Nachdem die nordamerikanische Variante der LCS in diesem Jahr erstmals das langersehnte Franchising-System einführte, soll dieser Schritt 2019 auch in Europa passieren. Kommendes Jahr könnten wir also einige neue Teams in der europäischen League of Legends-Liga vorfinden.
Endlich einheitliche Regelungen
Der Plan, die EU LCS zu einer noch professionelleren, lang anhaltenden Esport-Liga zu machen, geht 2019 in die nächste große Runde. Nachdem dieser Schritt in Nordamerika bereits zum Spring Split 2018 durchgeführt wurde, möchte man das Ganze 2019 auch auf Europa übertragen.
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— LoL Esports (@lolesports) 28. März 2018
Genauer gesagt: Das von so vielen Teams, Investoren und Spielern erwartete Franchising kommt ab 2019 auch in die EU LCS. In Kurzversion bedeutet dies, dass sich die teilnehmenden Teams für eine recht hohe Geldsumme von 8 bis 10,5 Millionen Euro in die Liga einkaufen und dafür am Ende eine Teilausschüttung der Gewinne erhalten. Die Spieler werden dabei ebenfalls eingebunden.
Das Triforce der Gewinnbeteiligung
Für die Teams lohnt sich der Schritt ins Franchising vor allem, da sie ab 2019 endlich einen Stück vom LCS-Kuchen erhalten. Dieses Stück müssen sie sich teuer erkaufen und es stellt auch „nur“ rund ein Drittel aller Einnahmen dar. So gehen 35% aller Gewinne an die Spieler, zusätzlich soll der Mindestlohn für diese laut Riot Games auf 60.000 Euro erhöht werden.

Durch den 2019 kommenden Umbau der Liga wird auch die Challenger Series komplett in die Hall of Fame verbannt, die bereits 2018 nicht mehr stattfindet. Es wird also keine „zweite Liga“ mehr geben. Die Teams können sich über ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren für den Spring Split 2019 empfehlen.
Aufgenommene Organisationen erhalten eine permanente Partnerschaft in der Liga, eine Relegation gibt es dann nicht mehr. So können Teams ab 2019 nur noch aufgrund von dauerhaft sportlichen Misserfolgs oder disziplinarische Maßnahmen durch Riot Games aus der EU LCS ausscheiden.
ESPN zufolge sollen bereits mehrere europäische Fußballclubs Interesse an einem Einstieg in die EU LCS im kommenden Jahr bekundet haben. Gleichzeitig könnte dies bedeuten, dass sich einige Organisationen, die bereits eine längere Zeit Teil der Szene sind, in ihrem letzten Jahr in der europäischen League of Legends-Königsklasse befinden.
Weiterhin testet Riot Games nach eigenen Aussagen aktuell, welche Art der Entwicklung und Förderung von jungen Spielern es geben soll. Durch den generellen Schritt des Franchisings sorgt Riot für die kommenden Jahre vor und legt den Grundstein für eine lang anhaltende Liga über viele Jahre hinweg.
Was haltet ihr vom Franchising nun auch in EU?
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