Am Samstag beginnt die bisher wohl polarisierendste WCA-Qualfikation, der America Qualifier. Es geht dabei für die Akteure um nichts Geringeres als 14.000 US-Dollar Preisgeld und zwei Tickets nach China zum größten WC3-Spektakel des Jahres.
Open Pre-Qualifier
Laut dem Veranstalter hieß es anfangs noch, dass sich auch Europäer und Koreaner für den Pre-Qualifier einschreiben könnten, doch dem setzte das WCA-Kommitee einige Tage später einen Riegel vor und so durften letztendlich nur Spieler aus Nord- und Südamerika teilnehmen.
Bei dem Pre-Qualifier, der letzten Samstag stattfand, nahmen dann im Vergleich zur europäischen Variante weniger als ein Drittel teil und so nutzten die zwei Peruaner Cristopher ‚HunteR‚ Quevedo und Walter ‚Walter‚ Vasquez sowie die zwei US-Amerikaner Jonathan ‚PriesT‚ Walker und Octavio ‚Myu‚ Galvan (ehemals MinM) ihre Chance und empfohlen sich für den Main-Qualifier.
Main-Qualifier
Hier treffen die Qualifikanten auf alte Hasen der Szene. Dazu zählen Phil ‚LongWalk‚ Crawford, Nikolaus ‚SonKiE‚ Cassidy und Jun-You ‚feRfe‚ Wu. Ebenfalls eine direkte Einladung erhielt Cedric ‚Insuperable‚ Dube, ein ambitionierter Aufsteiger aus Kanada.
Die Akteure werden zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt. Die jeweils zwei erfolgreichsten Spieler empfehlen sich anschließend für die Playoffs, die eine Woche später, genauso wie die Gruppen, in einem Double-Elimination-Grid ausgetragen werden. Alle Partien kann man dabei live auf dem Twitch-Channel von Back2Warcraft verfolgen.
Gruppe A
WCA 2016 America Qualifier - Gruppe A
feRfe
Walter
Gruppe B
WCA 2016 America Qualifier - Gruppe B
LongWalk
HunteR
Preisgeldaufteilung:
- 1. Platz: 7.000 US-Dollar (+Ticket zur WCA)
- 2. Platz: 4.100 US-Dollar (+Ticket zur WCA)
- 3. Platz: 2.800 US-Dollar
Zeitplan:
- Gruppe A – Samstag, der 5. November
- Gruppe B – Sonntag, der 6. November
- Playoffs – Sonntag, der 13. November
Amerikaner bei der WCA?
Im Vorfeld brach eine hitzige Debatte über die Sinnhaftigkeit einer amerikanischen Qualifkation aus. Viele wiesen auf mangelnde Aktivität und Erfolge der Amerikaner in den letzten Jahren hin. Bei lediglich zehn Teilnehmern bei den World Finals stößt es vielen sauer auf, dass Amerika gleich zwei Slots erhält, genauso viel wie jeweils Südkorea und Europa. Andere widerrum befürworten dies, da es den Gedanken einer Weltmeisterschaft unterstreiche. Es liegt jetzt wohl an den Amerikanern zu zeigen, dass sie die Tickets nach China auch wirklich verdienen. Dass vemeintliche „Touristen“ zu großen Überraschungen fähig sind, bewies im letzten Jahr ja schon jemand anderes.

Insuperable