Man sollte meinen, dass die britische Regierung genug mit dem Brexit beschäftigt ist. Gestern jedoch kam es zur Gründung der British eSports Association, die den Wettbewerbsbereich der britischen eSport-Szene repräsentieren soll.
Es scheint sich viel zu bewegen im eSport! Die französische Regierung setzte einen Meilenstein für den eSport durch dessen Anerkennung. Diesem Vorbild folgend versuchte auch die Piratenpartei einen ähnlichen Schritt, um den eSport in Deutschland zu legalisieren und anerkennen zu lassen. Leider waren die Versuche bisher nicht erfolgreich, so dass eSport auf Gesetzesebene immer noch ein Nischendasein führt. Selbst in den USA kam es immer wieder zu Komplikationen mit dem Visa, weswegen eine eSport-Petition gestartet wurde, die man dem Weißen Haus mit dem festgelegten Unterschriftenminimum von 100.000 vorgelegte. Zu guter Letzt schaffte es auch die Russische Förderation den eSport als offiziellen Sport anzuerkennen.
Nun folgt Großbritannien, das derzeit eher mit dem Ausstieg aus der EU auf sich aufmerksam macht. Gestern wurde die British eSports Association mit der Genehmigung der UK-Regierung gegründet. Diese Non-Profit-Organisation will das Potential der britischen Gaming-Szene bündeln und repräsentieren. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den eSport weiter zu stärken.
Von den Pinewood Studios aus, die vor allem mit den James-Bond-Filmen in Verbindung stehen, wird diese Organisation als nationaler Regierungskörper agieren. In der Zusammenarbeit mit dem Department for Culture, Media and Sport wollen sie dafür sorgen, dass Spieler und Organisationen auf allen Ebenen repräsentiert werden, wie man auf der offiziellen Seite nachlesen kann: www.BritisheSports.org.
+ Andy Payne, Chair of British eSports
+ Jules Robinson, Head of Business Development, Pinewood Studios
Wir können also weiter gespannt darauf warten, welche Entwicklung der eSport nehmen wird und wann wohl Deutschland endlich auf den Zug aufspringt und eSport akzeptiert.