Der Betrugsvorfall im WCG Online-Cup um den eSportBL-Spieler Kevin ‚daimonde‘ Santner zieht doch noch Konsequenzen nach sich: Der Akteur, der für mousesports in der Bundesliga antritt, wird für die WCG-Saison 2008 gesperrt, der Clan mousesports trennt sich von ihm mit sofortiger Wirkung und er verliert in der eSportBL pro angetretenem Spiel einen Punkt. Außerdem wurde ihm nahegelegt, aus dem EAS-Team „eSportBL AllStars“ und dem Pokalwettbewerb auszusteigen.
Nachdem der FIFA-Headadmin Christian ‚Knecht‘ Murawski in einem Statement zuvor von einer Strafe abgesehen hatte und den Spieler in Schutz nahm, spricht die WCG jetzt von weiteren Hinweisen auf Manipulationsversuche des Spielers, die sie dazu gezwungen hätten nach der Veröffentlichung der Szeneseite dSlash.de, ein Statement abzugeben. Knecht spricht in einer Stellungnahme auch von Verdachtsmomenten gegen andere Spieler: „Aufgrund des baldigen Starts unserer Online-Quali wird der konkrete Vorfall von daimonde sanktioniert, auch wenn uns eventuell so andere Spieler durch die Finger schlüpfen.“ Zuvor hatte sich das deutsche Nationalteam im ENC auch schon von daimonde getrennt.In Zusammenarbeit mit mousesports und der eSport-Bundesliga formte die WCG eine Strafe, die für das Wettbewerbsjahr 2008 gilt und den Spieler von allen WCG-Turnieren ausschließt. Von der damaligen Begründung für die Absehung von einer Strafe, einem jungen Spieler seine Karriere nicht zerstören zu wollen, ist in der neuerlichen Pressemitteilung nichts mehr zu finden. Der nationale WCG-Organisator kündigt stattdessen an, auch in der Zukunft streng gegen Betrüger vorzugehen, und hofft, dass benachteiligte und involvierte Akteure schneller den Weg zu ihnen finden.
