Am vergangenen Wochenende wurden die Finals der Esports Championship Series ausgespielt. Als die Liga im April angekündigt wurde, war von einem Preisgeld von 3,5 Mio. USD die Rede. Eine Wahnsinnssumme, doch wie wurde das Geld verteilt?
Astralis sorgte mit einen Tweet kurz vor den Finals der ECS für eine Menge Wirbel.
For those asking. Prize money distribution for @ecsleague:
1st $250,000
2nd $125,000
3-4th $80,000
5-6th $65,000
7-8th $50,000— Astralis Counter-Strike (@AstralisCS) 24. Juni 2016
Einige wundern sich vielleicht über dieses Preisgeld bei einer angekündigten Summe von 3,5 Mio. USD. Erst einmal sollte erwähnt werden, dass diese Geldsumme auf zwei Saisons aufgeteilt wird, sodass jede Season einen Geldpool von 1,75 Mio. USD bekommt.
Doch auch diese Summe ergibt sich nicht aus der Addition der einzelnen Beträge, die Astralis angibt. Das Gesamtpreisgeld der Top 8 aus der Liga liegt bei zusammengerechnet 765.000 USD. Dementsprechend bleiben knapp eine Million Dollar übrig, die anderweitig vergeben worden sind. Zusätzlich wurden jeweils 90.000 USD pro Staffel (EU und NA) ausgeschüttet
FACEIT zeigt sich wenig transparent bezüglich der Verteilung der weiteren Gelder. Klar ist jedoch, dass die Teams während der laufenden Saison unterstützt und Reisekosten erstattet werden. Bei rund 800.000 USD, aufgeteilt auf 24 Teams, je sechs Spieler inklusive Coach, bei einer Laufzeit von drei Monaten, könnte jeder Spieler also eine monatliche Unterstützung von rund 1.900 USD erhalten. Es handelt sich jedoch um reine Mutmaßung.
Dies erinnert stark an das System von der ESL Pro League. Auch dort wurde erst eine große Summe bekannt gegeben, die jedoch nur zur Hälfte als Preisgeld für die Finals ausgeschüttet wurde. Man kann darüber diskutieren, ob diese Regelung sinnvoll ist.
Fakt ist jedoch, dass diese Art und Weise, die Gelder zu verteilen, die Professionalität fördert. Teams, die nicht die Finals erreichen, stehen nicht mit leeren Händen da und können trotzdem von dem Geld, das sie bekommen, leben und sich weiter verbessern. Außerdem bleiben so die Major-Turniere die am höchsten dotierten Turniere, mit dem größten Prestige-Potential.
Trotzdem wäre eine höhere Transparenz auf Seiten von FACEIT wünschenswert. Die Teams werden mit Sicherheit von Anfang an gewusst haben, um welche Summen es gehen wird, doch auch die Fans und die Community interessiert sich für solche Zahlen.