Die Chat-Plattform Discord drängt mit einem eigenen Onlinestore für PC-Spiele auf den Markt. Steam bot lange Zeit zwar alles was das Gamerherz begehrt, Valve hat aber oft den Stellenwert guter Kommunikation unterschätzt.
Mittlerweile genießt der schon vielen Zockern bekannte Onlinedienst Discord ein recht hohes Ansehen. Bis dato legte man den Focus auf die Kommunikation zwischen Spielern, doch das soll sich ab sofort ändern. Das Unternehmen hat angekündigt, zukünftig im Gaming-Bereich, selbst Spiele per Online-Store anzubieten. Dazu hat man den Discord Store ins Leben gerufen. Aktuell befindet sich der Onlineladen in einer geschlossenen Beta-Testphase, welche allerdings aktuell nur für 50.000 kanadische Tester zur Verfügung steht. Nach und nach soll es aber bald jedem Spieler weltweit möglich sein, auf den Shop zuzugreifen.
Gemütlicher Buchladen von nebenan
Discord soll nicht einfach nur alle möglichen Spiele zum Verkauf anbieten, sondern eine kuratierte Auswahl an Perlen. Deshalb vergleichen die Entwickler ihren Store auch mit dem „gemütlichen Buchladen von nebenan“, der Empfehlungen der Mitarbeiter beinhaltet. Dazu stellen sie beispielsweise Empfehlungen des Teams ein, die mit Namen und Foto des jeweiligen Mitarbeiters versehen sind:
Die Funktionweise der Angebote ist ähnlich, wie zu anderen großen Anbietern, z.B. wie Steam, Origin und Uplay. Spieler können die angebotenen Titel direkt auf der Discord-Webseite erwerben. Hinter jedem Spiel wird der entsprechende Online-Store, wie etwa Steam oder Uplay, vermerkt sein. Erlauben Sie es der Anwendung, zeigt sie an dieser Stelle plattformübergreifend Ihre komplette Spiele-Sammlung an – unabhängig davon, wo Sie Ihre Titel gekauft haben. Damit könnte die Discord-App zum zentralen Anlaufpunkt für Zocker avancieren.
Fürchtet Valve Discord als Konkurrenten?
Valve hat sich die eine oder andere Funktion abgeguckt und im letzten Update online gebracht – etwa permanente Voice- und Chat-Channel, die Freunde nahtlos betreten und verlassen können. Videos, Bilder und Tweets sind jetzt in Chats eingebettet, Favoriten lassen sich ganz oben in der Freundesliste platzieren und Steam gruppiert Freunde nun automatisch nach dem Spiel, in dem sie sich gerade befinden. Der Sprachchat ist verschlüsselt und der verwendete Opus-Codec soll für hohe Audio-Qualität sorgen.
Durch das große Steam Chat Update soll die Plattform besser mit der beliebten Social-App Discord konkurrieren können. Spannend wird nun zu sehen sein, ob Valve mit dem neuen Steam Chat wirklich Nutzer von Discord zurückgewinnen kann. Der 2015 gelaunchte Messenger-Service hat es in kürzester Zeit auf über 130 Millionen Nutzer geschafft und hat somit auch das Potenzial, einen Platzhirsch wie Steam oder Skype zu verjagen.
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