Ein südkoreanischer Präsidentschaftskandidat hat im aktuell laufenden Wahlkampf zwei StarCraft-Maps für die Community erstellt. Diese eher ungewöhnliche Werbe-Methode soll seinen Beliebtheitsgrad bei der jüngeren Wählerschaft steigern.
Kostenlose Maps als Werbemittel
Der Südkoreaner Moon Jae-in kandidiert aktuell für das Amt des nächsten Präsidentens des Landes. Auch wenn er aktuell die besten Aussichten hat, versuchte er nun seine Chance noch weiter zu steigern.
So hat der 64-Jährige zu einer eher ungewöhnlichen Werbe-Methode gegriffen: Er erstellte zwei eigene Maps für das in Südkorea beliebte StarCraft-Broodwar und verschenkt diese an die Community.
Die Maps hören beide auf den Namen „Monsters“ und lassen sich ohne Probleme auch in das Hauptspiel importieren. Diese sind im Bezug auf das Design zwar keine Offenbarungen, aber ein lustiges Gimmick besitzen sie trotzdem: Denn die verteilten Ressourcen schreiben auf der Mini-Map seinen Namen.
Esport als Beliebtheitsfaktor
Dass Esport in Südkorea einen anderen Stellenwert hat, weiß man. Aber, dass dieser nun tatsächlich als Wahlkampfmittel eingesetzt wird, scheint selbst für die Koreaner kurios. Doch wenn man einen Blick hinter die Kulissen wirft ist dies gar nicht so ungewöhnlich.
Denn in Südkorea ist selbst die Regierung mit der KeSPA in den Esport involviert. Bei der „Korea e-Sports Association“ handelt es sich nämlich um ein eigenes Ressort, welches sich allein mit Esport beschäftigt.
Demnach hat der elektronische Wettkampf in Südkorea einen sehr hohen Stellenwert und das natürlich überwiegend bei der jüngeren Bevölkerung. Bei dieser Aktion handelt es sich also nicht nur um eine spaßige Anekdote, sondern um eine durchaus sinnvolle und effektive Methode zur Wahlkampfbetreibung.