Nachdem am 10.1. im Rahmen des ersten Termins am Amtsgericht Köln Richterin Kempermann nur die Anträge und Erwiderungen der Parteien entgegen nehmen konnte, erging heute eine Entscheidung: Der Antrag von Coldgame auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zur Aufhebung der Sperre für XektoR wurde nach Informationen der ESL abgewiesen. Nun hat Coldgame zwar weiterhin die Chance, sich im Hauptverfahren Gehör zu verschaffen, doch für die kommende EPS-Saison wird ein dort gefälltes Urteil wahrscheinlich zu spät kommen.
Während der heißen Phase in der EAS, in welcher die Teams versuchen, sich für die ESL Pro Series zu qualifizieren, wurde der Clan Coldgame am 1. Dezember von der Liga ausgeschlossen. Grund war der dringende Cheat-Verdacht gegen den Spieler XektoR, welcher für Coldgame aktiv spielt. Da er jedoch nicht durch das Anti-Cheat-Programm Aequitas überführt, sondern von den Admins des Anti-Cheat-Teams als schuldig erklärt wurde, war Coldgame mit dieser Entscheidung unzufrieden.
Daher versuchte man zunächst mit einem außergerichtlichen Vergleich, später durch eine einstweilige Verfügung die Entscheidung rückgängig zu machen. Diese wurde jedoch heute abgewiesen, so dass Coldgame voraussichtlich nicht an der demnächst startenden Pro Series teilnehmen darf. Eine Begründung zur Entscheidung steht derzeit noch aus, da diese den Parteien postalisch zugestellt wird.
Es war jedoch ohnehin fraglich, ob Coldgame überhaupt an der kommenden ESL Pro Series-Saison teilgenommen hätte, da eventuell die Möglichkeit bestanden hätte, dass Coldgame nach einer späteren Niederlage im Hauptverfahren schadensersatzpflichtig gewesen wäre.
Nebem dem Gerichtsverfahren hatte Coldgame auch angeboten, sich einer Entscheidung des Gremiums der Top-Clans, G7, zu unterwerfen, sollte dessen Beschluss von der ESL akzeptiert werden. Dies lehnte Turtle Entertainment jedoch ab, wobei man durchaus Interesse daran zeigte, langfristig mit Partnern wie dem ESB oder der G7 ein „eSportgericht“ zu etablieren.