Mit der Ankündigung einen Ableger von Diablo für das Smartphone zu entwickeln, steckte Blizzard Anfang November viel Kritik ein. Diablo Immortal sorgte für viel Enttäuschung bei der Community, die sich lieber ein vollwertiges PC-Game gewünscht hätte.
Nun kommen Gerüchte auf, dass das Spiel ursprünglich nicht für den internationalen Markt gedacht war: es sollte zunächst nur in China veröffentlicht werden. Dort soll die Nachfrage nach einem mobilen Ableger entsprechend hoch gewesen sein. Anonyme Blizzard-Entwickler äußerten sich gegenüber Kotaku: „Es existiert im Grunde nur, weil wir gehört haben, dass China es haben will.“

Weiterhin heißt es auch, dass man das Spiel zunächst aufgrund des niedrigen Qualitätsanspruchs in China testen wolle, um es später ebenfalls im Westen zu veröffentlichen. Das passe auch zu Blizzard’s Firmengrundsätzen global zu denken. „Einer unserer Kernwerte ist ‚globales Denken‘ und unsere Geschichte hat gezeigt, dass wir bestrebt sind, unsere Spiele in so vielen Sprachen wie möglich anzubieten, damit mehr Spieler sie genießen können. In diesem Sinne wussten wir schnell, dass wir Diablo Immortal dem globalen Publikum näher bringen wollten.“
Nebenbei bestätigten Kotakus Quellen, was auch Blizzard bereits selbst bekannt gegeben hat: Blizzard arbeitet derzeit an weiteren Mobile-Ablegern. Intern in Blizzard’s Entwicklerkreisen finden diese Projekte großen Anklang: „Es gibt viele Mobile-Gamer bei Blizzard. Viele Leute hier begeistern sich für Mobile-Games. Die internen Reaktionen auf Diablo Immortal waren völlig anders als die Reaktion außerhalb der Firma. Der Gedanke hinter diesen Projekten ist, dass die Leute wirklich an kleineren Spielen arbeiten wollen. Und kleine Spiele für Mobile ergeben meistens Sinn.“
Außerdem heißt es, dass Diablo 4 und Diablo Immortal von völlig unterschiedlichen Teams betreut werden. In der Vergangenheit wurde ein Erweiterungspaket für Diablo 3 geplant, aber mangels Vertrauen eingestellt. Darüber hinaus wurde Diablo 4 laut Bericht zunächst als Third-Person-RPG im Stile von Dark Souls konzipiert, bevor es ebenfalls eingestampft wurde. In der derzeitigen Phase soll das Spiel offenbar Destiny-ähnliche Social-Features und leichte MMO-Elemente einbinden.
Englischer Originalartikel von Kotaku
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