Das Rad des eSports dreht sich weiter: Mit dem Gaming-Trend PLAYERUNKNOWN’S BATTLEGROUND wurde der nächste Titel von der ESL in die eSports-Riege angehoben. Passt das Battle Royale-Spiel dorthin?
Hello world 👋
— ESL PUBG (@ESLPUBG) 10. Juli 2017
Aufmerksam wurde ich das erste Mal auf PUBG, als diverse Elite-Streamer á la Lirik das Spiel in ihre Finger bekamen und es rauf- und runterstreamten. Damals noch keinen großen Fokus daraufgelegt, sah es für mich wie eines dieser 0815-Survival-Games aus, das momentan an jeder Straßenecke aus dem Boden sprießt. H1Z1, Dead by Daylight, DayZ – wenn ich ehrlich bin, bisher hatte mich das Genre nicht wirklich gepackt.
Der Wille zur Verbesserung
Im Early-Access angekommen, war die Performance zu Beginn unter aller Sau – und noch immer ist sie weit weg von Perfektion. Während ich Top-Spiele von EA und Co. zumindest auf Mittel oder Hoch spielen kann, muss ich die Grafik bei Battleground auf sehr niedrig einstellen, um eine ordentliche Performance zu erzielen.
Selbst das reicht manchmal nicht aus, da kleine Ingame-Lags immer noch für Frustration bei Fights sorgt.
Dennoch sollte man die Entwicklung, die das Spiel macht, nicht außer Acht lassen – ständig erscheinen neue Patches, die eine Verbesserung des Spiels erzeugen und ein besseres Spielgefühl vermitteln. Die Zukunft des Games scheint auf jeden Fall blühend.
Das Highlight der Battle Royale-Szene mit viel Action
Während die Zeit von H1Z1 und Co. eig. schon dem Ende zu geht, scheint Battleground genau hier anzupacken und das Genre auf ein neues Niveau zu heben. Vor allem das hohe Maß an Action sorgt für eine große Anziehung auf Spieler. Der ständig kleiner werdende Bereich sorgt dafür, dass Gaming-affine Menschen angezogen werden – ein Match dauert keine gefühlte Ewigkeit.
Kurz, knackig, Explosionen und viel Geballer – klingt nach Alarm für Cobra 11, zeigt aber eher die guten Seiten des Spiels. Dadurch wurden mit der Zeit auch immer mehr eSports-Stars angezogen, die zum Zeitvertreib auf den Survival-Shooter wechseln.
Ranking bringt Competition
Um aber wirklich nicht nur zum Spaß für eSportler zu fungieren, braucht es mehr Ansprüche an ein Spiel – es muss den Ehrgeiz der Spieler anregen. Alleine die Möglichkeit, als einzige Person zu überleben, ist ein nice-to-have, entwickelt aber keinen Wettbewerbsgedanken, der sich auf lange Sicht hält.
Dafür gibt es das Ranking, das an Dota 2-MMR-Platzierungen oder das Challenger-Ranking aus League of Legends erinnert – kein Wunder also, dass immer mehr eSports-Fans auf den Zug aufspringen, nun auch die ESL.
Auch wenn man nicht außer Acht lassen sollte, dass kleinere Titel wie Halo, Rocket League und Co. auch schon im ESL-Bereich aktiv sind und im eSports generell kein großes Ansehen haben, ist es für PUBG doch ein großer Schritt – erstmals betrachtet eine Organisation PUBG als im eSports relevanten Titel.
Wie formt man Turniere?
Die ersten Turniere formen sich schon, unter anderem auch auf deutscher Ebene, organisiert von YouTuber Max „HandOfBlood“ Knabe mit #BAAL. In Turnieren spielen die Gamer, wie auf Public Servern, gegeneinander – der Gewinner muss dann ermittelt werden, eigentlich ganz einfach.
Inwiefern sich PUBG wirklich auf eSports-Niveau halten kann, ist fraglich und wohl auch abhängig, wie die Patches in den nächsten Monaten aussehen werden. Der Hype ist jedenfalls noch groß um das Spiel und reißt einige Fans in seinen Bann.
