Durch einen Konflikt zwischen Intel und der CPL entstand Ende 2005 die WSVG, die World Series of Video Games. Mit der World Series im Jahr 2006 starteten die Organisatoren dann ein Konkurrenz-Produkt zur CPL World Tour, die im Jahr 2005 – noch mit Intel-Unterstützung – bereits ein Erfolg war. Heute nun gab die WSVG bekannt, dass die World Series 2007 vorzeitig beendet ist. Die Stops in Los Angeles, London und Schweden wurden gestrichen. Eine weitere World Series im nächsten Jahr wird es wohl nicht geben.
Offiziell gibt der Veranstalter Games Media Properties auf der Homepage der WSVG bekannt, dass man sich derzeit lieber auf seine diversen Internet-Auftritte konzentrieren möchte und somit nicht mehr die Energie aufbringen kann, sich gleichzeitig auch noch um die WSVG zu kümmern.
Die Pressemitteilung könnte man jedoch auch so deuten, dass man dem ständigen Wettbewerb im Fernsehmarkt vor allem im Bereich der professionellen Computerspiele nicht mehr gewappnet war. Oder anders ausgedrückt: Die CGS hat sich durch die Auswahl der richtigen Computer-Spiele einfach einen größeren Marktanteil sichern können.
Für die meisten eSport-Fans war die World Series of Video Games jedoch schon Anfang des Jahres Geschichte, als sich der Veranstalter dazu entschloss, anstelle von Counter-Strike und WarCraft 3 in Zukunft auf die etwas außergewöhnlichen Spiele Guitar Hero 2, Fight Night 3 und World of WarCraft zu setzen. Diese zweifelhafte Entscheidung versuchte man im Verlauf der Saison durch Nebenturniere auszugleichen, wie zum Beispiel das Counter-Strike-Turnier in Toronto oder das WC3-Turnier in China.
Doch nicht nur für die Veranstalter und Fans bedeutet das Ende der WSVG einen herben Verlust, vor allem die Dueller sind besonders betroffen. Nachdem bereits die WCG und die CPL den 1on1-Shootern den Rücken gekehrt hatten, zieht sich nun also auch die WSVG zurück. Damit könnte das Overall-Finale der WSVG Toronto zwischen toxjq und DaHang, das letzte professionelle 1on1-Shooter-Match des Jahres gewesen sein.