Topteams von drei Kontinenten fanden sich am Wochenende auf der CeBIT in Hannover zusammen, um den Besten der zweiten Extreme Masters unter sich auszumachen. Am Ende konnte sich mit mousesports ein deutscher Vertreter zum Sieger küren lassen. readmore.de hat unter den mehreren hundert verfügbaren InEye-Demos einige besonders sehenswerte herausgesucht. In die Auswahl haben es auch zwei deutsche Spieler geschafft.
Antonio ‚cyx‘ Daniloski vs. SK Gaming – de_nuke – Lowerbracket Finale

cyx
SK Gaming bis auf die Knochen frustriert nach dem verlorenen Spiel gegen eSTRO, mousesports mit einer weiteren Niederlage gegen Dauerkonkurrent Alternate in den Köpfen. Im Lowerbracket mit dem Rücken zur Wand lastete in diesem Spiel also auf beiden Teams ein enormer Druck. Doch nur einer schien davon völlig unbeeindruckt zu sein: cyx. Wie aufgedreht startete der erst 17-Jährige als CT in das Spiel und konnte bereits in der frühen Phase des Spiels durch spektakuläre Einzelaktionen wichtige Runden für sein Team entscheiden. Auch wenn die Demo danach etwas abflacht und man dem jungen Hamburger teilweise seine noch fehlende Erfahrung ansehen kann, so sind bereits die ersten Runden, die Motivationssprüche von mousesports im Teamsay und die Spannung bis zur letzten Runde einen Download wert.
CT-Seite: 22-8 | T-Seite: 8-11 – Demo-Link
Navid ‚Kapio‘ Javadi vs. Team Alternate – de_nuke – Consolation Finale

Am Ziel angekommen
„Ich glaube wir haben fast keine Pistol verloren“, beschreibt Kapio eines der Erfolgsgeheimnisse seines Teams auf den Finals. Doch er scheint zu bescheiden um zu erwähnen, dass meist er selbst der entscheidende Protagonist in den angesprochenen Pistolenrunden war. Vor allem mit der USP zeigte er das gesamte Wochenende über herausragende Leistungen, meistens griff er sogar als Angreifer zu selbiger und verzichtete gleich komplett auf eine Glock. So auch im nationalen Duell gegen Team Alternate. Gleich alle 5 Spieler konnte „der Kalif“ in der ersten Terror-Runde ausschalten und sorgte somit für eine Vorentscheidung. Denn bereits auf der CT-Seite hatten die Mäuse zwölf Runden vorlegen können, wozu auch der wohl wichtigste mousesports-Spieler des Turniers seinen Teil mit einer nahezu fehlerlosen Leistung beitrug.
CT-Seite: 17-6 | T-Seite: 5-3 – Demo-Link
Aleksey ‚LeX‘ Kolesnikov vs. Team Excello – de_nuke – Gruppenphase

LeX ist angekommen
Mit breiter Brust dürfte das Team von Virtus.Pro nach Hannover gefahren sein. Durch Siege über fnatic und MYM in der Online-Gruppenphase wurden sie von so manchem als Geheimfavorit gehandelt. Doch am Ende schafften die Russen nicht einmal die Qualifikation für die Playoffs und fuhren enttäuscht mit leeren Händen nach Hause. An LeX hat es aber sicherlich nicht gelegen. Das Virtus-Urgestein zeigte sich in den gesamten letzten Monaten in bestechender Form und war auch beim Sieg gegen das finnische Team Excello kaum zu stoppen und wusste in beiden Hälften zu gefallen. Definitiv eine der besten Demos des gesamten Turniers und mit insgesamt über 40 Frags wohl der einzige russische Lichtblick an diesem Wochenende.
CT-Seite: 20-5 | T-Seite: 22-6 – Demo-Link
termi und bail vs. Roccat – de_inferno – Relegationsspiel

Was haben wir jetzt eigentlich gewonnen?
Gleich im Doppelpack gibt es diese beiden Koreaner aus dem Relegationsspiel gegen Roccat. Nachdem ihr Team eSTRO schwach in das Turnier gestartet war, konnte man sich deutlich steigern und in diesem wichtigen Spiel gegen die Finnen einen ungefährdeten Sieg einfahren. Und dabei waren es nicht der wohl prominenteste eSTRO-Spieler solo oder der ebenfalls starke Neuzugang ari, die das Spiel dominierten, sondern termi und bail. Als CT bildete das Duo eine schier undurchdringbare Mauer für lurppis und seine Mannen, welche immer wieder am M4-Kreuzfeuer der beiden scheiterten. So hatte die koreanische Co-Produktion bereits nach der ersten Halbzeit gemeinsam ganze 40 Frags vorzuweisen. Trotz verlorener Pistolenrunde in Hälfte zwei war der Sieg für eSTRO dann nur noch reine Formsache.
termi: CT-Seite: 22-9 | T-Seite: 5-4 – Demo-Link
bail: CT-Seite: 18-6 | T-Seite: 1-5 – Demo-Link
ArcadioN vs. fnatic – de_inferno – Entscheidungsspiel Gruppe A

SoA am surfen
Unterschiedlicher hätten die Vorzeichen für dieses Aufeinandertreffen der beiden Teams nicht sein können. Während es für fnatic darum ging ein völlig misslungenes Extreme-Masters-Turnier doch noch zu retten, hatte SoA die Möglichkeit ihr überraschend starkes Auftreten zu krönen und sich sogar die Chance für eine Playoff-Qualifikation offen zu halten. Dementsprechend motiviert gingen die Dänen zu Werke, allen voran ArcadioN. Das langjährige SoA-Mitglied dürfe mit einigen seiner Runden als CT den Schweden den einen oder anderen Nerv geraubt haben. 20 Frags konnte der Kopenhagener nach der ersten Hälfte auf seinem Konto verbuchen und legte so den Grundstein für eine komfortable Führung, welche vom Überraschungsteam der Extreme Masters auf der Terror-Seite schließlich zum Sieg ausgebaut werden konnte.
CT-Seite: 20-8 | T-Seite: 12-9 – Demo-Link
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