PUBG ist der Überraschungshit des Jahres und hält sich konstant unter den Top-Titeln jeglicher Games-Ranglisten. In diesem Artikel beleuchten wir vornehmlich den Ideengeber und nun Creative Director von PUBG: Brendan „PLAYERUNKNOWN“ Greene. Auf der gamescom 2017 hielt er eine kleine Rede über seinen Werdegang.
Genauere Details über das Spiel findet ihr hier.
Erfolgskonzept Arena-Survival
Brendan „PLAYERUNKNOWN“ Greene ist einer der bekanntesten Figuren der modernen Gaming- und Esportszene. Er ist der kreative Kopf hinter dem Erfolgstitel PUBG, doch dies war nicht immer so. Früher war der heutige Creative Director Fotograf und Hobby-DJ. Aufgrund seiner Faszination mit einem Arena-Spielkonzept sollte er eine andere Richtung einschlagen.
Bereits die ersten selbst gespielten Games des späteren Mod-Entwicklers, wie „Delta Force: Black Hawk Down“, fesselten ihn vor allem aufgrund ihres hohen Grades an Realismus und der Möglichkeit, Maps sowie Spielmodi zu erstellen und quasi endlos zu modifizieren.
Schon damals war Brendan Greene überzeugt von einem System mit nur einem Leben ohne Respawn. Zusätzlich war der Ire fasziniert vom Story-Konzept solcher Arenen, seine ersten Mods trugen bereits den Namen „Battle Royale“ nach dem gleichnamigen Film von 2000.

Aufgrund dieser Faszination erschuf er die Mod: „DayZ Cherno +“, welche auf der ebenfalls sehr beliebten Mod „DayZ“ für Arma 2 basierte. Das Grundprinzip von PUBG war in diesem Spiel bereits in den Grundzügen vorhanden. Es existierte ein abgeschlossener Arenabereich in einer Stadt, Lootplätze, verschiedenste Waffen und keine Regeln für die Teilnehmer. Das Grundgerüst für PLAYERUNKNOWN’S Battlegrounds war gelegt.
Battle Royale
Wenig später rief Brendan Greene das erste Battle Royale ins Leben, allerdings zunächst für DayZ. Dieses Projekt konnte bereits große Ähnlichkeit mit dem heutigen Top-Titel aufweisen. Der Entwickler selbst ist der Meinung, dass er in diesem Projekt einfach zu viele komplexe Dinge einbringen wollte:
„Der Server für DayZ Battle Royale verlor in kurzer Zeit sehr viel an Beliebtheit. Dies lehrte mich sehr schnell, Mechaniken simpel und übersichtlich zu lassen. Ich habe viel zu viele komplexe Features und Dinge implementiert und geändert, als Folge sanken die Zahlen des Servers sehr schnell.“
Auf Basis seiner mittlerweile formidablen Mod-Erfahrungen erschuf der Ire den geistlichen Vorgänger von PUBG: Die Battle Royale Mod für Arma 3. Nach der Veröffentlichung des eigenständigen Spiels „DayZ“ sanken die Spielerzahlen für die Arma 2 Mod und Brendan Greene konnte sich mit dem Release des Nachfolgers auf eine neue Engine und ein besseres Gerüst für seine Mod stützen.
Arma 3 Battle Royale war ein voller Erfolg. Streamer, YouTuber und eine riesige Internet-Community verbreiteten das Phänomen des Survival-Arena-Spiels in gigantischem Ausmaß. Der Spielmodus wurde von der Community geliebt, es war ein Hunger Games zum selbst spielen.
Zu diesem Projekt entwarf und produzierte der Mod-Entwickler dann weitere Modi, beispielsweise „Battle Royale Street Fight“ oder „Battle Royale War“. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde das Potenzial dieses Spielprinzips voll und ganz ersichtlich.
Bluehole und PUBG
Zu dieser Zeit war Brendan Greene ein Ratgeber für Sony Online, das das Spiel „H1Z1“ kreierte und sich den Modder als Informationsquelle und Inputgeber zum Survival-Spiel sicherte. Nachdem H1Z1 als heiß erwartetes Spiel aufgrund von Bugs, Hackern und mangelhaftem Polishing eine große Enttäuschung wurde, verließ PLAYERUNKNOWN Sony Online.
Wenig später wurde er von Chang-han Kim von Bluehole Studios aus Südkorea kontaktiert. Dieser hatte seit einiger Zeit vor, solch ein Battle Royale-Spiel zu erschaffen. Nach einer Woche und einem Besuch in Korea war Brendan Greene von dem Studio überzeugt und begann mit den Verantwortlichen den Entwicklungsprozess von PUBG.

Den Rest der Geschichte kennen die meisten: PUBG wurde entwickelt und befindet sich momentan noch in der Early Acess-Phase. Trotzdem erzeugt es seit Monaten eine enorme Sogwirkung und überholt in jeglichen Charts sogar alteingesessene Titel wie CS:GO.

Das gamescom-Turnier vor einer Woche konnte PUBG erneut an die Spitze der Twitch-Zuschauerzahlen katapultieren. Beachtlich ist vor allem die Konsistenz des Spiels. Viele Titel sind nach dem Release sehr beliebt, allerdings vergeht der Ruhm meist auch schnell wieder. Das Spiel von Brendan Greene gehört nicht in diese Kategorie: Nach mittlerweile mehreren Monaten steigen sowohl Zuschauer- als auch Spielerzahlen weiterhin stetig an.
Dieser Strom an neuen Spielern wird voraussichtlich nicht so schnell abreißen. Während seiner Rede auf der gamescom kündigte PLAYERUNKOWN eine neue Map an. Diese spielt thematisch in einer Wüste und beinhaltet sowohl enge Häuserkämpfe als auch große, offene Areale.
Brendan Greene wird seine zum eigenständigen Spiel gewordene Mod weiterhin befüllen und den Spielern mehr Inhalte zur Verfügung stellen. Man kann mittlerweile also getrost davon ausgehen, dass PUBG ein Top-Titel bleiben wird und kein Zufallstreffer war.
Was haltet ihr von PUBG? Denkt ihr, der Erfolg wird weiterhin anhalten?
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