Am eigenen Leib muss ein koreanischer Cheat-Entwickler erfahren, dass Schummeln nicht lohnt. Zwar erwirtschaftete er umgerechnet circa 154.000€, jedoch muss er dafür jetzt ein Jahr ins Gefängnis.
Cheat schaltete Spieler mit DDoS-Angriffen aus
Die entwickelte Software ist ein sogenanntes Nuke-Programm, welches dem Anwender dabei hilft die IP-Adresse des Gegners herauszufinden. Darauf folgt die Lahmlegung der Internetverbindung mittels DDoS-Angriffen. Dabei werden unzählige Datenpakete an die Adresse geschickt, sodass die Leitung unter der Last einbricht. Es ist also nicht mehr möglich ein normales, faires Match zu bestreiten.

In Korea wurde der Cheat-Entwickler aufgrund einer Cheat-Software für den Fantasy-Shooter Overwatch von einem Gericht zu einem Jahr Haft verurteilt. Hinzu kommen zwei weitere Jahre, die auf Bewährung ausgesetzt sind.
Laut Anklageschrift erwirtschaftete er einen Gewinn von 20 Millionen Won. Mit der südkoreanischen Regierung arbeitet Overwatch-Entwickler Blizzard bereits länger aktiv zusammen. Nicht verwunderlich ist, dass Blizzard eine entsprechende rechtliche Grundlage befürwortet. Bereits 2017 wurden 13 Hack-Entwickler zu Haft- und Geldstrafen verurteilt. Das dafür verantwortliche Gesetzt ist seit dem letztem Jahr in Kraft getreten. Bis zu fünf Jahre Knast oder Geldstrafen in Höhe von 41.000 Euro stehen auf die Entwicklung und Verbreitung von Aimbots, Wallhacks oder unerlaubten Scripts. Das trifft nicht unbedingt den kleinen Cheater, sollte es ihm aber deutlich schwieriger machen, an entsprechende Hacks zu kommen.
Blizzard streitet sich seit Jahren immer wieder mit der Firma Bossland, welche ebenfalls entsprechende Software zur Verfügung stellt. Es bleibt abzuwarten, ob andere Länder dem koreanischen Beispiel folgen und entsprechende Gesetze einführen. Und selbst wenn koreanische Gesetze nicht bei uns gelten, dürften auch wir davon profitieren. Denn ein großer Teil der Cheats in beliebten Games wie Overwatch stammen aus Südkorea. Und wenn man dort den Hahn zudreht, kommt auch bei uns weniger an.
Wie steht ihr dazu?
Folgt uns auf Facebook und Twitter, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben.