Neben der Einführung von erzwungenen Buy-Outs fürchten die Inhaber von LCS-Teams, dass Riot Games sie zukünftig nicht mehr bei der Bezahlung der Spielergehälter unterstützt, berichtet Breitbart. Hinter dieser Umstrukturierung soll Jason Yeh, der EU Head of eSports von Riot, stehen.
LCS-Slots könnten ab dem kommenten Split lediglich an Teams vermietet werden, während ihr Verkauf stets von Entscheidern bei Riot Games akzeptiert werden müsste. Außerdem möchte Riot Games laut Breitbart zukünftig dazu fähig sein, Teaminhaber dazu zu zwingen, ihren LCS-Slot zu verkaufen – eine Masche, welche die Betroffenen als weiteres Druckmittel ansehen, um die öffentlichen Diskussionen zu Misständen zu vermeiden. Dieser Schritt sei intern damit begründet worden, dass man eine Antwort auf das unethische Verhalten von Teamchefs habe, welche ihren Status nutzen, um Spieler auszubeuten.
Abseits dieser Änderung wird außerdem die Neuerung gefürchtet, dass Teams zukünftig nicht mehr seitens Riot mit Spielergehältern unterstützt werden. Pro Split zahlte Riot bislang 12.500 US-Dollar an jeden Spieler, wobei diese Gelder über die Organisation ausgehändigt wurden. Dies sollte zum Aufbau der Infrastruktur beitragen und unterstützte die Organisationen, den Umzug in die LCS-Städte sowie die Realisierung ihrer Teamhäuser zu finanzieren.
Riot sei nicht damit zufrieden, dass zahlreiche Organisationen lediglich diese Summe an ihre Spieler zahlen und den Rest ihres Gewinns in die eigene Tasche stecken – ein Umstand, welcher zweifellos bei einigen Teams vorherrscht. Ziel der neuen Umgangsweise solle sein, dass nur selbsterhaltende Organisationen noch an ihrer Liga teilhaben könnten – ein Gedankengang, der von Jason Yeh beworben worden sein soll.
Ein weiteres Gerücht ist, dass alle LCS-Teams zukünftig ein Challenger Series-Team unterhalten müssen, um Talente von den Organisationen unterstützen zu lassen, welche sie folgend vielleicht in ihr Erstliga-Squad aufnehmen.
Diese Themen sollen laut Breitbart im Rahmen eines Meetings zwischen Riot Games und den Teaminhabern, welches im Oktober oder November stattfindet, diskutiert werden.