Der Skandal um das europäische Challenger-Team Huma geht in die nächste Runde. Nachdem Riot Games erklärte, in der Angelegenheit ermitteln zu wollen, soll Huma-Besitzer Behdad Jaafarian nun mit einer „formalen Warnung“ davonkommen.
Immer wieder erschüttern Meldungen von zwielichtigen Personen die Szene, die unerfahrenen und jungen eSportlern leere Versprechungen machen. Der Fall von Huma-Besitzer Behdad Jaafarian ist da keine Ausnahme.
Der Iraner soll es mehrfach versäumt haben, die Gehälter der Spieler und des erweiterten Staffs rechtzeitig bezahlt zu haben. Kosten, die er ursprünglich übernehmen wollte, sollen aufgrund von Geldmangel unter anderem auf den früheren Business Relations Manager Karl „Dentist“ Krey abgewälzt worden sein.
Obwohl Riot Games laut dem Regelwerk der Challenger Series die Möglichkeit hätte, Jaafarian als Besitzer des Teams zu bestrafen, soll es nach Angaben des Daily Dot lediglich zu einer „formalen Warnung“ gekommen sein, da die Beweise angeblich nicht ausreichen. Diese Begründung ist umso kurioser, wenn in Betracht gezogen wird, dass ein siebenseitiges Dokument inklusive vieler Logs, die Jaafarian und seine Freudin Nicole Manning belasten, von Dentist persönlich veröffentlicht wurde.
Important Additional Insight Regarding Team Huma https://t.co/QkxDmkCxAy
— Karl (@Dekarldent) 27. Februar 2016
So soll Manning 2.000 US-Dollar, die dafür gedacht waren, einen Anwalt zu bezahlen, damit er die Verträge der Spieler überarbeitet, in die eigene Tasche eingesteckt und die Aufgabe selbst übernommen haben. Ursprünglich entsprachen die Spielerverträge nicht Riots Richtlinien.
Been repairing damaged credit done by my biological mother for years. Approved without a cosigner! 🙂 sunroof! <3 pic.twitter.com/7fieH3HPsp
— Peach (@LoL_MizzPeach) 2. März 2016
Nur wenige Tage nach dem Verkauf von Lucas 'Santorin' Larsen an Ember für eine angeblich niedrige sechsstellige Summe postete Manning einen Tweet mit Fotos von ihrem neuen Auto.
Jaafarian soll mittlerweile den Entschluss gefasst haben, Huma zu verkaufen und sich nach nur wenigen Monaten wieder aus dem eSport zurückzuziehen.