern oder von Wett-Seiten nicht gewertet zu werden, war die Omnipräsenz des Themas weiterhin bestätigt. Unter anderem gerieten renommierte Spieler wie Lee 'MarineKing' Jung Hoon und Kang 'San' Cho Won in den Verdacht, absichtlich Spiele verloren zu haben.
Nachdem in dieser Woche die koreanische Seite Sports Donga davon berichtete, dass auch Kim 'Soulkey' Min Chul in derartige Machenschaften involviert sei, gab die KeSPA via Facebook ein Statement ab. Auf TeamLiquid.net veröffentlichten folgend zwei Nutzer Übersetzungen.
Keiner der besagten Spieler sei in Matchfixing involviert gewesen, wobei unklar ist, ob sich diese Aussage lediglich auf den Fall um Soulkey bezieht. Des Weiteren habe es Versuche von Vermittlern gegeben, Spieler in ihre Machenschaften zu involvieren, doch Letztere hätten abgelehnt. Nachdem einer der Vermittler aufgrund dessen die Investition eines Wettbetrügers ins Leere liefen ließ, habe er sich aus Angst an die Polizei gewandt. Diese habe in ihren Ermittlungen unter anderem Soulkey befragt, was zu der Berichterstattung seitens Sports Donga geführt habe.
Des Weiteren ließ die KeSPA verlauten, dass einige Investoren und Vermittler bereits gefasst worden seien und die Ermittlungen weiterhin stattfänden. Es sei weiterhin ein Ziel der KeSPA, die in Südkorea illegale Wett-Szene zu bekämpfen, um zukünftige Vorfälle zu vermeiden und die Spieler vor den Vermittlern zu schützen.
Außerdem rief die koreanische eSport-Föderation dazu auf, keine voreiligen Schlüsse über Spieler zu ziehen, bevor die Untersuchungen abgeschlossen sind. Im Sinne dessen wolle man weiterhin mit den eSport-Fans kommunizieren.