Frauen im Esport sind seit Beginn der Szene nicht besonders stark vertreten. Die Männerdominanz im Esport ist immer noch vorhanden, beginnt aber langsam aufzubrechen. So sehen wir beispielsweise bald die erste Frau in der Overwatch League.
Deutlich in der Unterzahl
Esport ist eine Männerdomäne, dies ist kein Geheimnis. Sieht man sich die großen, erfolgreichen Teams oder auch nur die professionellen Esport-Ligen der Welt an, so lässt sich eines eindeutig feststellen:
Die femininen Vertreter sind sehr spärlich bis gar nicht vorzufinden. Natürlich gibt es einige Ausnahmen, die bestverdienende Frau im Esport ist momentan die Starcraft 2-Spielerin Sasha 'Scarlett' Hostyn mit über 200.000 USD gewonnenem Preisgeld.
Trotz dieser beeindruckenden Zahlen sieht man auf der Liste recht schnell eine Verringerung des gewonnenen Preisgeldes. Auch kann man diese Liste kaum mit dem männlichen Konterpart vergleichen, allein unter den Top 50 der reichsten Esportler sind 48 Millionäre vertreten.
Ursache: Festgefahrene Klischees?
Doch warum ist das so? Warum sind die Frauen im Esport drastisch in der Unterzahl? Eine eindeutige Erklärung gibt es nicht, im Unterschied zum traditionellen Sport haben Frauen im Esport keinerlei physischen Nachteil. Sie sind also theoretisch zur selben Leistung in der Lage.
Am ehesten kann man dies wohl mit dem Interesse erklären. Seit dem Beginn von Videospielen gilt es als „Männerhobby“. Jeder kennt das Gamerbild, welches noch vor 10-15 Jahren in den Köpfen der Allgemeinheit festsaß und teilweise sogar heute noch herrscht.

Dieses Bild der Gamer und Esportler beginnt mittlerweile, sich aufzulösen. Gaming und damit auch Esport verbreitet sich immer weiter in der breiten Bevölkerung und somit löst sich auch die „nerdige“ Männerdomäne Esport immer weiter auf.
Die erste Frau in der Overwatch League
Der feminine Part im Esport ist mittlerweile immer mehr auf dem Vormarsch und beginnt langsam, zur männlichen Präsenz im Esport-Bereich aufzuschließen. Das aktuellste Beispiel ist Kim „Geguri“ Se-yeon.
We’re excited to welcome He "Sky" Junjian, Kim "Geguri" Seyeon, Lee "Fearless" Euiseok and Chon "Ado" Gihyeon to our #OverwatchLeague roster. #FightingForGlory #OWL2018 pic.twitter.com/ErP88CmDS6
— Shanghai Dragons (@ShanghaiDragons) 14. Februar 2018
Die Südkoreanerin ist vor kurzem den Shanghai Dragons beigetreten und wird die erste Frau in der Overwatch League sein. Ihre Zarya soll eine der besten der Welt sein, wir sind gespannt was die Spielerin in Zukunft zeigen wird.
Great thanks to @kenzi131 for providing this awesome photo of GEGURI!
Photo Credit to fomos/@kenzi131 pic.twitter.com/1x6AlVC50n
— Shanghai Dragons (@ShanghaiDragons) 14. Februar 2018
Auch Team Secret hielt bis mitte letzten Jahres ein komplettes Frauenteam für CS:GO unter Vertrag. Ebenso hat Counter Logic Gaming mit dem rein weiblichen CLG Red Frauenpower in der Organisation. In Zukunft könnten wir also immer mehr Frauen in den Spitzenbereichen des Esport vorfinden. Wir würden uns über mehr femininen Touch im Esport freuen.
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